Gerade erst haben Sodebo und The Famous Project ihre Jules-Verne-Weltumrundungen inmitten von Orkan Ingrid beendet, da wird bekannt, dass sie auf den letzten Meilen auch auf treibende Container hätten treffen können. Es gibt eine Warnmeldung.

Für die Highspeed-Segler auf der Rekordbahn um die Welt gelten schlafende Wale und Treibgut wie über Bord gefallene Container als größte Gefahr. Die beiden Ultim-Trimarane sind jüngst nahezu ungeschoren davongekommen. Nur die Frauencrew hatte eine Begegnung mit einem Fischernetz, in deren Folge schließlich auch das Steuerbord-Foil beschädigt wurde.

Dass es aber auch ganz anders hätte kommen können, zeigt die jüngste Warnmeldung aus dem Seegebiet der sogenannten NAVAREA II. Es umfasst den Nordostatlantik, die Biskaya und die Gewässer vor der Westküste Afrikas. Auf der genauen Position 47-34.19N 008-54.13W sollen vier treibende Container gesichtet worden sein, also fast genau in der Einflugschneise der beiden Maxi-Trimarane.

Am Montag gab das zuständige Service Hydrographique et Océanographique de la Marine (SHOM) in Frankreich die Warnung „CONTAINER ADRIFT“ heraus. Um 03:39 UTC seien vier treibende Boxen auf der Position gesichtet worden. Die Anweisung lautet: „NAVIGATE WITH CAUTION“. Inzwischen ist die Meldung nach drei Tagen gelöscht worden, was automatisch passiert, wenn keine erneuten Sichtungen vorliegen. Aber man muss wohl davon ausgehen, dass sich die Container nicht in Luft aufgelöst haben oder gesunken sind.

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