Seitdem die erste Elektro-Foiler-Fähre Candela ihren Dienst in Stockholm erfolgreich absolviert, ist die Zahl der Abnehmer für das America’s Cup Spin-off auf 65 Einheiten in acht Ländern gestiegen. Candela hat nun weitere 30 Millionen Euro Investitionsvermögen eingesammelt. In Berlin sperren sich noch die Behörden.

Der aktuelle Abschlussbericht zum Einsatz der Candela P-12 auf der Stockholmer Linie 89 liest sich wie ein Plädoyer für die Modernisierung des maritimen Nahverkehrs. Während des Testbetriebs stiegen die Fahrgastzahlen um beeindruckende 22,5 Prozent. Der Grund: Zeitersparnis. Durch die Hydrofoil-Technologie wurde die Reisezeit von knapp einer Stunde (per Bus/Bahn oder konventioneller Fähre) auf lediglich 30 Minuten halbiert.
Trotz einer Kapazität von nur 30 Personen – weniger als ein Standardbus – punktet die P-12 durch die Mitnahme von Fahrrädern und einen Komfortgewinn. Die Fahrgastresonanz war mit 95 Prozent positiven Rückmeldungen überwältigend; viele Nutzer forderten bereits eine Taktverdichtung auf vier Abfahrten pro Stunde.
Laut der Untersuchung der beiden Pilotzeiträume vom Herbst 2024 bis Sommer 2025 waren die Auswirkungen der Wellen auf die Uferbefestigung bei einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Knoten während ihrer 741 Trips gering. Der Wellengang im Kielwasser soll maximal 14 Zentimeter erreichen, weniger als die Hälfte einer vergleichbaren Diesel-Fähre.


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