Video Fundstück: Hamburger Asso 99 gibt Vollgas vor Fünen

Asso auf Alarmfahrt

Im Juli hat Hans Genthe mit seinen Mannen und seiner aufgemotzten Asso99 am Fyn Cup teilgenommen. Seit Jahren segelt er mit dem schnellen Binnen-Klassiker auf Nord- und Ostsee. Er hat sich gar mit dem H2H Challenge auf der Strecke von Hamburg nach Helgoland eine eigene Herausforderung geschaffen. Die drei Trapeze sind ab- und dafür Ausleger angebaut, um die erforderten Sicherheitsauflagen zu erfüllen.

Hans Genthes Ausleger-Asso99 von bei Extrembedingungen vor Fünen.

Der passionierte FD-Segler rast mit dem schnellen Einheitsracer beim Fyn Cup aussichtsreich um die dänische Insel. Extreme Windbedingungen beschleunigen die zehn Meter Yacht. Aber irgendwann wird die Crew von einer gebrochenen Spischot und schließlich dem abgeknickten Masttop ausgebremst.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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27 Kommentare zu „Video Fundstück: Hamburger Asso 99 gibt Vollgas vor Fünen“

  1. avatar John sagt:

    Was ist ein “Einheitsracer”? Darf man den nur am 3. Oktober bewegen? Und ist man noch ein “Einheitsracer”, wenn man solche Modifikationen vornimmt? 🙂

    Die Asso ist allerdings tatsächlich wirklich sehr spektakulär an uns bei der besagten Regatta vorbeigeflogen. Ähnlich spektakulär vielleicht noch das Eigenbau-T-Boat, dass allerdings auch nicht das Ziel erreicht hat…

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  2. avatar AmTresen sagt:

    Kinders,
    wo ist denn hier der Spinacker??? Also bitte, wenn schon denn schon und nicht wie Lieschen Müller an der Kaffetafel!

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  3. avatar Name sagt:

    Ich frag mich immer wieder warum man kentert wenn die Spi-Schot bricht…

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    • avatar Joe Kurt sagt:

      Vielleicht solltest du dann mal Jolle segeln gehen. Am Schreibtisch kenternd man natürlich nicht, wenn die Spi-Schot bricht….

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 4

    • avatar C.H. sagt:

      Ob die Kenterung direkt mit dem Brechen der Spischot zusammenhängt ist nicht explizit gesagt worden. Bei dem Wind werden die ihren Spi nur sehr tief gefahren haben – der Kurs auf dem Video wäre ja auch ein potentieller Spi Kurs, aber wie man sieht zieht die Genua ja schon kräftig genug. Ein mögliches Szenario wäre eine klassische Patenthalse beim Brechen der Spischot. Dabei verfängt sich der Baum mit voller Wucht in den Backstagen, die Kiste legt sich sofort bei hoher Geschwindigkeit auf die Backe, kentert und der Mast bricht im Wasser. Natürlich alles Spekulation.

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  4. avatar Jacob sagt:

    Man kentert wenn die Spischot bringt, weil plötzlich sehr viel druck verloren geht.

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  5. avatar Name sagt:

    vielen dank für den Tipp aber ich bin sehr viel Jolle gesegelt.
    Wenn die Spischot bricht verliert man an Druck.
    Gut bei einer Trapezjoll kann man dann nach Luv kentern, fals man zu langsam ist.
    Aber bei einem Kielboot…
    Ich lasse mich gern belehren aber bisher verstehe ich es nicht.

    P.S.Bist du DER Kurt??

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    • avatar Joe Kurt sagt:

      …ich bin der Joghurt!

      Nun, eine Asso ist wie eine Jolle. Gerade bei voller Fahrt, dann noch mit festen Auslegern und ein paar hundert Kilo Gewicht da draussen. Mit “Kielboot” in dem Sinn hat das nicht viel gemein.

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    • avatar Kurt sagt:

      Ich bin DER Kurt! Im Prinzip ist deine Verwirrung gerechtfertigt

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  6. avatar RVK sagt:

    Schwachsinn! Wenn die Schot bricht, dann flattert der Spi halt unkontrolliert rum und zerrt und zieht und entwickelt unkontrollierbaren Druck und das Boot neigt sich eben weiter nach Lee. Der Effekt wird bei zunehmender Krängung durch die angebauten Ausleger, die plötzlich zum Flügel werden, verstärkt und irgendwann kentert dann eben so ne Asso.

