Greta Thunberg: Mit Boris Herrmann in New York – ein neuer Segel-Fan ist geboren

"Sie machen den berühmten Zickzackkurs"

Boris Herrmann macht schnelle Handbewegungen. Es könnte der kritischste Moment der gesamten Reise sein. Vielleicht seiner Karriere. Ist er doch etwas nervös? Falls er unter Druck dazu neigen sollte, wäre jetzt der Moment, das zu zeigen. Bloß nicht das Schiff beschädigen, das ihn im nächsten Jahr möglichst schnell um die Welt tragen soll. Sich bloß nicht vor den Augen der Weltöffentlichkeit zum Voll-Horst machen – im größten Hafen-Kino der Welt. Bloß nicht mit dem Heck gegen den Steg krachen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

18 Kommentare zu „Greta Thunberg: Mit Boris Herrmann in New York – ein neuer Segel-Fan ist geboren“

  1. avatar Sven -P. sagt:

    Moin Karsten!
    Von dem Greta-Trip hat auch Quantum Sails auch erst kurz vor dem Fastnet-Start erfahren. Das hatte also keinen Einfluss auf “Verhandlungen”. Da war der Drops längst gelutscht und wir waren uns seit Monaten einig. Seit März haben wir mit einem internationalen Team von 4 Leuten an den Designs gearbeitet.
    Bekanntgegeben wurde die Kooperation mit Boris Herrmann und Team Malizia auf internationaler Ebene übrigens vor dem Fastnet-Start.
    Viele Grüße,
    Sven

  2. avatar Andreas sagt:

    Carsten, in diesem Bericht hast du mir zu viele Themen “zusammengebastelt”. Die Klimathematik, Greta und PR, das hin und her der TAZ und schließlich Boris und die Sponsoren. Trotzdem ist der Bericht es wert.

    Ich war ehrlicherweise zu Begin die Atlantik-Reise ein wenig skeptisch, ob diese Art von PR sowohl Greta und der Klimaproblematik als auch Boris Vendee Globe Kampagne richtig sind. Mittlerer Weile bin ich aber ein richtiger Fan von beiden geworden.
    Warum? Weil mit Greta wirklich eine herausragende Persönlichkeit (mit 16 Jahren) für das Klima einsteht, den Finger in die Wunde legt und sie das mit ihrem Tun und Handeln ausgezeichnet rüber bringt. Ihre Statements und Reden sind außergewöhnlich klar, gut verständlich und authentisch. Da kann sich so mancher Politiker etwas abschauen (die meisten). Sie ist ein wirklich tolles Aushängeschild für die Klima-Kampagne auf der ganzen Welt und die Politik – auch in den USA – wird hoffentlich an ihren öffentlichen Auftritten nicht vorbei sehen können. Und das ist gut so.
    Für Boris freut es mich, dass er den Mut für solch eine Aktion gehabt hat und er jetzt davon etwas für seine doch recht schwierige Kampagne profitieren kann. Er macht alles auf eine sehr smarte und seriöse Weise, stellt sich dabei nicht zu sehr in den Vordergrund und doch muss er sich als das Aushängeschild für seine Kampagne in den Mittelpunkt rücken. Gut gemacht!

  3. avatar Mueller sagt:

    “Viel Lärm um nichts” lautet mein Fazit, denn es standen nur ca. 400 Zuschauer bei Gretas Ankunft am Ufer.

    Nicht einmal ein kleinster Vertreter der Stadt New York geschweige denn ein Lokal-Politiker waren bei Gretas Ankunft zu sehen. Presse und Medien ignorierten sowohl Greta als auch Boris, der ja mit der Aktion “Geschichte schreiben” wollte.

    Ansonsten fiel mir auf, dass Greta frei sprach, während Boris sein kurzes Statement ablas.

    Kurzum, eigentlich war es ein Desaster für unseren Segelhelden.

    • avatar Marlisa sagt:

      Es gibt Supermusiker, die beim ersten Auftritt 10 Zuhörer hatten, und niemand hat gefragt, wo denn die anderen tausend sind.

  4. avatar BrülltdochkeinenMüll sagt:

    Wow, ROAR nennt sich jetzt MÜLLER… wie phantasievoll.

    “Ein Desaster für unseren Segelhelden” – das einzige desatröse ist, mit welchen perfiden Mitteln und welcher Beharrlichkeit hier jemand versucht, andere in ein schlechtes Licht zu rücken (und wiederum andere in den Himmel zu loben). Ein Schelm wer Böses dabei denkt… (Dies ist nicht nur unsportlich, sondern vor allem extrem unprofessionell!)

    Glücklicherweise findet diese Berichterstattung samt der unsäglichen anonymen Kommentare weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit statt. Denn sollten Leser und Kommentatoren tatsächlich einen Querschnitt der Segel-interessierten und Segler in Deutschland abbilden, wäre es ein verheerendes Signal und kein Wunder, dass Deutschland bei den grossen Segel Events keine Rolle spielt. Nur Neid und Missgunst und eine facebookisierung des Kommentarbereichs.

