Bodensee: Riesige Mengen Treibholz in den Lindauer Hafen geschwemmt – Gefahr für Boote

Holz-Alarm

Auf dem Bodensee haben sich nach Starkregenfällen wieder einmal große Treibholzfelder gebildet – eine Gefahr für die Schifffahrt und die Boote in den betroffenen Häfen. Die Polizei fordert Eigner auf, nach ihren Booten zu sehen.

Immer wieder werden nach Starkniederschlägen und bei Hochwasser über die Zuflüsse große Mengen an Treibholz in den Bodensee geschwemmt und durch Winde aus südlichen und westlichen Richtungen dann ans bayerische Bodenseeufer verdriftet.

Holz-Alarm im Lindauer Hafen am Bodensee © Youtube, all-in.de – Das Allgäu online!

Ähnlich war es auch in den letzten Tagen. Vor allem im Bereich Lindau haben sich nach heftigem Regen am vergangenen Wochenende Äste, Wurzeln und sogar ganze Baumstämme gesammelt, die vor allem aus der Bregenzer Ach und dem Alpenrhein stammen. Häfen wurden regelrecht zugeschwemmt. Insbesondere kleinere Segel- und Motorboote saßen komplett fest. Von 500 Tonnen Treibholz war schon Anfang der Woche die Rede, als Experten noch den Zustrom weiterer Treibholzfelder erwarteten.

Auch wenn sich Treibholz größtenteils aus morschem Altholz zusammensetzt, warnte die Polizeiinspektionen Lindau vor dem Schifffahrtshindernis und forderte Bootseigner auf, nach ihren Booten zu schauen.

Seit Tagen sind die Seemeisterstelle Lindau und private Unternehmen nun mit Baggern, Spezialbooten und Lkw im Räum-Einsatz, um die Lage wieder zu entspannen.

Und das ist nicht gerade billig. Im Mittel wendet der Freistaat Bayern für die Treibholzbeseitigung jährlich etwa 120.000 Euro auf, heißt es beim Wasserwirtschaftsamt Kempten.

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