Abenteuer: Johannes Wiebel foilt im Nacra20F mit Franck Cammas zum Kap Hoorn

"Unglaublich, aber wahr..."

SR Leser Johannes Wiebel (35) hat die Qualifikation zur Julbo Sail Session gewonnen und segelt  im November einen Nacra20 Foiler mit Franck Cammas zum Kap Hoorn. Er setzte sich gegen 250 Bewerber durch und überstand das Finale in La Rochelle.

Julbo Wiebel

Johannes Wiebel darf zum Kap Hoorn foilen. ©Jérémy Bernard

“Unglaublich aber wahr: ich fahre mit Franck Cammas zum CAP HORN !!!!”, jubelt Yo Wiebel. Bei SR hatte er davon gelesen und ist nun Mitglied. “Hallo liebe Segelreporter,…ihr seid mit ‘Schuld’ daran, dass ich zum Cap Horn fahre….vielen Dank dafür!!!!”

Der Münchener, der als Architekt in Zürich arbeitet, kann es kaum fassen, dass er die Herausforderungen im Finale der besten fünf Bewerber aus Kanada, Frankreich und der Schweiz gemeistert hat. Aber America’s Cup Skipper Franck Cammas sagt: “Johannes schien dieses Abenteuer noch ein wenig mehr zu wollen, als die anderen Kandidaten.”

Wettkampf an der Rudermaschine. ©Jérémy Bernard

Wettkampf an der Rudermaschine. ©Jérémy Bernard

Wiebel ließ seine Fähigkeiten intensiv testen bei Balance-Übungen, im Kraftraum oder beim Nacra20F Segeln. Und er überzeugte die Juroren der Brillen-Firma Julbo. Die hilft in jedem Jahr einem ihrer gesponserten Athleten dabei, sich einen Traum bei einem außergewöhnlichen Sportereignis in Begleitung eines ausgewählten Amateurs zu erfüllen. In diesem Jahr war Franck Cammas an der Reihe, und er will nach Kap Hoorn.

Wiebel überzeugte in der ersten Qualifikationsphase besonders durch sein Bewerbungsvideo, das von allen Interessenten verlangt wurde. Es zeigt ihn unter anderem beim Moth Segeln. Aber er hat auch schon im 49er den Zürichsee umrundet.

Die französische Segellegende (l.) und Johannes Wiebel (r.) ©Jérémy Bernard

Die französische Segellegende (l.) und Johannes Wiebel (r.) ©Jérémy Bernard

“Im vergangenen Winter versuchte ich mit meiner Freundin den 49er Rekord um den See zu brechen. Wir sind bei Schnee, Regen und starkem Wind gesegelt und beim sechsten Versuch haben wir es dann geschafft.”

Für die Qualifikation hat Wiebel sieben Kilogramm Körpergewicht zugelegt, um auf das geforderte Gewicht zu kommen, mit dem sich der Nacra20 auch im Sturm am Kap Hoorn beherrschen lässt.

Wiebel auf dem Nacra 20 Foiler, mit dem er zum Kap Hoorn segelt. ©Jérémy Bernard

Wiebel auf dem Nacra 20 Foiler, mit dem er zum Kap Hoorn segelt. ©Jérémy Bernard

Die Herausforderung

Oft wird Feuerland von Stürmen aus der Antarktis getroffen. Aus dem Hafen von Puerto Williams muss die Expedition Puerto Toro erreichen. Dieses Dorf mit etwa 50 Bewohnern ist die südlichste Gemeinde der Welt (mit Ausnahme der Forschungsstationen). Es liegt 3875 km vom Südpol entfernt und ist das einzige Dorf, das unter dem 55sten Breitengrad liegt.

Der Nacra F20 CarbonFCS und dasUnterstützungsboot werden so weit fahren bis sie in der Nähe von Kap Hoorn ankern können. Dort bereiten sie sich darauf vor, das berühmte Kap, an dem sich Atlantik und Pazifik treffen, zu runden. Das Duo bestehend ausFranckCammas undseinem Mannschaftskamerad wird insgesamt fast 100 Seemeilen auf dem fliegenden Katamaran in dem eiskalten Wasser Patagoniens fahren.

Die Route zum Kap. © Julbo

Die Route zum Kap. © Julbo

Cammas und seine Mannschaft werden nicht nur das mythische Kap runden. Nach dieser sportlichen Herausforderung werden sie am Kap Korn an Land gehen und den Leuchtturmwärter und seine Familie treffen.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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