Drei Briten stören Laser-Regatta

Mit der Hüpfburg über den Gardasee. "Es ist absurd. Das reicht doch als Grund"

Die Lasersegler der Olympic Garda Regatta hatten ihren Spaß, als eine Hüpfburg durch die Startlinie trieb. An Bord waren drei Briten, die sich in den Kopf gesetzt hatten, mit dem Gummi-Vehikel den Gardasee zu überqueren. Die Londoner Jack Watkins (25) Chris Hayes (24) und Dave Sibley, (25) sagten zu ihrer Motivation: “Eins steht fest: Wir machen das nicht, um uns selbst zu finden.”

Tatsächlich geht es um einen Dokumentarfilm, der von 13 Wunschreisen durch Europa handelt. Man kann sich im Internet bewerben. Sponsor Honda macht es möglich. Die Japaner wollen mit der ungewöhnlichen Aktion ihr erstes sportliches Hybridauto CR-Z promoten. Es soll um Reisen gehen, “die wir uns vornehmen, aber letztendlich nie machen. Reisen, bei denen das Erlebte zählt und nicht die zurückgelegte Entfernung. Dabei spielt es keine Rolle, ob man den Spuren seiner Vorfahren oder einer Band folgt, sich auf die Suche nach verschollenen Verwandten macht, Liebe, Ruhm oder Reichtum sucht oder auch einfach nur einmal wieder jemanden besuchen oder sich bei jemandem entschuldigen möchte.”

Klingt ziemlich abgedreht. Und so ist auch die Aktion der drei Briten mit ihrer Hüpfburg. Zum Grund befragt antworten Sie: “Es ist absurd, und wir sind uns ziemlich sicher, dass das bisher noch niemand versucht hat. Das reicht uns als Grund aus.” Sie haben schon andere Erlebnisse hinter sich. “Wir sind in einem Nissan Micra für 220 Pfund durch die Mongolei gefahren. Insgesamt war es die beste Reise, die wir je gemacht haben, aber es gab auch haarige Momente. Wir sind zum Beispiel aus Versehen durch einen sehr unruhigen, von Russen besetzten Teil Moldawiens gefahren, wurden von einem pistolenschwingenden Polizisten aus Kasachstan vertrieben und von kasachischen Banditen verfolgt.”
So entstand die Idee: “Wir haben uns darüber unterhalten, was ein perfektes Auto haben sollte. Chris war der Meinung, dass eine aufblasbare Hüpfburg in den Kofferraum eines Autos passen sollte. Daraufhin meinte Jack, dass es nichts bringt, eine Hüpfburg in einen Kofferraum zu packen, wenn man nicht mit ihr über einen See segelt. Wenn man schon mit einer Hüpfburg über einen See segelt, dann am besten gleich über Italiens größten See, sagte Dave daraufhin. Der Reiseplan stand damit fest. Wir packen die Hüpfburg in den Kofferraum des Honda, fahren zum Gardasee und segeln mit der besagten Hüpfburg über den besagten See.”

Klingt logisch. Jetzt ist klar, wie die Briten zu ihrer maritimen Tradition kamen. Man muss einfach Pioniergeist entwickeln und kreativ die wichtigsten See-Rekorde dieser Welt brechen. Wenn man dabei auch noch ein tolles Hybrid-Auto bewirbt, macht alles einen Sinn! Hä?

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