Sollte es wieder so passieren wie in Rio? Ein guter erster Tag für das deutsche Team. Platz vier nach vier Rennen als starke Basis für eine Finalteilnahme unter den Top drei – und dann geht das erste Rennen des Sonntags ziemlich daneben.

Platz neun nach einem harten Penalty in der Nachstartphase hätte schon das neuerliche Aus für die Finalträume sein können. Im Zweikampf mit der Brasilianerin Martine Grael am Steuer entscheidet die Jury auf ein Foul. GER als Luvboot soll sich vom Leeboot nicht ausreichend freigehalten haben.




Es kann nur um Zentimeter gehen. Die Schiedsrichter sehen auf der anderen Seite der Welt in ihrem britischen Office auf ihrem Umpire-Tool die Abstände aber genau. Sie sind überzeugt, dass es eine Regelverletzung gibt.
Die Folge ist brutal. Statt Platz vier auf dem ersten Vorwindkurs zu behaupten, muss sich GER hinter BRA zurückfallen lassen. Aber das dosierte Abbremsen gelingt nur mit Mühe. Am Leetor liegen Erik Heil und sein Team auf dem letzten Platz 12.

Das einzig Positive an der Situation: USA und CAN, die direkten Gegner im Kampf um Gesamtplatz drei, liegen auch nur knapp voraus. Kämpfen lohnt sich! Und das gelingt dem Germany Team Deutsche Bank an diesem Tag bravourös. Platz neun in diesem Rennen ist zwar hart, aber die Amis und Kanadier können noch überholt werden. Sie landen auf den Plätzen 10 und 12 – das sind echte Big Points am Ende des Feldes. Das Spiel ist noch offen, auch wenn sich nun die bisher so starken Briten einmischen können.
Das nächste Rennen startet kaum besser. Eine gute Positionierung am Start, aber zu wenig Speed führt dazu, dass es im verwirbelten Wind der voraussegelnden Boote viel zu lange nicht gelingt, ins Fliegen zu kommen. Wieder nur Platz 10 am ersten Gate, und die Kanadier liegen vorne auf Rang 2, Briten und Amis auf 7 und 8. Wieder hat sich das Team enormen Druck aufgeladen. In der Live-Gesamtwertung rutschen sie zwischenzeitlich auf Rang 6 zurück.


Schreibe einen Kommentar