„Ethel von Brixham“ Havarie: 135 Jahre altes Traditionsschiff wird geborgen

„Zur weiteren Verwertung an Land“

Die unglückliche Geschichte der Ethel von Brixham nähert sich ihrem Ende. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe-Nordsee hat die endgültige Bergung für das Wochenende in Auftrag gegeben. Ein letztes Video zeigt die traurige Lage des ehemals stolzen Zweimasters.

 
 
 
 
 
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Bevor am Montagabend nächster Woche der Wind bei der Kugelbake vor Cuxhaven auf westliche Richtungen umschlägt und mit zunehmender Stärke die gestrandete Ethel von Brixham auseinanderbrechen könnte, soll der Schoner am Wochenende geborgen werden. Das wurde vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe-Nordsee bekannt gegeben.

"Ethel von Brixham"
Die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr auf dem Leitdamm. © FF-Duhnen-Stickenbüttel / FOS

Die juristischen Rahmenbedingungen seien geklärt worden, und nach einem Vergabeverfahren wurde „ein Fachunternehmen mit der Entfernung des Havaristen aus der Bundeswasserstraße beauftragt“, heißt es in einer Mitteilung. Mit mehreren Spezialgeräten, wie einem Schwimmkran und weiteren Hilfsschiffen, soll der Zweimaster „zur weiteren Verwertung an Land“ gebracht werden. Das klingt nach wenig Überlebenschancen für den Oldtimer.

Ethel von Brixham
Ethel von Brixham in der eisigen Elbe. © flywithmitchy

Der Auftragnehmer habe das WSA Elbe-Nordsee mit einem abgestimmten Bergungskonzept überzeugt. Dieses sehe unter anderem den Einsatz mitgeführter Ölauffangtechnik vor, um auf einen möglichen Austritt von Schadstoffen reagieren zu können. Obwohl das THW mit Hilfe der Feuerwehr bereits 300 Liter Diesel abpumpen konnte, werden noch viele hundert Liter in den Tanks vermutet. Eventuelle Wrackteile, die sich während der Bergung vom Schiffskörper lösen, sollen durch bereitstehende Schiffe aufgenommen werden.

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