Hollywood entdeckt den SailGP: Ryan Reynolds und Hugh Jackman werden zu Segel-Stars

„Action, Komödie und Herz“

Disney+ kündigt eine Dokumentarserie über das australische Flying-Roos-Team an. Nach einer Mitfahrt auf dem foilenden F50 ist Reynolds überzeugt: Mehr Menschen sollten diesen Sport kennenlernen. 

Nach seinem ersten Ritt auf einem F50-Katamaran scheint der Hollywood-Star Ryan Reynolds vom SailGP-Virus infiziert zu sein. Nun kündigt Disney+ eine neue Dokumentarserie über die Rennserie an, in der Reynolds, Hugh Jackman und das australische Team BONDS Flying Roos die Hauptrollen spielen.

Reynolds ist längst bekannt dafür, sportliche Projekte medienwirksam in Szene zu setzen. Mit dem Fußballklub Wrexham AFC und seinem Engagement in der Formel 1 beim Alpine-Team hat er bereits bewiesen, wie sich Sport und Unterhaltung erfolgreich verbinden lassen. Nun soll SailGP von diesem Effekt profitieren.

Auslöser für die neue Zusammenarbeit dürfte auch Reynolds‘ eigener Eindruck vom Segelsport gewesen sein. Bei einem sogenannten „Sixth Sailor Experience“ durfte er mit dem australischen Team auf dem 50 Fuß langen Highspeed-Katamaran mitsegeln. Unter Anleitung von Olympiasieger und SailGP-Star Tom Slingsby erlebte der Schauspieler Geschwindigkeiten von mehr als 45 Knoten.

Ryan Reynolds SailGP
Ryan Reynolds bei seinem Team an Bord. © Ricardo Pinto for SailGP

„Das war unglaublich, eine der verrücktesten Erfahrungen meines gesamten Lebens“, sagte Reynolds anschließend. Wenige Tage später folgte die Ankündigung einer bislang namenlosen Disney+-Dokuserie.

Die Produktion begleitet die australischen BONDS Flying Roos und ihre prominenten Miteigentümer Hugh Jackman und Ryan Reynolds während einer SailGP-Saison. „Das ist unsere erste Zusammenarbeit seit Deadpool & Wolverine“, erklärte Reynolds. „Und wir erwarten erneut Action, Komödie und Herz – diesmal allerdings mit deutlich mehr Wasser.“

SailGP versucht seit Jahren, den Segelsport für ein breiteres Publikum attraktiv zu machen. Die spektakulären F50-Katamarane erreichen Geschwindigkeiten von weit über 50 Knoten und liefern Bilder, die eher an die Formel 1 auf dem Wasser erinnern als an klassische Regatten.

Auch Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi an Bord

Dabei setzt die Serie zunehmend auf prominente Gäste. Auch Schauspieler Ewan McGregor der Darsteller von Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi in den Star Wars-Prequels nutzte jüngst in New York die Gelegenheit zu einer Mitfahrt. Gemeinsam mit seinem Jugendfreund Eric Strickland bereitete er sich damit auf die Dreharbeiten zur neuen Serie „True Wind“ vor, in der beide ein Transatlantik-Abenteuer unter Segeln bestreiten wollen.

Ewan McGregor SailGP
Ewan McGregor in New York auf dem britischen F50. © SailGP

An Bord des britischen Emirates-GBR-Teams erlebte McGregor ebenfalls die Wucht der foilenden Katamarane. „Es ist ein außergewöhnlicher Adrenalinstoß“, sagte er nach Geschwindigkeiten von über 40 Knoten. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den Kräften in den Manövern: „Die Geschwindigkeit und die G-Kräfte in den Kurven sind unglaublich. Man merkt sofort, dass man eigentlich keine Ahnung hat, was hier passiert. Es war eine großartige Segel-Lektion.“

Für SailGP könnte die Disney+-Produktion ein weiterer wichtiger Schritt sein, um den Segelsport aus seiner Nische zu holen. Wenn Reynolds‘ Einschätzung stimmt, steht dem breiten Publikum tatsächlich noch eine Entdeckung bevor.

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