World Match Race Tour Korea: Hansen siegt gegen Willams

Sieg nach aussichtslosem Rückstand

Der letzte Vorwindkurs mit dem entscheidenden Überholmanöver von Hansen ab 34:45 min

Während für die Segel-Profis die Aktivitäten beim America’s Cup ein Jahr vor der Entscheidung an Bedeutung gewinnen, versucht die World Match Race Tour aus dem Schatten zu treten und auf eigenen Füßen zu stehen. Die Voraussetzungen sind geschaffen. Noch nie war die Tour so gut organisiert und professionell aufgestellt. Aber kann sie sich wirklich halten ohne den Cup?

Finales Duell in Korea zwischen den Altmeistern Björn Hansen (r.) und Ian Williams. © Guy Nowell

Früher galt der professionelle Match Race Zirkus als Übungsfeld für die AC-Skipper. Auf den kleinen Booten machten sie sich den Namen, der ihnen bei den wichtigen Teams die gut bezahlten Jobs verschaffte. Seit der Cup aber mit Katamaranen ausgesegelt wird, passt dieses Feeder-Modell nicht mehr.

Die potenziellen Kat-Steuerleute waren bei der Extreme Sailing Series erfolgreich oder kommen aus den schnellen Olympiaklassen. Denn die typischen Match Race Starts haben bei dem neuen Format nicht mehr das Gewicht wie zuvor.

Trotz Absturz eine Woche zuvor beim Match Race Germany verteidigt die Hansen Crew ihren Titel in Korea. © Guy Nowell

Allein der Neuseeländer Phil Robertson bestreitet beide Wettbewerbe. Der junge Kiwi steuert den chinesischen Kat bei der World Series, der aber wohl bald nicht mehr dabei sein wird. Robertson hat außerdem vor einer Woche das Match Race Germany auf schweren Bavaria 40 Yachten gewonnen. Größer kann ein Spagat kaum sein.

Diesmal musste er aber der älteren Generation den Vortritt lassen. Der Schwede Björn Hansen verteidigte den Titel des Vorjahres auf der letzten Vorwindstrecke gegen den Briten Ian Williams. Eigentlich lag er aussichtslos zurück konnte aber doch noch das finale Überholmanöver realisieren.

Ergebnisse

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Die Crew von Ian Williams gibt alles auch beim Krängen nach Lee, aber sie scheitert knapp. © Guy Nowell

 

 

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „World Match Race Tour Korea: Hansen siegt gegen Willams“

  1. avatar AC90 sagt:

    Ich hab mir den Korea Match Cup mit Begeisterung angeguckt. Hoffe wircklich, das sich die Tour in den nächsten Jahren noch weiterentwickelt. Eine Einheitsklasse würde dem Ganzen denke ich eine noch sportlichere Note geben. Dann müsste man am Bodensee auch nicht mehr mit diesen schwimmenden Campingbussen racen, die passen irgendwie gar nicht in die Tour.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

    • avatar Philipp sagt:

      Ich finde die wechselnden Boote eigentlich ziemlich interessant, allerdings bin ich was diese Hausboote angeht ganz bei dir. Dabei haetten wir am Bodensee mit den blu26 ja die perfekten Boote.

      Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

      • avatar AC90 sagt:

        Mmmmh, vieleicht interessant, aber bei der Formel 1 fährt man doch auch nicht jedes Rennen mit nem anderen Wagen. Will man das auch als profisionelle Regattaserie rüber bringen, sollte man sich schon auf einen Typ einigen. Ansonsten wirkt die Tour dann doch eher ein bisschen zusammengewürfelt.

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