Die IMOCA-Szene gerät unter Druck. Mehr als 50 Boote sind grundsätzlich für den nächsten Vendée-Globe-Zyklus geeignet, gleichzeitig finden selbst moderne Yachten nur schwer neue Käufer. Innerhalb der Klasse wird deshalb über einen drastischen Schritt diskutiert: Für den Zyklus 2029 bis 2032 könnten Neubauten begrenzt oder sogar zeitweise gestoppt werden.

Die IMOCA-Klasse steht vor einer Frage, die vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre. Muss ausgerechnet eine der innovativsten Entwicklungsklassen des Segelsports den Bau neuer Boote bremsen, um ihren eigenen Markt zu stabilisieren?
Der Hintergrund ist vor allem wirtschaftlicher Natur. Zur Route du Rhum, die am 1. November 2026 startet, sind 23 IMOCA gemeldet. 2022 waren es noch 38. Gleichzeitig besteht die Flotte inzwischen aus mehr als 50 Booten, die aufgrund ihres Baujahres grundsätzlich für den kommenden Vendée-Globe-Zyklus infrage kommen. Nach Angaben von IMOCA-Präsident Antoine Mermod könnten derzeit etwa 55 bis 57 Boote ein gültiges Vermessungszertifikat erhalten. „Das ist enorm“, sagt Mermod gegenüber französischen Medien.

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