Es ist schon wieder passiert. Zum fünften Mal hat der Österreicher Norbert Sedlacek (61) seinen Ant Arctic Lab Rekordversuch abgebrochen. Rund 200 Seetage kündigte er an, nie war er länger als 11 Tage auf dem Wasser.
Es ist schon wieder passiert. Zum fünften Mal hat der Österreicher Norbert Sedlacek (61) seinen Ant Arctic Lab Rekordversuch abgebrochen. Rund 200 Seetage kündigte er an, nie war er länger als 11 Tage auf dem Wasser.
Kommentare
35 Antworten zu „Sedlaceks Ant Arctic Lab: Fünfter Abbruch – Das Problem mit der Glaubwürdigkeit“
sagt:
Es gibt so viele Segler die tolle aufregende Törns einfach segeln und vielleicht danach berichten ,oder sich gar nicht mitteilen.
Tja von denen hört man dann auch nichts in den Yachtmagazinen.
Schade ,daß wir nur mehr lauter Vorankünder haben.
Tu es einfach und berichte dann wenn,s was zu berichten gibt. Ist anscheinend nicht Sponsorenwürdig.
Fair Winds
sagt:
Auf der Homepage steht :
„Etwa 8.450 Gesamtseemeilen einhand, nonstop und ohne Hilfe von außen, teilweise in treibeisverseuchten Gewässern mit “ usw., usw.
Wenn man mal auf die Karte schaut, dann führt die Route von Florida nach Frankreich nur durch ein kleines Stück Treibeisgebiet, wenn Großkreis gesegelt wird. Nach den Pilot Charts ist ein Kurs an Bermuda vorbei und ein kleines Stück nördlich der Azoren deutlich besser, als an den Grand Banks vorbei zu segeln. Mit 99,9% Wahrscheinlichkeit wird unser Held auf dem Rückweg also nicht in „treibeisverseuchten Gewässern“ unterwegs sein, sondern deutlich südlicher segeln. Alles also Dummenfang, um Dramatik zu erzeugen.
sagt:
Das ist eh die ganz normale Route die jeder segelt, der im Frühjahr aus der Karibik zurückkommt.
sagt:
Das Sedlacek zur Superlativen und Übertreibungen neigt um sich selbst zu inszenieren, hat sich anscheinend noch immer nicht in der ganzen Branche herumgesprochen. Ich glaube ein Teil des Problems liegt darin, dass viele Medien (Segelmagazine sowie Tageszeitungen) Pressemitteilungen und Texte sehr unreflektiert übernehmen und teilweise 1:1 wiedergeben, in eine ordentliche Recherche wird da oft keine Arbeit investiert. So kommt es, dass Halbwahrheiten zu reißerischen Schlagzeilen werden und falsche Tatsachen zur gedruckten Wahrheit.
Hätten sich einige Medien die Mühe gemacht und zu den Themen Atlantik-Rekorde und Basaltfaser zu recherchiert, und hätten die Redakteure die offensichtlich schlechte Vorbereitung auf das Projekt, sowie Sedlaceks (nennen wir es mal) Talent zum Marktschreien und Geschichtenerzählen etwas kritisch hinterfragt, wäre das Projekt wohl kaum auf so vielen Titelseiten gelandet. Mir ist schon klar, dass der 95igste Test von Automatikwesten schon nervet und Geschichten wie die vom Abenteurer Sedlacek gerade recht kommen, aber man muss doch nicht alles fressen, was einem vorgeworfen wird.
sagt:
Merke I: Wenn Du Dein Hobby zum Beruf machst, verlierst Du ein schönes Hobby!
Merke II: Wer Geld verdienen will muss liefern!
Merke III: Nicht alles was geliefert wird, ist auch sein Geld wert!
… sagt ein glücklicher Freizeit-Segler :.)
sagt:
segelreporter.com/panorama/extremsegeln-72-jaehriger-schwede-yrvind-ueberquert-atlantik-mit-480-meter-boot/
sagt:
Die drei Furler sagen schon alles…
sagt:
Toller Artikel!
Vulkanfaser ein neues Material für den Bootsbau? Das ich nicht lache! Es handelt sich um die Basaltfaser, die in den 80er Jahren entwickelt wurde. Weiteres ist die Faser schon langer im Bootsbau bekannt. So baut z.B. die Werft African Cats in Südafrika schon lange Serienkatamarane aus diese Faser. Wieso also mit einem 16 Fuss Boot über den Atlantik.
Für mich stellt sich die Frage, wieso wird in Fachmagazinen so etwas abgedruckt? Informieren sich die Journalisten nicht vorher was dahinter steckt? Oder brauchen Magazine, wie die Yacht und Yacht Revue, etwas womit sie Ihr Seiten füllen!?
Eines muss man Herrn Sedlacek schon lassen, er findet immer wieder jemanden der auf ihn reinfällt und seine Selbstdarstellungen finanziert
sagt:
„Geist ohne Wille ist wertlos, Wille ohne Geist ist gefährlich.“
Noch immer in der Philosophie der asiatischen Kampfkünste verhaftet, hat Herr Sedlacek schon während seiner ersten Reise, zuerst durch seine Willenskraft, in tatsächlich beeindruckender Weise Probleme meistern können – die Ihm aber bei überlegterer Vorbereitung wohl gar nicht erst begegnet werden.
