ARC-Unglück: Einzelheiten zur Ursache – Weitere ARC-Yacht muss aufgegeben werden

"Mayday - ich bin überzeugt einen Alptraum zu haben"

Nach dem tragischen Todesfall bei der Atlantic Rally for Cruisers ist es zu einer weiteren Rettung gekommen. Fünf Segler mussten von einer Hanse 588 evakuiert werden.

Die X4.3 Agecanonix beim ARC-Start. © WCC

Fünf Tage nach dem tragischen Unfall des französischen Seglers Max Delannoy auf der X4.3 “Agecanonix” treibt eine weitere Teilnehmer-Yacht bei der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) ohne Besatzung auf dem Atlantik. Die Hanse 588 “Charlotte Jane III” wurde von ihrer fünfköpfigen britischen Besatzung aufgegeben, nachdem beide Ruder nicht mehr zu bedienen waren.

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „ARC-Unglück: Einzelheiten zur Ursache – Weitere ARC-Yacht muss aufgegeben werden“

  1. avatar PL_fastek-europe sagt:

    Moin… hab mich angemeldet und kann trotzdem den Artikel „Mayday – bin überzeugt einen Alptraum zu haben“ nicht lesen…. Wie kommst ? Fg Reinhard

  2. avatar PL_martin008 sagt:

    Die Schilderungen bekräftigen meine Bedenken mit einem Modernen Großserienboot über den Atlantik zu fahren.
    Erschreckend, dass so viele “große” Yachten technische und Situation unlösbare Probleme haben.
    Natürlich handelt es sich auch um eine Regatta, dennoch sollten die Crews erfahren genug sein, um die Schiffe nicht zu sehr zu pushen.

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  3. avatar Lankhorst sagt:

    Warum hat kein anderes Boot die Charlotte Jane III abgeschleppt, wenn die Crew schon selbst nicht in der Lage war, ein Notruder zu bauen? Da segeln hunderte Yachten im Pulk über den Ocean und keiner hilft? Traurige Seemannschaft, sowohl die Aufgabe der teuren Yacht als auch die fehlende Hilfestellung.

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    • avatar brahms sagt:

      Normale Segelyachten sind ja konstruktiv nicht dafür vorgesehen, andere (nicht gerade kleine) Segelyachten über tausende Kilometer über den Atlantik zu schleppen. Das kann man mal für eine kurze Entfernung machen, aber nicht Tage oder, wenn man die Tempoverringerung mitdenkt – wochenlang. Außerdem wird dann die Verpflegung für alle knapp. Ich würde mein Boot auch nicht dafür hergeben. Notruder: Auch hier wieder: Über Tausende von Kilometern? Wird wohl nicht funktionieren. Wohl dem der mit der Windfahne noch über ein funktionierendes zweites Steuerruder verfügt. Können aber auch nicht alle Ausführungen.

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      • avatar Lankhorst sagt:

        Susanne KoberMurphy hat die Yacht ihres Ehemannes 800 sm durch die Tasman See geschleppt. Im Passat dürfte das auch wohl gehen. Auf den anderen 100 Yachten im Pulk dürfte wohl Verpflegung genug sein. Und warum hatte die Yacht, im Wert von einer halben Million keine Notruder Vorrichtung? Wir dürfen uns nicht wundern, wenn unsere Versicherungsprämien in Anbetracht fehlender Hilfsbereitschaft und leichtfertiger Bootsaufgaben ins Unermessliche steigen.

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  4. avatar Renato Hertel sagt:

    Nach insgesamt 8 Atlantic Überquerungen kann ich aus persönlichen Erfahrungen berichten. In vielen Fällen sind die Crew-Mitglieder körperlich überfordert. Die Passatwelle aus Ost lässt jede Yacht bei wenig Wind gehörig aufschaukeln. Daraus ergibt sich für viele Mitsegler ein akuter Schlafmangel begleitet mit Langeweile. Wenn der Skipper die ersten Anzeichen nicht erkennt, kann es tragische Folgen haben. Ein gut durchdachter Wachplan mit entsprechenden “bleib aufmerksam-Elementen” ist immer notwendig. Dann ist auch das Anlanden in der Karibik
    sicher und der Segelspass bleibt erhalten. Was bei den vorliegenden Seenotfällen ausschlaggebend für das Versagen war kann nur der nachvollziehen, der dabei war.

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