Coronalage an der Ostsee: Was ist erlaubt, was nicht?

Noch nicht ganz, aber bald

Der Sommer ist endlich da, die Inzidenzen sinken und die Impfquote steigt. Wie sieht es also mit der Segelei an der Ostsee aus? Dürfen Segler einfach so nach Dänemark oder Schweden segeln? Wir haben recherchiert.

Dänemark und Schweden. So nah und doch so fern?
Bild: shutterstock / Kalman

Dänemark

Seit unserem letzten Update zu Dänemark haben sich nur Kleinigkeiten geändert. So ist das Bundesland Schleswig-Holstein auf den Status „Gelb“ heruntergestuft worden, während der Rest Deutschlands weiterhin als „Orange“ geführt wird. Das bedeutet für Schleswig-Holsteiner, dass sie mit einem negativen Coronatest einreisen dürfen und sich nicht in Selbstisolation begeben müssen. Für Einreisende aus anderen Bundesländern gilt weiterhin, dass sie sich in Selbstisolation (10 Tage) begeben müssen. Ausnahmen gibt es aber für Genesene und vollständig geimpfte Personen, deren letzte Impfung mindestens zwei Wochen zurückliegt. Der verabreichte Impfstoff muss eine EMA-Zulassung haben.

Laut dem Öffnungsplan der Dänen soll am 26. Juni 2021 auch für Reisende aus anderen Bundesländern bzw. Ländern innerhalb der EU die Selbstisolation wegfallen.

Schweden

Für die Einreise nach Schweden ist ein negativer Coronatest nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Am fünften Tag nach der Einreise soll erneut ein Test durchgeführt werden. Ebenso wird empfohlen (sic!) sich für sieben Tage in Selbstisolation zu begeben.

Stettiner Haff und Polen

Die Passage von Berlin und Brandenburg nach Mecklenburg-Vorpommern bzw. auf die Ostsee über Polen und zurück unterliegt einigen Regeln, ist aber unter bestimmten Bedingungen ohne Anmeldung möglich.

Laut dem Polnischem Fremdenverkehrsamt ist der Stand der Dinge derzeit der, dass Wassersportler aus Deutschland aus touristischen Gründen zu jeder Zeit die Grenze auf dem Wasser überschreiten dürfen, wenn sie auf die Ostsee fahren oder im Transit von der Bundesrepublik Deutschland via Polen in die Bundesrepublik Deutschland sind. Das betrifft zum Beispiel die Passage der Oder zwischen Gartz und dem Stettiner Haff und zwischen Haff und Ostsee. 

Die Besatzung und die Passagiere müssen dabei entweder einen höchstens 48 Stunden alten negativen Test oder einen Nachweis, dass sie voll geimpft sind oder Corona schon hatten, mit sich führen. Die Dokumente müssen auf Englisch oder Polnisch vorliegen. 
Von deutscher Seite aus gilt Polen seit dem 30. Mai nicht mehr als Risikogebiet.

Doch selbst wenn sich das wieder ändern sollte, gelten unter Umständen Ausnahmen von der Anmelde,- Test,- und Nachweispflicht sowie der Quarantänepflicht, wie sie in der derzeit gültigen Corona-Einreiseverordnung vom 12. Mai festgehalten ist. Nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums sind die entscheidenden Ausnahmen in zwei Paragraphen festgehalten: Die Pflichten gelten nicht für Personen, die „1. durch ein Risikogebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten, […] 6. sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen.“ 

Allerdings ist im Moment noch zu berücksichtigen, dass touristische Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern mit Beherbergung erst ab dem 14. Juni wieder erlaubt sind. Derzeit dürfen nur Inhaber eines Dauerliegeplatzes die Häfen anlaufen. Ab dem 14. Juni ist das auch Gastliegern wieder möglich.  

Ein Kommentar „Coronalage an der Ostsee: Was ist erlaubt, was nicht?“

  1. avatar Wildcard sagt:

    Deutschland ist seit gestern „gelb“, d.h. Einreise nach DK ist ohne Quarantäne möglich.

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