Erstes Wasserstoff-Frachtschiff mit Wingsails: Vom Rekordsegler zu “Energy Observer 2”

Mit Wasserstoff segeln

Erst segelten sie mit Wasserstoff und Wingsails auf einem geschichtsträchtigen Katamaran in die Arktis, jetzt will das Energy Observer-Team einen emissionsfreien Frachter mit Hilfe großer Partner bauen.

Wasserstoff – Antrieb der Zukunft ? © energy observer

Energy Observer gilt in der Dekarboniserungs-Szene der weltweiten Schifffahrt längst als eine Art Vorzeige-Modell. Nach der Entwicklung eines Energie-autonomen Laborbootes mit der ersten, vollständigen Wasserstoffkette, das in der Lage ist, seinen eigenen Wasserstoff mit einem Überschuss an erneuerbaren und nicht-fossilen Energien zu produzieren, war das Projekt in aller Munde.

Energy Observer, Arktis, Brennstoffzelle

Energy Observer Nummer 1: Tragflügel als wichtiger Zusatz-Vortrieb auf dem ehemaligen Rekord-Kat von Peter Blake, neben dem selbst an Bord produzierten Wasserstoff © energy observer

Der umgebaute, einst ebenfalls berühmte, aber kaum wieder zu erkennende Katamaran Energy Observer und sein Skipper Victorian Erussard, machten vor allem in Frankreich und Kanada viel Furore. Der 1983 gebaute Kat, der u.a. als „Team Enza“ mit Sir Peter Blake bereits vor 25 Jahren die Jules Verne Trophy (schnellste Nonstop-Weltumseglung mit Crew) gewonnen hatte, erhielt mit spektakulären Expeditionsfahrten in extreme, vom Klimawandel besonders betroffene Regionen, ein regelrechtes „zweites Leben“ (SR-Bericht vom Törn nach Spitzbergen).

5.000 Tonnen mit Wasserstoff bewegen

Während des „Ocean Summit“ im bretonischen Brest (Mitte Februar 2022) stellte Victorien Erussard, Präsident und Gründer von Energy Observer, nun das nächste Projekt seines Unternehmens vor: Den Bau eines Mehrzweck-Frachtschiffes, das mit flüssigem Wasserstoff betrieben wird. Mit der Energy Observer 2 soll das „Kunststück“  geschafft werden, vergleichsweise hohe Transportkapazitäten, emissionsfreier Antrieb und Autonomie auf See zu verbinden.

© energy observer

Der Seeverkehr ist weltweit für 5 % der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich. Energy Observer und seine Partner

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