Nach einem brutalen Wochenende bei The Ocean Race Atlantic kommt die Flotte am Montag deutlich langsamer voran. Vor den Azoren bildet sich eine große Schwachwindzone, die das Rennen komplett neu mischen könnte. DMG MORI Global One hat die Führung übernommen, während sich Malizia wieder in Schlagdistanz arbeitet.

Die sechs Teams beim Ocean Race Atlantic haben die harten Tage auf dem Nordatlantik einigermaßen überstanden, und das Rennen tritt nun in eine neue Phase ein. Bei gut 14 Knoten Wind hat die vierköpfige Führungsgruppe die Schoten dichtgenommen und kreuzt Richtung Osten. Dabei kann insbesondere DMG MORI seine strategisch bessere südliche Positionierung in einen Vorteil verwandeln. Der erarbeitete Standort in Luv wird mit dem richtdrehenden Wind immer wertvoller.

Dabei hatte sich der Rückstand des japanischen Bootes im Verlauf des Sonntags ohne ersichtlichen Grund von 30 auf 70 Meilen vergrößert. Offenbar drückt Kojiro Shiraishi immer wieder auf die Bremse. Nicolas Lunven bestätigt das am Sonntag: „Ich bin ziemlich zufrieden mit der Situation, in der wir uns befinden.“ Dabei bezieht er sich insbesondere auf den Zweikampf mit Malizia. „Es ist interessant, diese beiden Boote zu vergleichen. Malizia liegt direkt hinter uns, weiter nördlich.“ Zu diesem Zeitpunkt segelte Malizia nach dem Foilschaden knapp 50 Meilen achteraus.
Tracker The Ocean Race Atlantic
Kurz danach parkten die beiden Führungsboote allerdings bei leichterem Wind ein, und DMG MORI zog höher und übernahm die Führung. Malizia segelt inzwischen immer noch 70 Meilen achteraus, hat aber insgesamt zur Vierergruppe aufgeschlossen. Die Führungsposition von DMG MORI erstaunt. Denn in den vergangenen Tagen hat das Boot noch nicht besonders überzeugt.

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