Youth America’s Cup: Junior-Monofoiler AC9F erstmals in Aktion – NRV in Startlöchern

Junioren-Cupper

Während die America’s Cup-Herausforderer immer noch nicht nach Neuseeland einreisen dürfen, wird der Zeitplan auch für die Junioren eng. Aber die Kiwis präsentieren den neuen Foiler, mit dem auch deutsche Youngster segeln wollen.

Der erste Segeltest mit dem AC9F. © Youth AC

Ungeachtet der aktuellen Corona-Krise und ohne einen Hinweis auf einen möglichen veränderten Zeitplan für den Youth America’s Cup  (17. bis 23. Februar und 8. bis 12. März 2021) vor Auckland, haben die Neuseeländer erstmalig den neuen AC9F vier-Crew-Foiler gesegelt. Bis zu sieben Yachten sollen gebaut und den teilnehmenden Teams zur Verfügung gestellt werden.

AC9F soll sich wie ein Sportboot segeln – nur schneller. © Youth AC

Auf der Teilnehmerliste der Organisatoren steht nach wie vor das NRV-Team aus Hamburg, das an den Start gehen möchte. 15 Teams aus zwölf Nationen haben eine Meldung abgegeben. Neuseeland, Australien und die Schweiz mit je zwei Crews, dazu Niederlande, Russland, Argentinien, Hong Kong, China, Dänemark, Deutschland, Spanien USA.

Vier-Punkt-Foiling. Die Tragflächen müssen nicht aus dem Wasser bewegt werden. © Youth AC

Ob diese Teams tatsächlich auch nach der Krise ihre Meldung noch aufrecht halten können, ist nicht bekannt. Der Veranstalter weist nun darauf hin, dass die Meldephase bis zum 30. September 2020 verlängert wurde. Das Startgeld beträgt umgerechnet etwa 68.000 Euro, das Damage Deposit 15.000 Euro. Die Crews müssen zwischen 18 und 24 Jahre alt sein, zwei Frauen und zwei Männer. Das maximale Gewicht beträgt 311 kg, also im Schnitt 77,75 Kilogramm pro Person.

Der Flugmodus ist nicht zwingend nötig. © Youth AC

Das Format sieht eine Qualifikationsregatta in China vor, die im November 2020 starten soll. Schwer zu glauben, dass nun alles so ablaufen kann, wie geplant. Aber immerhin scheint die Entwicklung der Sportgerätes voran zu schreiten.

Der erste Schleppversuch auf Foils. © Youth AC

Die ersten Bilder des AC9F-Prototyps erscheinen vielversprechend. Die Entwicklung liegt in den Händen der Werft Yachting Developments, Mastenbauer Southern Spars, Ausrüster Harken und Segelmacher North Sails.

Die Technik des Mono-Foilers ist spannend und längst nicht so kompliziert wie bei den AC75, die jeweils den Luv-Flügel aus dem Wasser schwenken müssen. Dafür führen sie aber auch vier statt drei Anhänge durch das Wasser. Deshalb ist der Widerstand größer und die Effizienz geringer.

Auch der kleinere 69F wird schon wieder in Italien bewegt. Das Prinzip funtkioniert. © 69F

Aber das Prinzip der V-Flügel scheint zu funktionieren. Jedenfalls zeigt das schon seit gut einem Jahr die italienische 69F-Kreation, mit der 2020 beginnend im April in Cagliari und dann in Genf, auf dem Gardasee und vor Trieste ein erster Cup ausgesegelt werden sollte. Der argentinische Nacra-Olympiasieger Santiago Lange ist mit dem Management des Projekts beauftragt. Aber er hat für den Start einer solchen Rennserie wahrlich kein gutes Jahr erwischt.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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