Drama: Skipper gesteht – Er tötete die Ehefrau und versenkte den Katamaran vor Kuba

Getötet beim Flitterwochen-Törn

Mord und Totschlag,

Der Katamaran nach Rettung des Verdächtigen © US coastguard

Ein britischer Segler, der bisher behauptete, seine Frau sei ums Leben gekommen, als ihr Katamaran sank, hat nun zugegeben, sie getötet zu haben. 

Die Tat ereignete sich im Mai 2017 vor der Küste Kubas. Lewis Bennet wird nun im Dezember 2018 wegen fahrlässiger Tötung vor einem US-amerikanischen Gericht angeklagt – derzeit sitzt er eine siebenmonatige Haftstrafe wegen Schmuggels antiker Münzen ab. 

Isabella Hellmann und Lewis Bennett waren drei Monate verheiratet, als die Frau während ihres Flitterwochen-Törns von ihrem Mann als vermisst gemeldet wurde. Die beiden wollten auf ihrem 11-Meter-Katamaran von Kuba nach Delray-Beach in Florida segeln, wo die 41-jährige Dellmann bereits seit Jahren lebte und ein Haus besaß. 

Am 15. Mai 2017 setzte Lewis Bennett einen Notruf ab und meldete, dass der Katamaran sinke und seine Frau verschwunden sei.

Auch die Küstenwache, die sofort eine Rettungsaktion einleitete, konnte die Frau nicht wiederfinden. Sie wurde später offiziell als vermisst gemeldet, ihr Leichnam ist bis heute nicht aufgetaucht.

Wenig glaubwürdig

Doch den Behörden kam der Fall suspekt vor. Bennett machte sich verdächtig, weil er etwas schnell darauf drängte, einen Totenschein für seine Frau ausgestellt zu bekommen, die nach seinen Angaben von Bord gefallen war. Es habe immer noch Hoffnung gegeben, die Frau lebend zu finden. Ihre Angehörigen hatten sogar eine Facebook-Seite (“FindIsabella“) aufgesetzt und wollten nicht, dass die Suche abgebrochen wird.

Aber die Eltern von Isabella Hellmann misstrauten  ihrem Schwiegersohn und sie zeigten Bennett an. Danach wurde das Wrack des Katamarans genauer untersucht. Die offiziellen Sachverständigen kamen dabei zu dem Schluss, dass das Boot absichtlich versenkt wurde.

 

Mord und Totschlag,

Lewis Bennett © broward sherif’s office

Während der Rettungsaktion fand die Küstenwache an Bord der Yacht zudem gestohlene antike Münzen im Wert von 35.000 Euro, die Bennett in die USA schmuggeln wollte. Für diese Straftat sitzt der Brite derzeit eine siebenmonatige Haftstrafe ab. 

Die Anklage geht davon aus, dass es Lewis Bennett offenbar auf das Appartement und auf die Ersparnisse abgesehen hatte. Der Skipper gab nun nach monatelangem Leugnen zu, dass er seine Frau getötet hat. Wie genau sie gestorben ist, wurden noch nicht bekannt. Es ist auch eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung möglich. Dann erwartet den Briten mit australischem Doppelpass eine Höchststrafe von acht Jahren. 

Tipp: André Mayer

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