Geisterfahrt im Oslofjord: Bavaria 37 Sport Motorboot überfährt Segelyacht Marieholm 32

Sturm der Entrüstung

Ein Motorboot rammt in Gleitfahrt eine Segelyacht, während der Skipper unter Deck auf dem Klo sitzt. Er kommt mit einem Bußgeld von gut 1000 Euro davon. Die Yacht ist ein Totalschaden. Nach Einblick in die Polizeiakten ist die geschädigte Seglerin geschockt von der Darstellung. Sie will den Fall nun neu aufrollen lassen.

Die zerstörte Marieholm 32 unter der Bavaria 37 Sport. © HRSSorNorge

Es ist der Albtraum jeder Crew: Man segelt bei gutem Wetter entspannt über das Wasser, und plötzlich schießt ein tonnenschweres Motorboot ungebremst aus dem Nichts heran. Am 22. Juli 2025 wurde diese Vision für Ann Nordal und ihren Mann Realität. Südlich des Leuchtturms von Filtvet auf dem Oslofjord überfuhr eine Bavaria 37 Sport ihre Marieholm 32, die sich unter Segeln fortbewegte. Das Motorboot traf das Vorschiff. Der Mast knickte weg, die Segelyacht wurde zum Totalschaden.

Die verkeilten Boote werden zum nächsten Hafen bugsiert:

Lange Zeit rätselte die Szene, wie es bei bester Sicht zu einer derart heftigen Kollision kommen konnte. Erst jetzt wird der Geschädigten Akteneinsicht gewährt und die Wahrheit kommt ans Licht.

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5 Antworten zu „Geisterfahrt im Oslofjord: Bavaria 37 Sport Motorboot überfährt Segelyacht Marieholm 32“

  1. ilvy

    sagt:

    Die Geschichte des amerikanischen Winnebago-Besitzers, der verunglückt, weil er sich einen Kaffee kocht (und daraufhin Winnebago verklagt), ist eine urban legend. Die des Bootsbesitzers, der in voller Fahrt mal eben pieseln geht, ist hingegen echt. 🙂

  2. KptAhab

    sagt:

    Sie lehnen sich aber weit aus dem Fenster mit Ihrer vermeintlichen Expertise. Man kann doch auf dem untersten Bild gut erkennen, dass das Motorboot an Deck des Segelbootes liegt und dann mit Z-Antrieb hängengeblieben ist. Das kann sich also da durchaus in Gleitfahrt hochkatapultiert haben und dabei das Segelboot mitgenommen haben.
    Mir würde sich eher die Frage stellen, wie das Boot es da in Verdrängerfahrt hoch an Deck geschafft haben sollte.
    Mich wundert dazu noch Ihre Verharmlosung: „das war natürlich ärgerlich“. Ärgerlich ist ne Schramme beim Nachbarboot beim Einlaufen in die Box.
    Das ist ein Versenkung! Wäre das Boot etwas weiter hinten getroffen worden, hätte es sehr wahrscheinlich Tote gegeben.
    Und dann noch gepaart mit klassischer Täter-Opfer-Umkehr: „man kann auf den bösen Motorbootfahrern rumhacken.“
    Mir fehlen die Worte…
    Ahab

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  3. Oh Man!

    sagt:

    schwachsinn, das war natürlich ärgerlich aber keine ‚Gleitfahrt‘! Dann wäre das Motorboot weit dahinter zum stehen gekommen! Ist etwas BILD Niveau der Bericht, bringt aber klicks und man kann auf den bösen Motorbootfahrern rumhacken.

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    1. Sven 14Footer

      sagt:

      Wie kommen Sie drauf, dass hier auf bösen Motorbootfahrer rumgehackt wurde? Im Artikel wird auch über eine Kollision zwischen 2 Segelbooten berichtet. Hier hat ebenfalls min. 1 Skipper seine Ausguck Pflicht nicht genüge getan. Allerdings ist ein Crash mit 5-6 kn weit weniger harmlos als mit ca. 20 kn. Deswegen oftmals die verheerenden Folgen bei Crashs mit Motorbooten.

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