Defi Wind: Weltweit größtes Spektakel für Surfer und Kiter – 1.200 am Start

Massenrasen

Bei Tramontana-Sturm mit Windstärken zwischen 50 und 60 Knoten machte der „Defi Wind“ seinem Namen alle Ehre: Eine echte Herausforderung! Dokumentiert auf kernigen Videos.

Eintausendzweihundert Windsurfer hatten gemeldet – so viele wie noch nie zuvor in der mittlerweile schon 15jährigen Geschichte des „Defi Wind“ im südfranzösischen Gruissan (Nähe Narbonne).

Aus aller Welt kommen Profis und Amateure, um an diesem weltweit einmaligen Massenspektakel teilzunehmen. Über drei Tage hinweg wurden insgesamt vier Rennen gefahren – dazwischen Party bis zum Abwinken.

Über 1.200 Surfer am Start – irre! © windmag/defi wind

Über 1.200 Surfer am Start – irre! © windmag/defi wind

Doch was die diesjährige Ausgabe des „Defi“ (=Herausforderung) so einzigartig machte, war schlicht und einfach… der Wind! Mit Stärken zwischen 50 und 60 Knoten blies der Tramontana. Es war „dantesque“, wenn nicht sogar „teuflisch“, wie selbst die Organisatoren die Zustände auf dem „Run de Gruissan“ beschrieben.

Viele Amateure gaben zwischendurch der Vernunft eine Chance und blieben an Land. Für andere wiederum wurde der schiere Speed zur Nebensächlichkeit. Nur noch „Ankommen“ war angesagt.

Bei manchen Läufen kam nur 30 Prozent der Gestarteten ins Ziel – es gab Verletzte und für die zahlreichen Rettungsteams reichlich Arbeit.

ein Riesenspektakel, das bereits zum 15. Mal veranstaltet wurde © defi wind/windmag

ein Riesenspektakel, das bereits zum 15. Mal veranstaltet wurde © defi wind/windmag

Bei insgesamt etwas mehr als 100 Kilometern Rennstrecke, die in den vier Läufen zu absolvieren waren, fühlten sich selbst die Profis mitunter überfordert. „Manchmal war der Wettkampf zweitrangig, es war ein Kampf mit dem Wind!“ sagte etwa Philip Köster.

Überraschungssieger wurde ein Local: Semi-Profi Pierre Mortefon holte sich mit den überzeugenden Platzierungen 1, 1, 2, und 1 den Titel vor Stars der Szene wie Antoine Albeau, Björn Dunkerbeck, Anders Bringdal, Patrice Belbeoch, Cyril Moussilmani, Jason Polakow, Thomas Traversa und Philip Köster. Respekt erntete Alt-Meister Björn Dunkerbeck, der immerhin auch schon in der AK 40-49 startet und sich auf Rang 7 platzieren konnte.

Doch so richtig erstaunt war die Szene, als die Siegerin bekannt gegeben wurde. Die meisten dachten an einen Schreibfehler, als auch hier der Name Mortefon genannt wurde: Tatsächlich schaffte Pierres Schwester Marion mit ihrem Sieg im weiblichen Klassement einen wahren, unter Windsurfern sogar historischen Familientriumph.

Als gar nicht mal so kleines „Randspektakel“ zeigten eine Woche zuvor 228 Kiter (zumeist auf Foils), dass sie in Zukunft beim „Defi Wind“ auch zu einem Spektakel machen wollen. In drei Läufen bei ca. 30 Knoten Wind fuhren sie immerhin 60 km Strecke.

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