Greta Thunberg: Mit Boris Herrmann in New York – ein neuer Segel-Fan ist geboren

"Sie machen den berühmten Zickzackkurs"

Boris Herrmann macht schnelle Handbewegungen. Es könnte der kritischste Moment der gesamten Reise sein. Vielleicht seiner Karriere. Ist er doch etwas nervös? Falls er unter Druck dazu neigen sollte, wäre jetzt der Moment, das zu zeigen. Bloß nicht das Schiff beschädigen, das ihn im nächsten Jahr möglichst schnell um die Welt tragen soll. Sich bloß nicht vor den Augen der Weltöffentlichkeit zum Voll-Horst machen – im größten Hafen-Kino der Welt. Bloß nicht mit dem Heck gegen den Steg krachen.

Rückwärts steuert er mit der Pinne auf die Mole zu, hat keinen Motor mitlaufen, muss sich auf den Fahrer des an Steuerbord vertäuten, schiebenden Motorbootes – natürlich mit E-Motor – verlassen. „Langsamer!“ heißen die Handzeichen. Der Crew-Kollege wirft die Leine zum Steg. Zu kurz. – Genau das will man nicht haben bei einem Anleger – Ein zweiter Wurf. Die Verbindung steht.

Malizia ist angekommen. © borisherrmann racing

Aber der Bug ist noch nicht fixiert. Schwierig bei einem 60-Fußer mit kaum Lateralfläche. Wie vergleichsweise einfach mag das Manöver für Alex Thomson gewesen sein, als er vor etwa einem Jahr mit seiner „Hugo Boss“ ebenfalls in der Cove Marina von Manhattan festmachte? Er durfte die eigene Maschine zu Hilfe nehmen.

„Malizia“ aber soll klimaneutral über den Teich. Die Maschine ist verblombt. Wie bei einer echten Regatta. Ob das Siegel vom Vermesser auch überprüft wird? Der Aufschrei bei einem möglichen Verstoß wäre laut.

Ausgerechnet die TAZ

So wie der von der TAZ. Ausgerechnet die TAZ hat ausgerechnet, dass der Segeltörn von Greta Thunberg dem Klima mehr schaden soll, als es ein normaler Flug getan hätte. Sechs Flüge seien nötig, um den Crew-Austausch des IMOCAs zu bewerkstelligen. Auch wenn es doch nur vier Flüge sind, um Herrmann und Casiraghi nach Europa zu bringen und durch zwei Segler zu ersetzen.

Schutz vor Spritzwasser im Malizia-Cockpit. © borisherrmann racing

Eine solche Information habe man als Zeitung den Lesern nicht vorenthalten können, nur weil es vielen nicht gefällt, entschuldigt sich die Redaktion danach. „Nur noch veröffentlichen, was beim eigenen Publikum gut ankommt, hätte mit Journalismus nichts zu tun“.

“Das kann eine Zeitung, die im Vorfeld ausführlich über die Reise berichtet hat, ihren LeserInnen nicht vorenthalten, nur weil es vielen nicht gefällt. Nur noch veröffentlichen, was beim eigenen Publikum gut ankommt, hätte mit Journalismus nichts mehr zu tun.” Eine komische Rechnung.

Selbst Hajo Schumacher (mein Lieblings-Kolumnist) bescheinigt Thunberg  in den Funke Medien fehlende Konsequenz, wegen der “Fahrt auf einem Haufen Sondermüll”. Gut, dass ihm vermutlich nicht auffallen wird, dass “Malizias” Bug von Gummi-Motorbooten – Achtung: mit Sprit im Tank – in Position gebracht wird. Quasi als Bugstrahl-Ruder-Ersatz. Ist auch das nicht erlaubt?

Symbolik und Botschaft

Herrmann muss sich schon im Vendée-Globe-Modus vorkommen, wo “Outside-Assistance” strengstens verboten ist. Bernhard Stamm wurde 2013 disqualifiziert als bei einem Not-Anker-Manöver eine Person unbemerkt seinen 60 Fußer betrat.

Frieden und Ruhe, das genießt Greta Thunberg auf dem Atlantik. © borisherrmann racing

Aber viele Kritiker wollen Herrmanns und Thunbergs Beteuerungen nicht hören, dass solche Banalitäten doch eigentlich keine echte Rolle spielen können. Dass es um die Symbolik und die Botschaft gehe. Gerade in den USA. Ob die junge Schwedin auch hier Eindruck machen kann? Ob sie im Land des prominentesten Klimawandel-Leugners Gehör findet? Ob sie überhaupt jemand in New York begrüßt?

