Der Fall Philipp Buhl: Zwischen Weltklasse und Existenzkampf

„Ich jammere nicht…“

Philipp Buhl kämpft nach dem Verlust des Kader-Status „um seine Existenz“, wie er es selbst nennt. Seine Karriere steht auf der Kippe – obwohl er bei den ersten beiden ILCA-7-Grand-Slams bestätigt hat, in der härtesten aller olympischen Segeldisziplinen zu den Medaillenanwärtern zu gehören.

Philipp Buhl
Philipp Buhl bei der Rollhalse. © felix diemer

„Ich jammere nicht – aber ich spreche offen über meine Situation. Vielleicht entsteht genau daraus eine neue Möglichkeit.“ So kommentiert Philipp Buhl einen Artikel in der Allgäuer Zeitung, in dem er offen über seine aktuelle schwierige Situation spricht. Das Ziel: die Finanzierung seiner aktuellen Olympia-Kampagne für 2028, die aktuell von der Oceania Sailing Federation gegenüber World Sailing mit umgerechnet 300.000 Euro für vier Jahre beziffert wurde.

Philipp Buhl hatte nach der obligatorischen Pause, die viele Olympioniken nach einer intensiven Kampagne zum Aufladen der Batterien benötigen, seinen Kaderstatus verloren. Sein enttäuschendes Olympia-Ergebnis 2024 (13.) reichte den Verantwortlichen beim Deutschen Segler-Verband nicht aus, um die Mitgliedschaft im Olympiakader zu verlängern. Die WM in China 2025 hatte er ausgelassen, und die EM 2025 verlief mit Rang 14 wenig vielversprechend.

Philipp Buhl
Ekstase des Siegers als Weltmeister 2020. Philipp Buhl will weiter alles dafür geben, solche Momente zu erleben. © buhl

Sollte der 36-jährige dreifache Olympiateilnehmer sein Pulver verschossen haben? Als es auch noch zwischen dem Weltmeister von 2020 und seinem langjährigen Erfolgscoach Alexander Schlonski krachte, verlor der in Kiel lebende, gebürtige Allgäuer seine Unterstützung im Verband.

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