Barcelona World Race: Riechers erklärt 400 Meilen Rückstand – Thomson “super happy”

"Es war kalkuliertes Risiko"

Alex Thomson ist “super happy”:

Beim Barcelona World Race ist eine kleine Vorentscheidung gefallen. “Hugo Boss” hält eine solide Führung.  Jörg Riechers liegt inzwischen über 400 Meilen zurück und erklärt die Taktik.

Riechers hat in den Doldrums mehr Zeit verbracht als erhofft,  jetzt aber wieder Fahrt aufgenommen. © Martin Raget/Barcelona World Race

Riechers hat in den Doldrums mehr Zeit verbracht als erhofft, jetzt aber wieder Fahrt aufgenommen. © Martin Raget/Barcelona World Race

Die führenden Boote haben den Äquator überquert und die Doldrums verlassen. Der Brite Alex Thomson und der Spanier Pepe Ribes liegen fast gleichauf mit Altadill/Munoz und Stamm/Le Cam. Aber Stamm glaubt, die 60 Meilen Querabstand nach Osten in einen deutlichen Vorsprung von gut 50 Meilen umwandeln zu können.

Jörg Riechers und Sébastien Audigane haben in den Doldrums schwer gelitten. Ihr Rückstand ist auf über 400 Meilen angewachsen, seit sie die Flautenzone gut 150 Meilen östlicher als die Spitzenboote passiert haben. Der Hamburger erklärt, wie es dazu gekommen ist.

Kein Glück in der Flautenzone. Der Abstand von Jörg Riechers zur Spitze ist auf über 400 Meilen angewachsen.

Kein Glück in der Flautenzone. Der Abstand von Jörg Riechers zur Spitze ist auf über 400 Meilen angewachsen.

“Unsere Strategie lagen zwei Überlegungen zugrunde. Wir sahen, dass der Passatwind erst sehr weit südlich einsetzen würde, und deshalb dachten wir, dass es etwas weiter östlich eine schnelle Passage geben könnte. Auf den Wetterkarten sah das sehr gut aus.

Normalerweise ist es etwas verrückt, bei 24 oder 25 Grad West zu passieren. Aber bei diesen Bedingungen sah es wie eine gute Möglichkeit aus. Besonders weil wir mit gut 200 Meilen Luvabstand zur Konkurrenz danach einen so guten Winkel gehabt hätten. Wir könnten tiefer und schneller segeln.

Ein wenig hatte die Entscheidung auch mit unseren Ruderproblemen knapp vor den Kapverden zu tun. Wir beschädigten unseren Code 5 Spi und mussten deshalb etwas höher halten. Dadurch wurde unser Doldrums Zugang auch bestimmt. So waren es zu 70 Prozent Taktik und zu 30 Prozent die Umstände.

Wenn wir jetzt die Doldrums verlassen hätten, wäre es ein großer Erfolg. So müssen wir sehen, wo wir schließlich auskommen. Auf jeden Fall haben wir etwas den Anschluss an die führende Gruppe verloren schon nach unserem Problem mit dem Fall kurz nach dem Start. Und wenn man etwas zurück liegt, muss man etwas tun. Das haben wir gemacht. Es war ein kalkuliertes Risiko und sah wie die beste Option für uns aus.”

Barcelona World Race Tracker

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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