    Gleiches Phänomen gabs auch immer bei den Liberas. Bei genügend Wind reichen ein paar Quadratmeter Rumpf um ne Kiste umzuwerfen…

    Aber fröhliches Weiterspekulieren! Meine Äußerungen basieren auf empirischer Erfahrung. Aber ich gebe zu, dass die mitunter viel langweiliger als das am Tresenrumspekulieren ist.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 1

    • avatar Hans Genthe sagt:

      Moin! Kurze Klärung:
      Uns ist der Achterholer (verjüngte Spischot mit Barberholer mittschiffs runtergezogen) gerissen. Es gab einen mächtigen Ruck, wir sind nach Luv gekippt und dann habe ich beim Gegensteuern wahrscheinlich überrissen und wir sind nach Lee gekentert. Steuerfehler, denke ich. Ging verdammt schnell.
      Speed zu dem Zeitpunkt deutlich über 15 Knoten, leider kommt unser Speedo dann immer aus dem Wasser, wenn´s richtig schnell wird. Es war genau vor dem Wind, sehr, sehr platt. Haben den Spi Höhe Avernakö gesetzt und sind vor Skarö abgeschmiert. Wir waren viel schneller als alles in der Nähe :-).
      Eine ASSO ist 10m lang, wiegt 1,1t und hat 500kg Blei im Kiel. Segelt wie ein großer FD, gleitet allerdings nicht an der Kreuz wie der FD 🙁

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 0

      • avatar Alex sagt:

        Als Ihr an uns durch seid hatten wir 13-14 kn auf der Log. Ca. 30 min später hat es Euch geschmissen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir in der Spitze 16,5 kn und einen TW von 33 kn in der Spitze. War ein richtig heißer Ritt von Euch und es gab nicht viele die sich an den Spi trauten. Wir trauten uns auch nicht. Der T 8.30 ist das Ruder weg geflogen.

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      • avatar C.H. sagt:

        Eben jetzt erst lese ich deinen Beitrag, nachdem ich oben schon rumspekuliert habe.
        Super schöne Bilder + geile Peformance. Mach dir doch ein GPS Speedo rein – der zeigt auch noch an wenn ihr bis zum Kiel rauskommt.
        Wieso darf man eigentlich keine Trapeze fahren? Mit Fußschlaufen müsste das doch gehen, oder? Mit den Auslegern habt ihr doch einen sehr hohen Zug auf den Wanten, die normalerweise durch Trapezer ja entlastet werden.

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        • avatar Hans Genthe sagt:

          Danke. Die Asso setzt wird raumschots toll in Speed um. Da kommt auch keine Melges 32, Esse 9,9 oder ähnliches mit.

          GPS-Speedo ist sicher eine schöne Sache. Aber wir haben erst mal jeden Pfennig in Perfomance und dann in Möglichkeiten für besseres Marketing für unsere Sponsoren investiert. Vielleicht nächstes Jahr.

          Das ist den Veranstaltern zu gefährlich, vor allem bei Fyn Cup nachts. Mit das Boot entspricht nicht den üblichen Vorstellung für ein sicheres Boot. Wobei wir wichtige Dinge sicher stärker beachten als andere Mannschaften.

          Die Ausleger sind nach oben mit einem verstellbaren Dyneema-Fall an dem Trapezansatzpunkt angebracht. Ansonsten würde der Mast wohl abbrechen oder die Püttinge rausreißen.
          So wird der Mast gut belastet. Wir sind z.B. von der Schiffahrtsregatta auch heil nach Hause gekommen, während zu gleicher Zeit bei 2 Dickschiffen die Masten gebrochen sind. Manche wollen über 40 Knoten Wind gemessen haben. Wir haben keinen Windmesser an Bord.

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  7. avatar Name sagt:

    Es ist aber ein unterschied ob du schreibst, der Achterholer ist gerissen oder die Spischot 😛

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