Regen hängt in der Luft, als “Malizia” endgültig die Leinen festmacht. Im benachbarten Arthur Ashe Tennis-Stadion ist das Dach geschlossen, damit Roger Federer bei seinem Zweitrunden-Match der US-Open nicht ausrutscht.

“Aktivistin auf der Zielgeraden”

Die NTV-Live-Reportage „Aktivistin auf der Zielgeraden“ nähert sich ihrem Höhepunkt. Länger als eine Stunde ist ein RTL-Team vor Manhattan auf Sendung und versucht krampfhaft den Ausfall des eigentlich geplanten Programmpunktes “Drehkreuz des Drogenschmuggels” zu kompensieren. – Es gelingt nicht.

Die Aktivistin hat ihr berühmtes Schulstreik-Plakat mitgenommen. © borisherrmann racing

Es ist schrecklich. Potenzielle Greta-Hasser werden zwar kaum diese Live-Show konsumiert haben. Aber wenn doch, dann dürften sie sich in ihrer Haltung bestätigt fühlen. Drei Menschen im Studio, ein Klima-Experte, ein Reporter im Gummiboot auf dem Wasser, eine Reporterin im Hafen und ganz viel heiße Luft.

“Wie geht es Greta? kann man irgendetwas sehen?” „Ja sie steht auf dem Bug. Sieht nach einer glücklichen Greta aus“. “Können sie einen Eindruck davon gewinnen, wie es für sie an Bord gewesen sein muss?” – “Das ist ein Boot für einen ‘Einsegler’. Und fünf Personen auf einem so kleinen Boot, das muss eine psychische Belastung gewesen sein. Die Arme habe Astronautennahrung essen müssen. – “Greta vor der Freiheitsstatue. Ein gaaanz tolles Bild.”

“Wie lange dauert es noch?” “Schwer zu sagen. Sie machen den berühmten Zickzackkurs, damit man schön in die Marina kommt” – „Das Boot macht tatsächlich eine Ehrenrunde. Ein total schönes Geschenk.” – “Es fängt an zu regnen. Ich hoffe, das versemmelt uns nicht die Einfahrt.” – ” Ich habe sie gefragt, wie es geht. Ihr geht es gut. Sie hat mir zugewunken. Sehr gut. Das ist doch schon sehr gut.”

Anlegen unter Segeln?

Es ist sicher eine schwierige Aufgabe, diesen Hype in einem Live-Ereignis zu verarbeiten. Wer wohl beim Sender auf diese Idee gekommen ist? Echte Spannung wäre nur aufgekommen, wenn “Malizia” tatsächlich unter Segeln in dem kleinen Hafen angelegt hätte. Ein schöner Stunt – Aber die Segel werden rechtzeitig geborgen, das Elektroboot vertäut – kurz danach die PR-Email des Herstellers verschickt – und dann geht die Crew auch von Bord.

Spartanisch eingerichtet unter Deck. © borisherrmann racing

Das ist der wichtige Moment. Thunberg kann ihre Botschaft verkünden. Dafür hat sie diese Reise unternommen. Dieser ganze Klamauk ist nötig, damit ihr jemand zuhört. Sie lernt schnell. Sie hat längst verstanden, wie man das Medien-Thema spielt. Dieser Törn mit einem Segelboot bringt die nötige Reichweite für ihr Anliegen. Wenn sie es ernst meint, muss sie alle Aufmerksamkeit mitnehmen, die sie bekommen kann.

Sie wackelt zwar den Steg hoch – sichtlich überrascht von der Reaktion des Körpers, der nach zwei Wochen auf See den festen Boden unter den Füßen als schwankend wahrnimmt – aber schnell fasst sie Fuß – an Land und vor ihren Fans.

Dank an Monaco

Boris Herrmann kommt kurz zu Wort, als er die Fakten der Reise herunter betet – zweimal habe “Malizia” die 30 Knoten geknackt – aber damit kann das Publikum wenig anfangen. Er bedankt sich noch beim Sponsor Monaco und wünscht Greta Glück, dann ist seine Hauptrolle und die des Segelns bei diesem “Kampf für das Klima”, wie es Greta ausdrückt, vorerst beendet.

Die Schwedin spricht nach zwei jungen Aktivisten-Kolleginnen, die ihre kurzen Willkommensreden ablesen. Im schwarzen Ölzeug steht sie auf der Bühne. Die Ärmel hochgekrempelt, die Haare zuppelig, malträtiert vom Salwasser. Sie freue sich auf frische Lebensmittel. Und eine Dusche.

Ein neuer Segelfan? © borisherrmann racing

Freitag werde erstmal vor der UN-Zentrale mit der Fridays for Future Kollegen gestreikt. Zum Weltklimagipfel nach Chile reise sie natürlich auch. Nicht mit dem Flieger, aber vielleicht mit dem Zug. Oder nochmal segeln.

Nicht einmal sei sie seekrank gewesen. Der aufbrandende Applaus klingt irgendwie unpassend. Als müsse sie sich entschuldigen, verzieht sie das Gesicht und sagt zwischendurch: “Sorry, mein Hirn arbeitet noch nicht richtig.” Anstrengung und Müdigkeit kommen zum Vorschein. Ihre Finger spielen mit dem Mikrofon. Ein Zeichen von Ungeduld? Nervosität? Schwer zu erkennen, wie es in ihr aussieht.

“Krieg gegen die Natur”

Ob sie auf dem Wasser von den Bränden in Brasilien gehört habe? Ihre Aufmerksamkeit ist geweckt. “Ja, ich habe davon gehört. Das ist ein klares Signal, dass unser Krieg gegen die Natur beendet werden muss.” Es sei verrückt, dass eine 16-Jährige den Atlantik überqueren müsse, um damit ein Statement zu machen. Und natürlich solle das nicht jeder tun.

Sie wünsche sich, dass sich die Menschen nicht so sehr auf ihre Person konzentrieren, sondern mehr auf die Sache, auf ein stärkeres Bewusstsein für die Klimakrise.

Viele ruhige Momente an Bord. © borisherrmann racing

Aber sie werde die Crew vermissen. Es sei schön gewesen, nichts tun zu müssen, einfach stundenlang dazusitzen und auf das Meer zu sehen. “Das war großartig. Das werde ich sehr vermissen. Und auch diese Wildnis des Ozeans, seine Schönheit. Den Frieden und die Ruhe.” Engere Beobachter glauben schon, dass sie eine neue Leidenschaft gefunden hat. Selten gebe es Bilder von ihr, die sie so oft mit einem Lächeln zeigen.

So endet die symbolträchtige Reise der “Malizia” mitten in New York. Sie legt direkt neben einer Luxus-Motoryacht an, eines der wohl schönsten Sinnbilder für exzessive fossile Brennstoff-Vernichtung.

Vorbereitung auf den Saison-Höhepunkt

Auch Boris Herrmann und Pierre Casiraghi müssen sich erholen. Am 25. Oktober erfolgt der Start zum großen Saison-Höhepunkt, der Transat Jacques Vabre, zweihand über den Atlantik von Le Havre in Frankreich nach Salvador de Bahia in Brasilien. 34 Zweihand-Crews sind in der IMOCA-Klasse am Start, darunter sechs Neubauten und einige Teams, die ihre älteren Designs mit moderneren Flügel-Konstruktionen nach- und aufgerüstet haben.  “Malizia” wird längst nicht mehr zu den schnellsten Booten gehören.

Der Trip nach New York hat das Duo seglerisch auch nicht wirklich weiter gebracht, auch wenn sie es als “gutes Training” deklarieren, das sie vor der französischen Küste ohnehin absolviert hätten. Aber im Cruising Modus ohne Gegner ist ein IMOCA 60-Fußer kaum schneller zu machen.

Die Silhouette von New York. © borisherrmann racing

Dennoch kann der Greta-Törn ein wichtiger Beschleuniger für Herrmanns Profi-Karriere sein. Der Aufmerksamkeit-Boost könnte auf dem Sponsoren-Markt Türen öffnen, die bisher verschlossen geblieben sind. Der deutsche Skipper kann zeigen, wie er tickt. Dass er sich nicht für unlautere Werbebotschaften verbiegt, dass er im Umgang mit Trollen und Anfeindungen einen kühlen Kopf bewahrt, dass er glaubwürdig seinen Weg geht und er sich gerade beim Einsatz für das Umwelt-Thema als Botschafter eignen kann. So spricht er am 28.9. in Hamburg bei der Klimawoche vor dem Rathaus.

Kooperation mit Quantum

Aber sein Beruf ist der des Profi-Seglers. Auf diesem Gebiet muss und will er primär funktionieren. Sein wichtigstes Datum ist der 8. November 2020, der Start der Vendée Globe. Dafür bereitet er sich vor. Dafür versucht er ein entsprechendes Budget zu generieren, das die Basis für sportlichen Erfolg ist. Einen ersten Erfolg konnte er schon verbuchen.

Am Tag seines Ablegens in Plymouth verkündete der US-Segelmacher Quantum Sails, eine der weltweit führenden Segelmachereien für Wettkampf-Segel, die Partnerschaft mit Boris Herrmann. Anfang August war “Malizia” schon mit dem neuen Segel-Satz beim Fastnet Race gestartet. Das Ende Juli offiziell verkündete Greta-Projekt war bei den Verhandlungen sicher nicht nachteilig. Die Segel-Entwicklung ist eine der zeitraubendsten und kostspieligsten Belastungen für ein Rennyacht-Projekt.

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

18 Kommentare zu „Greta Thunberg: Mit Boris Herrmann in New York – ein neuer Segel-Fan ist geboren“

  1. avatar Sven -P. sagt:

    Moin Karsten!
    Von dem Greta-Trip hat auch Quantum Sails auch erst kurz vor dem Fastnet-Start erfahren. Das hatte also keinen Einfluss auf “Verhandlungen”. Da war der Drops längst gelutscht und wir waren uns seit Monaten einig. Seit März haben wir mit einem internationalen Team von 4 Leuten an den Designs gearbeitet.
    Bekanntgegeben wurde die Kooperation mit Boris Herrmann und Team Malizia auf internationaler Ebene übrigens vor dem Fastnet-Start.
    Viele Grüße,
    Sven

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  2. avatar Andreas sagt:

    Carsten, in diesem Bericht hast du mir zu viele Themen “zusammengebastelt”. Die Klimathematik, Greta und PR, das hin und her der TAZ und schließlich Boris und die Sponsoren. Trotzdem ist der Bericht es wert.

    Ich war ehrlicherweise zu Begin die Atlantik-Reise ein wenig skeptisch, ob diese Art von PR sowohl Greta und der Klimaproblematik als auch Boris Vendee Globe Kampagne richtig sind. Mittlerer Weile bin ich aber ein richtiger Fan von beiden geworden.
    Warum? Weil mit Greta wirklich eine herausragende Persönlichkeit (mit 16 Jahren) für das Klima einsteht, den Finger in die Wunde legt und sie das mit ihrem Tun und Handeln ausgezeichnet rüber bringt. Ihre Statements und Reden sind außergewöhnlich klar, gut verständlich und authentisch. Da kann sich so mancher Politiker etwas abschauen (die meisten). Sie ist ein wirklich tolles Aushängeschild für die Klima-Kampagne auf der ganzen Welt und die Politik – auch in den USA – wird hoffentlich an ihren öffentlichen Auftritten nicht vorbei sehen können. Und das ist gut so.
    Für Boris freut es mich, dass er den Mut für solch eine Aktion gehabt hat und er jetzt davon etwas für seine doch recht schwierige Kampagne profitieren kann. Er macht alles auf eine sehr smarte und seriöse Weise, stellt sich dabei nicht zu sehr in den Vordergrund und doch muss er sich als das Aushängeschild für seine Kampagne in den Mittelpunkt rücken. Gut gemacht!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 35 Daumen runter 4

  3. avatar Mueller sagt:

    “Viel Lärm um nichts” lautet mein Fazit, denn es standen nur ca. 400 Zuschauer bei Gretas Ankunft am Ufer.

    Nicht einmal ein kleinster Vertreter der Stadt New York geschweige denn ein Lokal-Politiker waren bei Gretas Ankunft zu sehen. Presse und Medien ignorierten sowohl Greta als auch Boris, der ja mit der Aktion “Geschichte schreiben” wollte.

    Ansonsten fiel mir auf, dass Greta frei sprach, während Boris sein kurzes Statement ablas.

    Kurzum, eigentlich war es ein Desaster für unseren Segelhelden.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 14 Daumen runter 38

    • avatar Marlisa sagt:

      Es gibt Supermusiker, die beim ersten Auftritt 10 Zuhörer hatten, und niemand hat gefragt, wo denn die anderen tausend sind.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  4. avatar BrülltdochkeinenMüll sagt:

    Wow, ROAR nennt sich jetzt MÜLLER… wie phantasievoll.

    “Ein Desaster für unseren Segelhelden” – das einzige desatröse ist, mit welchen perfiden Mitteln und welcher Beharrlichkeit hier jemand versucht, andere in ein schlechtes Licht zu rücken (und wiederum andere in den Himmel zu loben). Ein Schelm wer Böses dabei denkt… (Dies ist nicht nur unsportlich, sondern vor allem extrem unprofessionell!)

    Glücklicherweise findet diese Berichterstattung samt der unsäglichen anonymen Kommentare weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit statt. Denn sollten Leser und Kommentatoren tatsächlich einen Querschnitt der Segel-interessierten und Segler in Deutschland abbilden, wäre es ein verheerendes Signal und kein Wunder, dass Deutschland bei den grossen Segel Events keine Rolle spielt. Nur Neid und Missgunst und eine facebookisierung des Kommentarbereichs.

    Boris hat dem Segeln gerade eine Aufmerksamkeit und Bedeutsamkeit gegeben wie nie jemand zuvor. Davon könnte der deutsche Segelsport und alle Segler profitieren, wenn sie zusammenstehen würden – aber diese Gefahr besteht ja ganz offensichtlich nicht. Traurig.

    Auch der heutige Artikel ist wirklich schwach – da wird stundenlang ein deutsches Segelboot samt Segler live im TV gezeigt und der einzige Kommentar gilt der mangelnden Fachkenntnis der Moderatoren im Segeln oder die vermeintliche Nervosität des Skippers. Echt jetzt!?

    Deutschland eine Segelnation?! Wenn man das hier alles so liest, wohl kaum. Höchstens eine Ansammlung argwöhnisch und vor Neid zerfressener Individualisten, die sich selbst am nähesten sind.

    FREUDE, SCHÖNER GÖTTERFUNKEN…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 37 Daumen runter 12

    • avatar Manfred sagt:

      Moin Brüller,
      Klasse Resümee. Danke!

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 6

      • avatar Observer sagt:

        MOIN OTG,

        Nice try – was macht die eigene Sponsoren Suche?

        Schon lustig mit welchem Mitteln hier gekämpft wird.

        Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

  5. avatar tyske amatør sagt:

    …waren es nicht auch Markus und ROAR welche Seitenweise verbale Inkontinenz hier hineinschütteten:

    http://srdev.svgverlag.de/panorama/greta-atlantik-toern-libor-mag-den-pr-coup-nicht-herrmanns-gratwanderung/

    und mit einer Vehemenz, ihrer fachlichen (In)Kompetenz folgend, Wiki- und Achgut-Artikel zitierten um zu “argumentieren” “DIE” kommen sowieso nicht in NYC an…..
    Eigentlich grauenvoll feststellen zu müssen, dass sich auch in unserem tollem Sport solche Blitzbirnen befinden.

    Das Schlimme ist, ich bin mir nicht sicher ob man auf weiter erscheinendes Geschwurbel über Verschwörungstheorien dieser Typen, den Mantel des Schweigens legt und sie dumm sterben lässt oder ob man versucht zu kommunizieren oder ihnen Kant´s ‘Metaphysik der Sitten’ empfiehlt…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 21 Daumen runter 8

  6. avatar breizh sagt:

    Also aus meiner Sicht war das eine fast gelungene Aktion für den (Hochsee)-Segelsport. So viele Berichte zu einem Hochseesegelboot gab es schon lange nicht mehr. Und vielleicht sehen wir die Auswirkung jetzt noch nicht aber warten wir einmal die kommenden Regatten wie TJV oder dann die Vendeé Globe ab, welche Medien dann auf einmal ausführlicher und mit Bezug auf diesen Törn darüber berichten. Es war ja auch noch ein Dokumentarfilmer an Bord, von daher wird es ja auch noch bewegte Bilder geben, die einen guten Eindruck vom Leben an Bord vermitteln und den Leuten wahrscheinlich ein viel besseres Gefühlt geben, was auf einer Vendeé Globe am Ende geleistet werden muss.

    Das SR hier als ein führendes Medium im deutschsprachigen Raum für den (Hochsee-)Segelsport mehr hätte daraus machen können, ist ein anderes Thema bzw. mMn eine verpasste Change. Junge Leute hätten bspw. mit gezielten Berichten, Erläuterungen zu der Yacht, zum Leben an Bord, mit Videos und Interviews für das (Hochsee-)Segeln gewonnen bzw. deren Interesse geweckt werden können. Vergleichbares wäre natürlich auch für andere Medien gegangen. Schließlich war SR einer der ersten, die von der Überfahrt berichtet hatten.

    Aber wieso man diese Chance nicht genutzt hat, müssen sich die Verantwortlichen bei SR selber fragen?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 5

  7. avatar Boris Nikolajew sagt:

    Ach Leute kommt…. Jetzt habt ihr Deutschen mal über 2 Wochen Aufmerksamkeit in den öffentlich rechtlichen für ein Thema was keine Sau interessiert und ein paar Millionen Menschen mehr haben den Namen Boris Hermann gehört. Ein bisschen Sendezeit weniger für Merkel Trump Macron ist ja auch nicht verkehrt. Und die Bilder waren schön anzusehen ob der nun vor oder rückwärts seine Mühle parkiert. Wie hieß der zweite Segelprofi an Bord..? Sorry habe es schon vergessen..
    Wie wohl auch bald das ganze verrückte Abenteuer… Es war schön… Aber auch schön dass es war. Greta? Mir tut sie leid… So ein junges Mädchen mit sovielen Träumen… In 2 Jahren geht sie wieder zur Schule. Ich denke Heilpraktiker wäre etwas für sie. Seid lieb. Gruss aus Ost Preußen.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 12 Daumen runter 9

  8. avatar Roar sagt:

    “Dennoch kann der Greta-Törn ein wichtiger Beschleuniger für Herrmanns Profi-Karriere sein. Der Aufmerksamkeit-Boost könnte auf dem Sponsoren-Markt Türen öffnen, die bisher verschlossen geblieben sind.”

    Es wäre ihm ja zu wünschen, aber man fragt sich, wofür die Marke “Boris Herrmann” steht:

    – für die Steuerfluchtburg Monaco seines Freundes Casiraghi
    – für Motorbootrennen Casiraghis
    – für Formel I – Autorennen
    – für Jet-Set

    Der Marke Boris Herrmann mangelt es an einem klaren und eindeutigen Profil. Man bringt ihn eher mit Monaco als mit Deutschland in Verbindung.
    Die von Herrmann gesegelte Karbonkiste widerspricht dem Umwelt- und Klimaschutzgedanken.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich ein deutscher Sponsor für den “Halb-Monegassen” interessieren könnte.

    Das OTG verfolgt mit “Einstein” und “Made in Germany” das bessere Konzept, um eine Marke aufzubauen.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 22

    • avatar Hannes-980 sagt:

      Wobei ja noch zu klären ist für was beim OTG ,,Made in Germany” steht.
      Nicht falsch verstehen, ich mag die Jungs und das Projekt aber Made in Germany erschließt sich mir noch nicht ganz.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 2

      • avatar Roar sagt:

        Wofür “Made in Germany” beim OTG steht kann man leicht ergoogeln:

        OTG …. hat den “Anspruch, wieder eine deutsche Weltklasse-Kampagne im Offshore-Segeln zu etablieren – sowohl sportlich als auch als

        Botschafter für Technologie, Engineering und Innovation „Made in Germany“.

        Segeln „Made in Germany“ soll wieder zu einem internationalen Qualitätsmerkmal werden und Deutschland als Segeltechnologie-Standort stärken.”

        https://offshoreteamgermany.com/vision/

        Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 3

    • avatar Manfred sagt:

      Tut mir leid, ich sehe da bisher überhaupt kein Konzept. Und “Made in Germany” schon garnicht. Das ist doch auch wieder ein Fake. Bevor man nicht ehrlich auftritt und sich nicht dauernd mit fremden Federn schmückt* wird das nix. Tut mir leid.
      * u.a. Boot & Crew – Herkunftsland

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 2

  9. avatar eku sagt:

    Wisst ihr, ich schreibe das erst mal ins „unreine“ …
    Ich laß letztens die PR-Mitteilung vom Team Malizia zum Start der Atlantiküberquerung – absolut ok! Keine dummen Sprüche, keine Übertreibungen, etc.
    Was mich umtreibt (seit ca 74-78): Gibt es wirklich einen Konflikt zwischen technischem Fortschritt und ökologischen Anforderungen?

