E-Boote für Vereine: Hamburg plant mit 1 Million Euro für Mobilitätswende auf der Alster

"Vorstoß aus den Reihen des Wassersports"

Auf der Alster in Hamburg soll es sauberer und leiser werden. Schrittweise sollen 235 Boote auf umweltfreundliche Antriebe umgerüstet werden. Erste E-Boote kommen für die Trainerarbeit zum Einsatz.

Yachtsportfotograf Sven Jürgensen vom NRV, unter anderem “Erfinder” des Helga und Helgahard-Cups, ist mit einer weiteren Initiative erfolgreich. Er hat sich zusammen mit dem Norddeutschen Regatta Verein dafür eingesetzt, die E-Mobilität auf der Alster voranzutreiben. Das Projekt ist nun eine der Maßnahmen aus dem Hamburger Klimaplan hin zu einer klimaneutralen Stadt. Die Hamburger Umweltbehörde hat grünes Licht gegeben. 

Dort heißt es nun: “Aus den Reihen des Wassersports in Hamburg kam der Vorstoß, die E-Mobilität auf der Alster voranzubringen. Der Umweltbehörde möchte diese Idee gemeinsam mit anderen Behörden und städtischen Akteuren in Form eines Projektes aufgreifen. Mittelfristig sollen die bisher mit Verbrennungsmotoren laufenden Schiffe-, Alsterdampfer-, Begleit- oder Regattaboote mit E-Motoren laufen. Diese Umstellung soll für Vereine auch gefördert werden. Hierfür stellt die Umweltbehörde bis zu eine Million Euro zur Verfügung.”

Der NRV Vorsitzende Tobias König, Umweltsenator Jens Kerstan (r.) und Verkerssenator Anjes Tjarks (l.) im neuen NRV eCoachboot. © Sven Jürgensen

Es geht um insgesamt 235 Jahresfahrerlaubnisse, die jedes Jahr von der Alsterschifffahrtsverordnung für Wasserfahrzeuge mit Motoren erteilt. Dabei geht es um die Trainerboote der ansässigen Segel- und Rudervereine aber auch um die Schiffe der Alstertouristik. Bisher weisen nur 29 Fahrzeuge einen emissionsfreien Antrieb auf.

Umweltsenator Jens Kerstan sagt, dass bis 2030 auf der Alster keine Boote mit Verbrennungsmotor mehr auf der Alster unterwegs sein sollen. Die Umstellung auf elektrische Antriebe werde man auch durch eine Förderung “für alle planbar gestalten”.

Yachtsportfotograf Sven Jürgensen. © S. Jürgensen

Für die Schiffe der Alstertouristik GmbH werd nun erst einmal eine Konzeptstudie erstellt, sagt Senator für Verkehr und Mobilitätswende Anjes Tjarks. Man müsse in einem ersten Schritt ermitteln, welche Schiffe unter welchen Voraussetzungen umgerüstet werden können und welche Fördermittel dafür bereitstehen.

Sven Jürgensen erklärt: „Ich bin dankbar, dass Politik und Behörden die Idee und die Initiative so aktiv aufgegriffen haben und jetzt umsetzen. Als Wassersportfotograf ist mir immer wieder aufgefallen, wie störend die uns täglich begleitenden Motoren sind und das, obwohl es technisch längst nicht mehr sein muss.“

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