Frachter rammt Schoner: 20 Menschen von sinkender Yacht gerettet

Fahrerflucht auf See

Der 22,65 Meter lange Zweimaster Alessandra ist nach einer nächtlichen Kollision – wohl mit einem unbeleuchteten Frachter – gesunken. 20 Personen – darunter sechs deutsche – mussten von dem Schiff gerettet werden, das schon in einem Brad-Pitt-Film mitspielte. Der Verursacher entfernte sich unerkannt vom Unfallort.

Alessandra ist ein 22,65 Meter langer Stahl-Schoner, 1988 gebaut in Whangarei, Neuseeland. © cartagena sailing

Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen des 3. Januar 2026 vor der kolumbianischen Küste. Die unter italienischer Führung segelnde Yacht befand sich auf einem fünftägigen Törn von den zu Panama gehörenden San-Blas-Inseln nach Cartagena in Kolumbien. Gegen 04:40 Uhr Ortszeit kam es in der Dunkelheit zur Kollision.

#ProtegemosElAzulDeLaBandera ⚓🇨🇴 La Armada de Colombia, a través de la Estación de Guardacostas de Cartagena, rescató a 20 personas tras una colisión marítima registrada en Bocachica.#ArmadaDeColombia #Guardacostas #CaribeColombiano #SeguridadMarítima pic.twitter.com/jrSGQuPVKB

Laut Aussagen des Skippers Rudolf Gamberoni wurde die Yacht von einem Schiff gerammt, das zum Zeitpunkt des Aufpralls keine Positionslichter führte. Dieses Fahrzeug, das vom Reiseveranstalter Blue Sailing als Lastkahn und vom Skipper als kleinerer Frachter beschrieben wird, setzte seine Fahrt fort, ohne Hilfe zu leisten. Die kolumbianische Marine leitete umgehend eine Suche nach dem flüchtigen Schiff ein, wobei AIS-Daten und Radaraufzeichnungen der Hafenbehörde von Cartagena ausgewertet werden.

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