Seine selbst und ohne Bauplan zusammengekleisterte Oase II war schon „unkonventionell“ und, wenig überraschend, gut für viele Katastrophen – die er aber beeindruckend zäh überwunden hat.
Jetzt wundert er sich, dass seine durch das Rig abgeschatteten Solarzellen und sein beinahe auf der Wasserlinie angebrachter Windgenerator nicht ausreichend Energie liefern. Warum macht er das denn schon wieder anders als alle anderen Kinder und warum liest er nicht mal die Bedienungsanleitungen? Und wofür braucht er, angesichts knapper Energiereserven, mitten auf dem Atlantik einen stromfressenden Kartenplotter? Der Mann tut einfach was er tut und denkt offensichtlich nicht viel.
Erprobung und Training hat es wohl nicht gegeben; hätten aber einem ehemaligen Leistungssportler gut zu Gesicht gestanden.
Hut ab vor seinem Mut, seiner Zähigkeit und seiner Unerschrockenheit – aber die Grenze zu Ignoranz und Starrsinnigkeit scheint mir hier überwunden.
Ist es jetzt nicht auch langsam schon zu spät für eine halbwegs sichere Überfahrt? Sieht so aus, als ob die Familie Sedlacek durch vertragliche Zusagen gezwungen ist weiter zu machen. Schlimm, dass er seinen Sohn damit hineinzieht.
Wie will er überhaupt die Überlegenheit dieser ominösen Vulkanfaser mit einem extra kleinen Boot beweisen und wer braucht die?
Hört sich mehr nach Crowhorst als nach Lüchtenborg an!
Hoffentlich geht das dennoch gut aus! Hoffentlich kommt der Sohn heil an!
Olaf
sagt:
Crowhurst, absolut. Die Analogie ist mir noch gar nicht aufgefallen. Crowhurst war doch auch in der Situation, ein neues Produkt bzw. sein Unternehmen vermarkten zu müssen. Der hat sich dann mit wilden Versprechungen mehr und mehr in die Sackgasse manövriert bis er am Ende mit einem unfertigen Bausatz angeblich bahnbrechender Erfindungen mit seinem (bald) leckenden Sperrholz Trimaran aufgebrochen ist. Wenn ich mich recht erinnere war Crowhurst so extrem in der Zwickmühle das es hieß „Erfolg und Gewinn oder private Pleite“. Das Ende sollte ja bekannt sein.
Bleibt zu hoffen dass die planlose Startphase der Sedlaceks kein Symptom eines verzweifelten Zwangs ist…
sagt:
Also ich mag den Tenor des Artikels und kann mit der Häme der Kommentare nichts anfangen. Die meisten seiner vorhergehenden Reisen waren weitaus härter als ein Ostseetörn und er war dabei auch meist erfolgreich. Nur jetzt hatte er den Boden eben überspannt – ProofOfConcept und 16-Fuß klingt für mich nach Schwachsinn. Es gibt einen Proto-Mini, der teilweise aus Bio-Fasern gebaut wurde und bereits 2x ein Transat bestritten hat. Wenn sie ihr Projekt in diese Reihe gestellt hätten oder größer das ARC damit gesegelt hätten, dann hätte ich das ja noch irgendwie verstanden (als Promotion für den Werkstoff). Aber mit 16 Fuß, das kann ich nicht nachvollziehen.
VG, Frank
sagt:
Gab es nicht da mal ein Typ lüchtenborg? Zwei mal um die Welt einhand und auf Norderney seine Geliebte abgeholt? Was macht der heute? Das hier kommt mir ganz ähnlich vor.
sagt:
Die Betrachtung des gesamten Gengres hat mir sehr gefallen in dem Artikel, da ist Herr Sedlacek, wie angeklungen, ja nur die Spitze des Eisbergs.
Segeln auf dem Tonnenstrich.
sagt:
Da hat er einfach umgedreht 😮
sagt:
Für mich war die Sache durch, als er geschrieben hat, dass sein Boot „ins Beuteschema von Haien“ passen würde. Als ob er täglich damit rechnen müsse, vom weißen Hai verschlungen zu werden. Auch das Gerede vom Weltrekord war Quatsch. Schon vor über 100 Jahren sind so kleine Kisten über den Teich: http://www.microcruising.com/famoussmallboats.htm
sagt:
der arme Sedlatschak. was sagt der jetzt nur seinen Fans in Düsseldorf?
sagt:
Der hat Fans?
sagt:
Erstmal danke für den Artikel.
Aber ich finde den Sedlacek darf man gar nicht in einem Atemzug mit Wilfried Erdmann, einem Rollo Gebhard oder Arved Fuchs nennen!
