Eine Minute Hochsee-Faszination: Wie der Ultim Sodebo über die Wellen fliegt

Wieder zuhause

Es ist immer noch ein Wunder, mit welchem Speed die modernen 100-Fuß-Trimarane über die Ozeane jagen, seit sie die Technik des Offshore Foilings geknackt haben.

(Direkter FB-Link)
Thomas Coville hat mit seinem Trimaran Sodebo Ultim 3 als Dritter der Route du Rhum hinter Charles Caudrelier (Maxi Edmond de Rothschild) und François Gabart (SVR – Lazartigue) eine ordentliche Leistung abgeliefert. Mit der Renndauer von kaum mehr als 7 Tagen benötigte er für die Strecke von Frankreich in die Karibik einen halben Tag länger als der Sieger und segelte dabei erstmals auf Augenhöhe. Dabei verlor er noch viel Zeit kurz vor dem Ziel in Guadeloupe als sich der 100 Fußer in einem Fischernetz verfing. Bei vier Meter hohem Wellengang unternahm der Skipper 25 Tauchgänge mit Schnorchel  und Messer bewaffnet, um wieder freizukommen.

Auf den Foils balancieren. © Sodebo Ultim 3

Zuvor erreichte Coville, mit den jüngsten Foil-Upgrades 45-Knoten-Spitzen erreicht zu haben. Die Kollegen schaffen sogar 50 Knoten. Dabei ist die Bedeutung solcher Zahlen nach wie vor schwer zu greifen. Sie sind kaum durch Videos belegt und schon gar nicht im Einhand-Modus. Da hat der Skipper anderes zu tun, als die Drohne steigen zu lassen und Bilder zu machen.

Umso bemerkenswerter ist das Video von der Sodebo-Heimfahrt, die vom Team im Crewmodus absolviert wurde. Am Montagmorgen machte der Trimaran schon wieder im Heimathafen von Lorient fest. Dabei sind beim Durchqueren der Biskaya Bilder entstanden, die den Stand der Technik auf dem rasenden Boliden greifbar machen. Er rast mit 28 Knoten durch und über die Wellen. Wie muss das erst mit 50 Knoten aussehen?

(Direkter FB-Link)

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.