Kitesegeln: Holländer bauen Boot mit Kite-Antrieb

Drachensegelboot

6,50 m Boot, 20 m Leinen, daran ein Kite-Segel. Ist das die Zukunft des Segelns?

Ganz neu ist die Idee natürlich nicht: Drachensegel ziehen (manchmal) bereits Tanker über die Weltmeere und sorgen bei Kitesurfern naturgemäß für atemberaubenden Speed. Dass nun auch Boote mit der Drachen-Zugkraft fortbewegt werden sollen, ist also durchaus folgerichtig.

Kite Tender, Drachen, Segeln

Kite und Boot = Kite Tender © Kite Tender

Der Amsterdamer Designer Peter Schermer (32) hat bereits vor mehr als einem Jahr einen Entwurf für ein „Kite-Boat“ vorgestellt, der nun von der holländischen Firma „Kite Tender“ als Protoyp realisiert wurde und in Kürze in Serie gehen wird.

Das Boot ist 6,50 m lang  und 2,10 m breit, hat keinen Ballastkiel und logischerweise keinen Mast.

Der „Kite Tender“ muss von zwei Personen gesegelt werden: Einer steuert mit Pinne, der andere kümmert sich um den Drachen, dessen Leinen über eine Art Traveller laufen.

Kite Tender, Drachen, Segeln

Nicht auf Geschwindigkeitsrekorde ausgerichtet, aber flott unterwegs © Kite Tender

Das “Drachenboot” ist minimalistisch ausgestattet und soll vor allem Menschen begeistern, die „offen für neue Formen des Segelns“ sind. 20.000 Euro will Kite Tender-Geschäftsführer Peter Rennssen für das Konstrukt. Nach seinen Aussagen ist das “Kite Boat” nicht für Geschwindigkeitsrekorde ausgelegt, sondern soll vor allem „Abwechslung in die holländische Segelszene“ bringen und durchaus auch den Genusssegler ansprechen.

Noch für dieses Jahr ist eine Kanal-Überquerung mit einem Serien-„Kite Tender“  geplant.

 

 

 

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Michael Kunst

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10 Kommentare zu „Kitesegeln: Holländer bauen Boot mit Kite-Antrieb“

  1. avatar Ketzer sagt:

    Seltsam, ein Boot was nicht wirklich schnell ist (na gut, dass die eine Victoire 22? stehen lassen sei dahingestellt), was man im Trocky segeln muß, weil es so spritzt und was so teuer ist… Vom Handling, bis der Kite mal obene ist ganz zu schweigen. Und die Abwechslung auf dem Wasser wird das sicherlich bringen, wenn sich seine Leinen durch die Segel der anderen schneiden. 😉

    Nee, das wird vermutlich ein Exot bleiben, bzw. kann man mit jeder Jolle selber nachbauen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 1

  2. avatar kritiker sagt:

    Wie hoch kann man damit an Wind?

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  3. avatar Olperer sagt:

    Wenn die Kielkonstruktion wie bei einem gleichen Boot mit Segel ist, dann genauso. Oder besser, denn beim Kite kann der Kiel ja theoretisch aufrechter bleiben.

    Gruss
    Olperer

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  4. avatar Kluchschieter sagt:

    Also witzig finde ich das Teil schon, aber wahrscheinlich, wie Ketzer schon anmerkt, kann man tatsächlich eine fast beliebige Jolle selbst entsprechend umrüsten.

    Was ich mich aber aus traurigem aktuellem Anlass frage… ohne dass das ein Witz sein soll:
    Im Sinne der SeeSchStro: Ist das ein Segelboot oder ein Kiter?

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    • avatar Olperer sagt:

      Ein Segelboot mit Kitesegel und Elektroaussenboarder, geeignet zur Befoerderung von 2 Personen, nicht geeignet fuer enge Turns und zum Jumpen. Es kann auch nicht untergehen, wie ein Kiter ohne Wind.
      Zum Starten und Landen sind natuerlich 30m Raum erforderlich, sowas koennte etwas unsozial in einer Fahrrinne sein. Aber davon abgesehen, es ist ein Segelboot.

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      • avatar Wilfried sagt:

        und hat den Riesenvorteil keinen Mast zu haben. Da kann Mobo-Fahrer dierekt in der Garage einparken

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    • Umrusten haben wir fruher auch gemacht naturlich.
      Aber die volumen von eine normale jol und die krafte darauf sind doch wirklich andere.

      grusse Peter Renssen

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