Dehler 30 One Design: Erste bewegte Segelbilder aus Cannes – Spaßboot aus Greifswald

Wieder mitspielen

Kaum ein Segment der Yacht-Branche ist so umkämpft wie der 30 Fuß Markt. Deutschland will mit der Dehler 30od wieder angreifen. In Cannes ist das Spaß-Projekt von Kalle Dehler erstmals öffentlich gesegelt.

Dehler war insbesondere in den 80er Jahren ein großer Name in der sportbetonten Yacht-Szene. Nach der Sprinta Sport konnten insbesondere die DB-Konstruktionen auch international punkten. Der Serien-Dreivierteltonner DB1 war als Einheitsklasse konzipiert, segelte aber auch erstaunlich gut im Rahmen der IOR-Formel. Mit der Weiterentwicklung DB2 wurde Karl Dehler sogar Weltmeister.

An diese Geschichte will die Dehler 30 One Design anknüpfen. Die Leistung auf der Regattabahn soll sich mit Cruising-Optionen verbinden lassen. Ob das klappt, muss sich noch zeigen. 130.000 Euro muss der potenzielle Eigner dafür ausgeben.

Dehler 30od

Die neue Dehler 30od vor Cannes. © Dehler

Die Offshore Olympia-Klasse für Paris -Doublehanded mixed – befeuert die Diskussion um den am besten geeignete Bootstyp. Die Dehler 30od würde durchaus in das Anforderungsprofil passen und die zusätzliche PR ist willkommen. Aber um tatsächlich bei diesem Spiel mitspielen zu können, müsste die Werft viel Geld in eine Flotte investieren, die bei Veranstaltungen von den internationalen Spitzenseglern gechartert werden kann.

So lautet die aktuelle Strategie von World Sailing. Bis kurz vor den Olympischen Spielen sollen verschiedenste Onedesign-Konstruktionen für die Qualifikationsregatten benutzt werden, bevor final über das Sportgerät für 2024 entschieden wird.

Die erste Offshore mixed Weltmeisterschaft soll 2020 mit der L30 des Ukrainers Rodion Luka bestritten werden.

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *