Gesunken: 100 Fuß Superyacht “Asia” kollidiert mit Treibgut – Crew rettet sich ins Beiboot

Auf Tiefe

Die 29 Meter lange Luxus-Yacht “Asia” ist 50 Meilen vor der indonesischen Küste gesunken. Das 90 Tonnen schwere Schiff soll mit einem nicht identifizierten Objekt kollidiert sein. Der Besatzung gelang die Rettung.

“Asia” unter Vollzeug. © SY Asia

Auch Superyachten sind vor Unglücken nicht gefeit. Besonders schlimm traf es den 100 Fußer “Asia”. Er ging auf Tiefe, nachdem er auf ein Objekt im Wasser getroffen sein soll. Bei einem Gewicht von 90 Tonnen und einer maximalen Geschwindigkeit von kaum mehr als zehn Knoten kann eigentlich nur ein massiver Gegenstand wie ein Container dafür verantwortlich sein.

Der vierköpfigen Besatzung gelang es, rechtzeitig den Gummi-Tender zu besteigen und an Land zu fahren. Sie wurde acht Stunden nach dem Vorfall von der lokalen Polizei in Bima, auf der Insel West Nusa gefunden. “Asia” soll auf dem Weg von Kalabahi auf der indonesischen Insel Alor Island nach Phuket in Thailand gewesen sein.

Ehefrau gibt Hinweise

Malayischen und britischen Behörden hatten mehrere erfolglosen Versuche unternommen, das unter malayischer Flagge segelnde Schiff aufzuspüren, nachdem der Skipper ein SOS gefunkt hatte, das in Australien aufgefangen worden war. Die Australier kontaktierten ihre britischen Kollegen, weil es zuerst schien, dass die Yacht in England registriert sei. Schließlich konnte die Verwirrung aufgelöst werden, als klar wurde, dass “Asia” unter malayischer Flagge segelt.

Als auch ein Alarm auf einem US-System im selben Gebiet registriert wurde, fiel die Identifikation leichter.  Die Frau des britischen Skippers konnte kontaktiert werden. Sie übermittelte Informationen über die geplante Route der Yacht. So konnten die Schiffbrüchigen gefunden werden.

Die beteiligten Rettungsorganisationen betonten die gute Zusammenarbeit der internationalen Behörden. Das britische Maritime Rescue Coordination Centre war beteiligt, sowie das JRCC Australia, JRCC Jakarta, USA Mission Control Centre und das britischen Außen- und Commonwealth-Büro.

Rumpf aus Stahl

Wie es zu dem Untergang kommen konnte, ist bisher ein Rätsel. “Asia” wurde 2009 von Culham Engineering in Whangarei (Neuseeland) gebaut. Der Rumpf besteht aus Stahl und ist mit einer Aluminiumstruktur versehen. Der 100 Fußer ist 7,5 Meter breit und hat einen Tiefgang von 2,9 Metern. Er ist für Luxuscharter ausgelegt und ermöglicht die Unterbringung von bis zu zehn Gästen in fünf Kajüten. Das Reisegebiet ist seit vielen Jahren Südostasien.

Eigner ist das Ehepaar Paul und Debbie Johnson, die auch als Skipper fungieren. Ihre Reputation umfasst 18 Jahre Erfahrung beim Skippern von Yachten im High-End-Charterbereich und speziell im Revier von Südostasien. Paul Johnson gilt als Spezialist in dem Seegebiet. Er hat zahlreiche Artikel für den South East Asia Pilot beigesteuert, dem navigatorischen Standardwerk für die Region.  

Die Johnsons verchartern ihr Schiff für4850 Euro am Tag, wenn es mit zehn Gästen vollbesetzt ist. Eine zweiköpfige Besatzung ist die Stammcrew. Je nach Bedarf und Auslastung werden weitere Crewmitglieder angeheuert. Zuletzt soll das Schiff von einem Makler für 2,9 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten worden sein.

 

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