Sicherheitswarnung für Sun Odyssey-Yachten: Untersuchung bestätigt Bugstrahlruder-Problem

"Ertrinkungsgefahr"

Nachdem die Sun Odyssee 410 von Santiano-Geiger Peter Sage und seiner Frau in der Kieler Bucht gesunken war, hatte die Werft keinen Zusammenhang mit einer vorherigen Rückrufaktion gesehen. Nun ist das anders.

Das Tochterboot STEPPKE Santiano Geiger Pete Sage und seine Ehefrau von ihrem Dinghy. Ihre Sun Odyssey war gesunken. © DGzRS

Am 24. März 2023 haben die Seenotretter der Station Laboe bei starkem Wind bis sieben Beaufort in der Kieler Bucht vor Schönberg Peter Sage und seine Frau gerettet nachdem ihre Sun Odyssey gesunken war. Der Musiker gehört zu den regelmäßigen DGzRS-Spendern und ist seit 2024 mit seiner Band als offizieller Botschafter dabei.

Sage Santiano Untergang

Der Moment des Untergangs. © Sage

In diesem Zusammenhang zeigt er Bilder vom Untergang. als er auf dem Weg von Heiligenhafen nach Olpenitz war. „Meine Frau ging nach unten ins Schiff, um etwas zu trinken zu holen. Plötzlich wurden ihre Füße von einem Wasserschwall umspült“, erzählt er gegenüber der DGzRS. Daraufhin habe sie die Bilgepumpe eingeschaltet, doch das Wasser sei schnell weiter angestiegen. „Mit Schrecken habe ich erkannt, dass der Wassereinbruch nicht mehr zu stoppen war.“

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Sicherheitswarnung für Sun Odyssey-Yachten: Untersuchung bestätigt Bugstrahlruder-Problem“

  1. pl_ready-about sagt:

    Merkwürdiger Schiffbau! Zugepflastert mit Sicherheitszertifikaten und dann so eine Katastrophe. Man sollte lernen, beim Bootskauf auf die entscheidenden Dinge zu achten. Die Farbe der Gardinen sind auf dem Meer nicht so wichtig. Ein Bugstrahlruder habe ich bei diesen „Böötchen“ ohnehin nie verstanden. Unter anderem auch nicht die ganzen Seeventile, die ein Schiff von unten wie einen Schweizer Käse aussehen lassen.

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  2. Sven 14Footer sagt:

    Ohje, der Unfall war im März 2023. Die Eigner der betroffenen Boote sind die ganze Saison 2023 und bis in den Mai 2024 mit ihren Schiffen gesegelt. Nun solle mit den Schiffen nicht mehr gefahren werden, weil es zu gefährlich ist. Die vergangenen 13 Monate waren kein Problem???
    Ich sehe diese lange Zeit, bis es zur Sicherheitswarnung und dem Rückruf kommt, sehr kritisch!

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  3. PL_huthmann79 sagt:

    Sehr geehrter Herr Kemmling,

    vielen Dank für diesen Artikel. Allerdings sollten Sie in Ihrem Artikel klarstellen, dass es sich nicht um ein Sleiper-Sidepower Problem handelt, sondern um einen Einbaufehler der Werft.
    Wenn diese Burgstrahlruder nach den Vorgaben von Sidepower eingebaut werden, ist so ein massiver Wassereinbruch ausgeschlossen.

    mit freundlichen Grüßen
    Georg H.

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  4. PL_kristian.raue sagt:

    der Link zu den Bildern funktioniert nicht

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