Der Sedlacek ist m.E. ein Schaumschläger und reiner Selbstvermarkter mit grossem Hang zur Eigenüberschätzung. Ein Vergleich mit einem Schenk wäre da angebrachter…….- zumindest was das Schaumschlagen und die Eigenüberschätzung betrifft.
Auch der nächste Versuch seines Sohnes (Hat der Vater nicht mehr die Eier? Ehrlich – ich hätte sie auch nicht) wird ggf. scheitern. Schon der erste Versuch scheiterte an der Stromversorgung. Nun hat man einen Watt&Sea Generator montiert, welcher erst ab 3kn überhaupt arbeitet aber bei dem Speed fast nichts bringt. Logisch – getestet wurde er aus Zeitmangel nicht. Bei dem erwarteten Durchschnittsspeed bremst das Ding auch noch 0,5 kn was die Stromausbeute zunichte macht. Es ist eben kein Mini oder keine Pogo! Jetzt wartet man auf ein Teil des AP. Wie – keinen Ersatz-AP an Bord?…Und wieder ohne Test.!
Nein Herr Sedlacek – das wird nix – ich kann es mit jedenfalls nicht vorstellen.
Von diesen Lügenborgs und Schaumlaceks habe ich genug.
sagt:
Allerdings, Schaumschläger. Man schaue sich nur mal deren Homepage an:
Zitat: „Extremsegler Norbert und Harald Sedlacek werden im Rahmen dieser beiden Weltrekordversuche etwa 8.450 Seemeilen, teilweise in treibeisverseuchten Gewässern, mit einem Boot zurücklegen welches nicht nur kürzer als die durchschnittliche Wellenhöhe ist, sondern auch bereits ins Beuteschema von Hochseehaien passt.“
Klar, ist ja allgemeiner Konsens das sich die Haie des Nordatlantik bisher auf fast jedes unschuldig herumdümpelnde Kleinboot gestürzt haben.
Klingt nach: Ich konstruiere mir mal ein beinhartes Abenteuer zusammen… Lächerlich.
Zitat: „Die Offshore-Erfahrung von dem Extremsegler sowie seine Fähigkeit mit eiserner Disziplin und unbändigem Durchhaltevermögen gesteckte Ziele zu verfolgen garantieren nicht nur …“
Das sind Dinge, die man eigentlich andere über einen selbst sagen lässt anstatt damit hausieren zu gehen.
sagt:
Ich teile diesen Umgang mit dem mir wenig bekannten Sedlacek nicht. Ausweislich dessen was man so lesen kann, hat er mehr Meilen als die meisten hier auf dem Konto. Und nicht jede dieser Meilen war Barfussroute, ganz im Gegenteil. Und während bei uns in Deutschland noch kein Mensch jemals die Vendee Globe gesegelt hat, so ist er doch immerhin 11. von 30 geworden. Und nun mögt ihr sagen, daß er ja trotzdem gesegelt nur letzte war, aber eine Regatta muss man meines Wissenstandes ja auch erst einmal beenden, um auf der Zieldurchgangsliste aufzutauchen. Und so betarchtet hatte er bei seiner letzten Vendee ja wohl 18 Leute/Cracks hinter sich. In der Aufzählung sind sein anderes Vendee und die beiden andere Weltumseglungen noch nicht mitgezählt. Zum aktuellen Projekt: Nicht alles im Leben läuft rund, und ausweislich der Sedlacek’schen Homepagen wollen Vater und Sohn es ja doch noch mal probieren. Gönnt Ihnen die Zeit, die es braucht und dann können wir ja immernoch sehen.
PS: Die Namen Crowhurst oder Lüchtenborg sind in diesem Zusammenhang bei Lichte betrachtet schon ziemlich unverschämt. So ein Vergleich ist schon ziemlich frech.
sagt:
Wir gönnen den beiden sicher die Zeit. Aber warum nehmen sich die beiden diese denn nicht. (Ja klar der sponsor drängelt oder drängelt nicht) Aber gerade für die Sicherheit ist das Austesten doch wichtig.
Wieso ist der Vergleich den so Frech?
sagt:
Dann wollen wir mal antworten. Wie ich hier lese scheint Erdmann ja über alle Zweifel erhaben. Dann zitieren wir ihn doch mal aud dem jüngsten Yacht-Interview (S.20): Zitat sinngemäß „Das es in Deutschland immer noch keinen Nachfolger in Sachen Non-stop-Fahrt gibt liegt daran, daß es heute zu viel um Sicherheit und Perfektion geht. Dies allerdings lässt ein Projekt komplizierter erscheinen als es ist und kostet Zeit, Geld und Freude.“
Diese Erkenntnis ist der Grund warum Erdmann und Sedlecak schon beide ein paar mal rum sind um viele andere Deutsche nicht.
sagt:
Tja das bißchen was der Sedlacek bisher gebracht hat. Um die Welt, zweimal Pffft. Der T.K. hat das alles schon x-fach gesegelt. Biskayastürme, Roaring Forties, Kap Horn und so weiter – Eisenhart, einhand alles, mehrfach und super realistisch auf der Playstation.
Höchstens.