    Die Antworten sind in der Regel nicht ganz einfach … eine Auswahl:
    1. Mein Vater war leitender Ing eines recht großen dt Maschinenbauers. Seine „ewig“ gleiche These: Leichtbau! Moderne Materialien, gleiche und bessere Festigkeit, geringeres Gewicht. Das ging bis ins private: der Audi 100 mit FG Nr 80x war seiner.
    2. Aus gleicher Quelle weiß ich, dass schon in der Zeit mit Materialien in der Massenproduktion experimentiert wurde, die biologisch abbaubar gewesen wären. Ich bin teils mit den später verantwortlichen gemeinsam in die Schule gegangen (und …)
    3. Dann gab es da den 1. Bericht des sog „Club of Rom“ – lief mir irgendwann über den Weg.
    4. In Folge: Da wo ich noch immer ansässig bin, wurden die ersten WK-Anlagen entwickelt, wir haben zusammen an den ersten WKK Anlagen geschraubt (ok, war noch ein alter ausgemusterter MB Diesel) – wir haben aber allen möglichen Mist probiert um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen.
    5. Das „Verbund-Werkstoff-Labor…“ hier in Bremen kannte ich auch – den Namen weiß ich gerade nicht mehr genau. Volker hat mich echt viel über modernen Bootsbau gelehrt … Für „ewig“ ist der Satz hängen geblieben: Früher gab es Boote, die haben funktioniert wie eine abgesoffene Flaschenpost – heute bauen wir Boote, die funktionieren wie ein Korken. Das passte wieder zu meinem Vater: der hätte das gleiche gesagt!
    6. Und so ging es weiter …

    Das entscheidende für mich ist:
    Ökologisch-Technologischer Fortschritt bedeutet nicht, dass wir alle nur noch bei Kerzenlicht in verräucherten Räumen sitzen. Das ist kein Fortschritt!
    Fortschritt bedeutet, dass wir in der Lage sind – bzw irgendwann in der Lage sein werden – nur mit Windkraft bzw unter Ausnutzung der bestehenden Umstände die Welt in Zeiten umrunden zu können, die mit konventionellen Treibstoffen nicht möglich sind.

    Ups .. da sind wir ja schon! Es gibt kein konventionelles Schiff/Boot welches in der Lage wäre die Welt in ca 40 Tagen zu umrunden ..

    Es ist letztlich wie mit der Formel1 bei den KFZs – Nur die Entwicklung an der Spitze bringt irgendwann eine Änderung in der Masse. 
Dass wir über unseren Individualverkehr nachdenken müssen: Wer einigermaßen intelligent ist wird das wissen!

    All das zuvor gesagte macht mich zuversichtlich, dass diese Aktion gut war: Wer nicht gerade völlig ignorant ist, wird mitbekommen haben, dass in der Spitze der technologischen Entwicklung mittlerweile Sachen möglich sind, die in den 70er Jahren völlig undenkbar waren.

    Und auch das: Segelsport auf diesem Niveau (auch wenn es hier nur Promo war) repräsentiert technologischen Fortschritt und nicht rückwärts gewandte Ökoblabla. Wenn die Menschheit die nächsten Jahrhunderte überleben will, dann brauchen wir genau das!

    Oh man, ich steh echt auf moderne Technik (sobald ich sie mir leisten kann …)

    Grüße eku

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 17 Daumen runter 0

  10. avatar Roar sagt:

    Die FAZ schreibt:

    “Am Freitag demonstrierte die 16-Jährige zusammen mit gut hundert Jugendlichen vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen.”
    Obwohl an den öffentlichen Schulen New Yorks noch bis zum 5. September Sommerferien sind, war die Gruppe damit deutlich kleiner als bei vielen europäischen Protesten.

    P.S. Die Dislikes bitte hier https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/greta-thunberg-bei-erstem-klimaprotest-in-new-york-16360844.html abgeben

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 1 Daumen runter 7

    • avatar Marilsa sagt:

      … in Europa hat die Gruppengröße ungefähr ein Jahr gebraucht …

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *