Anders leben: Elayna und Riley als Törn-Guides – Lieblingsziele der Social Influencer

Top 5 unter den Segelrevieren

Wo die Wale kalben, Babys einander ohrfeigen, Barrakudas auf Beute lauern, man in den Lagunen fast alleine ankert und die Wasser tatsächlich glas-klar sind! 

Selbstverständlich müssen wir die beiden NICHT mehr vorstellen: Elayna und Riley, die beiden australischen Weltenbummler, sind seit Jahren DIE segelnden Social-Influencer. Ihre alle zwei Wochen erscheinenden Videos schaffen häufig jeweils mehrere Millionen Klicks und ihr YouTube-Kanal wurde von 1,2 Millionen Fans abonniert. 

Immer strahlend – sogar mit Ferkel auf dem Arm ! © la vagabonde

SegelReporter begleitet die beiden seit Beginn ihrer Reise (SR-Artikel-Auswahl). Und wir geben gerne zu, dass wir damals dem Charme der beiden jungen, unbekümmerten und unerfahrenen Australier erlegen sind, die sich auf Griechenland kennen gelernt haben und dann einfach mal lossegelten  – „wird schon irgendwas draus werden.“

Vor allem ihre Chuzpe, ohne jegliche Segelahnung auf einem gerade erst in Italien erstandenen, gebrauchten 43-Fuß-Boot quer durchs Mittelmeer und dann gleich mal raus und über den Atlantik zu segeln, hatte mehr als Eindruck gemacht. 

Hier wird die vielleicht wichtigste Frage ein für alle Male geklärt: Wie duschen die “Vagabonden” an Bord?

Zudem die beiden mit ihren damals schon professionell gedrehten Videos immer den Eindruck hinterließen, dass sie nichts anders als nur mal eben ihren Traum leben wollen. Was ihnen von einer stetig wachsenden Fan-Gemeinde durchweg gegönnt wurde. 

Von lässigen Bummlern zu Social Influencern

Nun, all’ das hat sich mittlerweile geändert. Mit immer beeindruckenderen Klickzahlen entdeckten die beiden zunächst die große, weite Welt der angeblich so Sozialen Medien und fingen an, zumindest so viel Geld mit ihren Videos zu verdienen, dass genug Kleingeld fürs Überleben an Bord zusammenkam.

Ihre jahrelange Reise ging bis in die pazifische Südsee, ihre konsequent fortgeführter Video-Kanal war sympathisch, offen und ehrlich. Der Rest ist Geschichte. Aufgrund ihrer medialen Erfolge wurden Elayna und Riley attraktiver für Werbungstreibende mit Produkten aller Art.

Und als sie von einer Französischen Luxus-Katamaran-Werft das (unmoralische?) Angebot bekamen, mit einer ihrer Luxus-Fahrten-Yachten die Reise sozusagen nochmals zu wiederholen, waren sie endgültig im Olymp der Social Influencer angekommen. Man muss sich das mal vorstellen: 2014 mit null Ahnung losgesegelt und ein paar Jahre später Werbeikone Nr.- 1 für eine Luxus-Yacht-Werft!

Mal eben schnell nach Frankreich jetten, um bei der Werft-Regatta als VIP-Familie mitzumachen. (äh, und der CO2-Fußabdruck?)

Also wurde die erste Route nochmals auf zwei Rümpfen abgesegelt. Mittelmeer, Atlantik, Karibik – die Videos wurden noch professioneller, aber irgendwie auch glatter, geschliffener. 

Und als dann auch noch Nachwuchs an Bord kam, war die Idylle endgültig perfekt: Junge Familie auf luxuriöser Yacht lebt das freie, unbekümmerte Leben der Weltenbummler. Die sonnige Seite des Lebens, dargestellt im HD-Hochglanz-Format. Wenn dann doch manchmal die eine oder andere Stress-Träne bei Elayna fließt, dann fragt man sich schon, wie lange die junge Mutter dafür Zwiebeln schneiden musste. 

Videos, die (manchmal) süchtig machen

Doch allzu bissig soll das hier nicht klingen. Denn dem Charme der Zweieinhalb kann man sich auch heute noch nur schwer entziehen. Ihre weiterhin erfrischende Art, wie sie von ihrem wahrhaft traumhaften Leben erzählen und berichten, macht manchmal fast schon süchtig: Man will eigentlich längst auf „Stopp“ klicken, aber dann geht Elayna mal eben mit der Harpune das Mittagessen jagen oder Riley steuert den Kat lässig-locker mit dem Baby auf dem Arm durch die Riffe in eine märchenhafte Lagune. 

Ein Tag im Leben “ganz gewöhnlicher” Weltenbummer

Entsprechend können wir also weiterhin einen Blick auf den Youtube-Kanal von „Sailing La Vagabonde“ empfehlen. Manche Episoden sind wirklich sehenswert. Wie zum Beispiel die Top Five ihrer Lieblings-Segelreviere (Video oben).

Obwohl – kann man sie da wirklich ernst nehmen? Der eine oder andere Spot ist dabei, der mit Sicherheit ein Top-Ranking verdient hat. Aber will man Elayna und Riley wirklich noch eine gewisse objektive Wahl ihrer Destinationen glauben, wenn sie im gleichen Video penetrant und platt für eine weltweit operierende Charterflotte werben? Die dann rein zufällig genau dort, wo sich die „la Vagabonde“-Segler angeblich am wohlsten fühlen, eine Charter-Basis betreiben?

Doch seien wir nicht allzu streng. Denn mal ehrlich: In dem Alter mit einer Weltumseglung auch noch Geld verdienen? Welche Segler werden da nicht schwach? Und das Bisschen „soziale Einflußnahme“ wäre dann auch noch auszuhalten.

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Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier

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