Frachter unter Segeln: IMO ebnet den Weg für die Rückkehr der Segelschiffe

Rückenwind für die Schifffahrt

In einem wichtigen Schritt zum verstärkten Einsatz von segelnden Frachtern hat die International Maritime Organization (IMO) einen Bremsklotz für die bisherige Entwicklung entfernt. Besonders Ben Ainslies America’s-Cup-Spin-off BAR Technologies feiert die „entscheidende Wende“.

Frachter mit Kiel. Gebaut für den Transport unter Segeln. © Windcoop

Die Schifffahrt steht vor einer ihrer größten Transformationen seit dem Ende der Dampfmaschine. Und ein entscheidender Impuls kommt nun von höchster regulatorischer Stelle. Wie die International Maritime Organization (IMO) auf der 12. Sitzung ihres Unterausschusses für Schiffsdesign und -konstruktion (SDC 12) bekannt gab, wird Windkraft offiziell in den neuen Sicherheitsrahmen für klimafreundliche Technologien aufgenommen. Damit reagiert die Weltorganisation auf eine Entwicklung, die immer mehr zur Realität wird: Die Windkraft ist keine ökologische Spielerei mehr, sondern eine ernstzunehmende industrielle Lösung gegen den CO2-Ausstoß der Branche.

WingSails-Modell von BAR Technologies in Aktion. © BAR Technologies

Lange Zeit bremste eine massive regulatorische Unsicherheit den Einsatz moderner Segelsysteme aus. Reedereien, die auf innovative Vortriebs-Technologien setzten, mussten sich durch ein Dickicht aus Einzelfallgenehmigungen kämpfen. Da klare globale Standards für die Stabilität und das Manövrierverhalten von windunterstützten Frachtern fehlten, galten diese Projekte oft als riskant und schwer versicherbar. Mit dem neuen Beschluss der IMO sollen nun bis 2029 verbindliche Sicherheitsrichtlinien ausgearbeitet werden. Windkraft wird erstmals als standardisierte Technologie anerkannt, was Planungs- und Investitionssicherheit für die gesamte Branche schafft.

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