Ausgelaufen in der Brandung: Deutsche Yacht bei der Hafenausfahrt von Rom zerschellt

Quergeschlagen

Im Porto Turistico di Roma Ostia ist es zu einer haarsträubenden Strandung gekommen. Eine vierköpfige deutsche Crew lief bei brechendem Wellengang aus und krachte auf die Steine. Ein Video zeigt das Manöver.

Eine vierköpfige deutsche Crew ist mit ihrer 10,50 Meter Yacht vom Typ Hanseat auf die Steinmole des Hafens von Ostia gespült worden. Sie hatte am Samstag den Hafen gegen Mittag trotz widriger Wetterbedingungen verlassen. Auflandiger Westwind mit bis zu 40 Knoten hatte in der Nacht eine Welle aufgebaut, die in der Ausfahrt eine bis zu vier Meter hohe Brandung erzeugte.

Das Hafenmeisteramt soll die Segler mehrfach per Funk vor dem Auslaufen gewarnt haben. Aber der Kontakt kam offenbar nicht zustande. Die ersten Brecher meisterte die Hanseat noch mit dem Bug voraus, dann schlug sie quer und wurde auf die Mole getrieben. Beim ersten Grund-Kontakt brach der Mast. Das gesamte Schiff schleuderte schließlich auf die Steine.

Das Hafenpersonal alarmierte Küstenwache, Carabinieri und Krankenwagen und war dann selber zuerst am Unglücksort, um die Besatzung in Sicherheit zu bringen. Wie durch eine Wunder kam die Crew durch den beherzten Einsatz der Retter mit dem Leben davon. Eine Frau soll einen Beinbruch erlitten haben, die drei weiteren Segler konnten mit leichten Abschürfungen in Sicherheit gebracht werden.

Die Phasen der Zerstörung. Die Yacht wird von der Brandung auf die Mole geschleudert. Dann bricht das Rigg© Capitaneria Ostia

Die Überreste des Riggs auf den Steinen an der Hafenmole von Ostia. © Capitaneria Ostia

Das Ergebnis eines fatal gescheiterten Auslaufmanövers. © Capitaneria Ostia

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

5 Kommentare zu „Ausgelaufen in der Brandung: Deutsche Yacht bei der Hafenausfahrt von Rom zerschellt“

  1. avatar Michael sagt:

    Die gesammte Crew darf sich den Orden #Deppen des Meeres# umhängen, und permanent mit sich rum tragen. Kein normaler Mensch ignoriert dieses Wetter -hier kann es sich nur um Blödheit handeln, oder man wollte das Boot absichtlich zerstören.

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  2. avatar Oliver sagt:

    Sie sind der Witzbold des Tages. Ich Segel seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig und so eine Aussage zu schreiben nur anhand des Videos ist eine Frechheit. (Mal davon abgesehen das eine Frau verletzt wurde)Das Wetter ist vollkommen in Ordnung für einen geübten Segler. Ich kenne den Hafen auch und dieser ist sehr tückisch und mit den Italienischen Hafenarbeitern ist das auch so eine sache(mal wollen die einen verstehen, mal wollen die nicht und sagen nix zum Thema ausfahren). Also bitte schenken Sie sich doch so “Dumme” Kommentare.

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    • avatar Mario sagt:

      Meinungen äußern in Postings und Kommentaren ist ja allgegenwärtig und oft fraglich. Meistens einfach nur unterhaltsam, was Leute sich gegenseitig an den Kopf werfen.

      Aber noch was zur Sache. Ich war als Skipper von Anfang September 2020 bis exakt zum 25.09.2020 im Tyrrhenisches Meer unterwegs. Vom 26.9.-28.9.20 zog ein schweres Sturmtief mit Spitzen von 120 km/h mit 6-8 m hohen Wellen durch das Tyrrhenisches Meer. Auch mittelgroße Fähren (wie Moby) blieben in Häfen oder geschützt auf Reede. An diesen Tagen mit einer 10,50 m Segelyacht an der Legerwall-Küste auszulaufen, halte ich persönlich für sehr mutig bis unvernünftig. In dem konkreten Fall sprechen Videomaterial und Geschehnisse auch kommentarlos Bände.

      In diesem Zusammenhang verstehe ich solche Meinungen nicht.
      “…Das Wetter ist vollkommen in Ordnung für einen geübten Segler. Ich kenne den Hafen auch…”
      Soll diese Aussage andere Segler ermutigen, bei solchen Wetterbedingungen auch den waghalsigen Versuch zu starten und auszulaufen?

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  3. avatar Gerald Heidemann sagt:

    Volle Zustimmung für Michels Kommentar mit der Einschränkung, der Kapitän ist verantwortlich, nicht die Crew. Gutmensch Oliver macht sprachlos und kann einem nur leid tun.

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  4. avatar Jack sagt:

    @Oliver du hast keinerlei Rechte dich so negativ dazu zu äußern. Zudem wurde vorher alles geprüft was Wind und Wetter betrifft. Worüber man hier diskutieren könnte ist, dass die Küstenwach das ganze lieber gefilmt anstatt zu helfen. Das ist unerlassende Hilfelesitung. Niemand hat denen geholfen selbst das Krankenhaus schickte die Jungs einfach in Boxershorts wieder auf die Straße ohne Behandlung. Wie demütigend ist das bitte? Selbst die italienische Bootschft hat nicht geholfen. Dazu fehlen mir echt die Worte.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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