Eisgang an der Ostsee: Frostiger Sturm sorgt für Bedingungen wie vor 15 Jahren – Kiter gerettet

Faszination und Gefahr

Der aktuell stürmische und eisige Ostwind setzt der gesamten Ostseeküste zu. Er sorgt für Eisdecken in und vor den Häfen. Der Chill-Faktor beträgt bei gut 7 Bft bis zu minus 20 Grad. Ein aktuelles Video aus dem dänischen Hafen Rungsted am Öresund zeigt die Situation. In Großenbrode rettet die DGzRS einen Kitesurfer.

(Direkter FB-Link)

Ursache für die aktuell turbulente Situation ist eine markante Grenzwetterlage über Europa. Ein mächtiges Hochdruckgebiet über Skandinavien schaufelt polare Kaltluft mit hoher Geschwindigkeit über die offene Ostsee direkt gegen die Küstenlinien. Durch den sogenannten Windchill-Effekt sinken die gefühlten Temperaturen dabei auf bis zu minus 20 Grad ab. Das aufspritzende Wasser gefriert an Promenaden, Geländern und Schiffen zu zentimeterdicken Schichten, was viele Hafenanlagen in spiegelglatte Zonen verwandelt.

Aber auch davor schiebt sich das Eis zusammen. Das hat etwa vor Großenbrode zu einem gefährlichen Einsatz der DGzRS geführt. Die Seenotretter berichten, am 3. Februar 2026 einen eingebrochenen Kitesurfer gerettet zu haben. „Der Mann hatte im offenen Bereich des Großenbroder Binnensees, wo der Seenotrettungskreuzer BREMEN stationiert ist, gesurft, war dann aber ins Eis geraten, aus dem er sich nicht befreien konnte.“

Kiter in Eisnot
Das Tochterboot VEGESACK des Seenotrettungskreuzers BREMEN der DGzRS rettet einen im Eis gefangenen Kiter © DGzRS

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