Sodebo bei der Jules Verne Trophy: Schaden in der Nacht – Es wird knapp mit dem Rekord

Schreckmoment

Thomas Coville und seine sechs Crewmitglieder auf Sodebo haben in der vergangenen Nacht einen Schaden erlitten, der sie den Rekord kosten könnte. Dabei haben sie in der Endphase des Jules-Verne-Versuchs ohnehin mit komplizierten Bedingungen zu kämpfen. Wie die Chancen stehen.

Noch gut eine Woche auf See, dann steht langsam fest, ob es Coville und seinen Mannen gelingt, ihren Rekordversuch erfolgreich abzuschließen. Sicher ist: Es läuft gerade nicht optimal. Bei der Umfahrung des St.-Helena-Hochs sackte die Geschwindigkeit für längere Zeit auf unter 15 Knoten ab und der Vorsprung auf 150 Meilen zusammen. Die Crew musste hart kämpfen, um noch eine Chance zu haben.

Schwierige Phase bei der Umfahrung des St.-Helena-Hochs mit zahlreichen Manövern

Und dann erlitt Sodebo noch einen Schaden: In der Nacht brach die Verbindung des J Zero zum Bugspriet und riss mit der Rollleine einen Teil des Bugkorbs ab. Das Segel fiel auf das Deck des Mittelrumpfes. Hektisch musste die Rollanlage repariert werden. Es entstanden zwei Risse am Segel, die geflickt wurden. Außerdem musste die Crew einen haltbaren Spleiß erstellen, um den Hals des Segels wieder befestigen zu können.

Bei der Reparatur des Segels © Sodebo

In der Zwischenzeit ist man jedoch endlich in den Bereich der stabileren Passatwinde gelangt, für die das kleinere J1 das bessere Segel ist. Die Geschwindigkeit ist wieder deutlich angestiegen und der Vorsprung wuchs erneut auf über 300 Meilen an. Aktuelle Berechnungen ergeben eine mögliche Ankunft in der Nacht von Samstag, den 24., auf Sonntag, den 25. Januar. Das würde einer Zeit von 39 oder 40 Tagen entsprechen – ein neuer Rekord.

Die Routing-Optionen.

Stichzeit ist der 25. Januar um 20:31 Uhr. Es geht also um wenige Stunden. Insbesondere im Nordatlantik hatte IDEC Sport 2017 eine starke Zeit vorgelegt. Weitere bremsende Schäden kann sich die Crew nicht leisten.

© Sodebo

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