    Boris hat dem Segeln gerade eine Aufmerksamkeit und Bedeutsamkeit gegeben wie nie jemand zuvor. Davon könnte der deutsche Segelsport und alle Segler profitieren, wenn sie zusammenstehen würden – aber diese Gefahr besteht ja ganz offensichtlich nicht. Traurig.

    Auch der heutige Artikel ist wirklich schwach – da wird stundenlang ein deutsches Segelboot samt Segler live im TV gezeigt und der einzige Kommentar gilt der mangelnden Fachkenntnis der Moderatoren im Segeln oder die vermeintliche Nervosität des Skippers. Echt jetzt!?

    Deutschland eine Segelnation?! Wenn man das hier alles so liest, wohl kaum. Höchstens eine Ansammlung argwöhnisch und vor Neid zerfressener Individualisten, die sich selbst am nähesten sind.

    FREUDE, SCHÖNER GÖTTERFUNKEN…

  5. avatar tyske amatør sagt:

    …waren es nicht auch Markus und ROAR welche Seitenweise verbale Inkontinenz hier hineinschütteten:

    http://srdev.svgverlag.de/panorama/greta-atlantik-toern-libor-mag-den-pr-coup-nicht-herrmanns-gratwanderung/

    und mit einer Vehemenz, ihrer fachlichen (In)Kompetenz folgend, Wiki- und Achgut-Artikel zitierten um zu “argumentieren” “DIE” kommen sowieso nicht in NYC an…..
    Eigentlich grauenvoll feststellen zu müssen, dass sich auch in unserem tollem Sport solche Blitzbirnen befinden.

    Das Schlimme ist, ich bin mir nicht sicher ob man auf weiter erscheinendes Geschwurbel über Verschwörungstheorien dieser Typen, den Mantel des Schweigens legt und sie dumm sterben lässt oder ob man versucht zu kommunizieren oder ihnen Kant´s ‘Metaphysik der Sitten’ empfiehlt…

  6. avatar breizh sagt:

    Also aus meiner Sicht war das eine fast gelungene Aktion für den (Hochsee)-Segelsport. So viele Berichte zu einem Hochseesegelboot gab es schon lange nicht mehr. Und vielleicht sehen wir die Auswirkung jetzt noch nicht aber warten wir einmal die kommenden Regatten wie TJV oder dann die Vendeé Globe ab, welche Medien dann auf einmal ausführlicher und mit Bezug auf diesen Törn darüber berichten. Es war ja auch noch ein Dokumentarfilmer an Bord, von daher wird es ja auch noch bewegte Bilder geben, die einen guten Eindruck vom Leben an Bord vermitteln und den Leuten wahrscheinlich ein viel besseres Gefühlt geben, was auf einer Vendeé Globe am Ende geleistet werden muss.

    Das SR hier als ein führendes Medium im deutschsprachigen Raum für den (Hochsee-)Segelsport mehr hätte daraus machen können, ist ein anderes Thema bzw. mMn eine verpasste Change. Junge Leute hätten bspw. mit gezielten Berichten, Erläuterungen zu der Yacht, zum Leben an Bord, mit Videos und Interviews für das (Hochsee-)Segeln gewonnen bzw. deren Interesse geweckt werden können. Vergleichbares wäre natürlich auch für andere Medien gegangen. Schließlich war SR einer der ersten, die von der Überfahrt berichtet hatten.

    Aber wieso man diese Chance nicht genutzt hat, müssen sich die Verantwortlichen bei SR selber fragen?

  7. avatar Boris Nikolajew sagt:

    Ach Leute kommt…. Jetzt habt ihr Deutschen mal über 2 Wochen Aufmerksamkeit in den öffentlich rechtlichen für ein Thema was keine Sau interessiert und ein paar Millionen Menschen mehr haben den Namen Boris Hermann gehört. Ein bisschen Sendezeit weniger für Merkel Trump Macron ist ja auch nicht verkehrt. Und die Bilder waren schön anzusehen ob der nun vor oder rückwärts seine Mühle parkiert. Wie hieß der zweite Segelprofi an Bord..? Sorry habe es schon vergessen..
    Wie wohl auch bald das ganze verrückte Abenteuer… Es war schön… Aber auch schön dass es war. Greta? Mir tut sie leid… So ein junges Mädchen mit sovielen Träumen… In 2 Jahren geht sie wieder zur Schule. Ich denke Heilpraktiker wäre etwas für sie. Seid lieb. Gruss aus Ost Preußen.

  8. avatar Roar sagt:

    “Dennoch kann der Greta-Törn ein wichtiger Beschleuniger für Herrmanns Profi-Karriere sein. Der Aufmerksamkeit-Boost könnte auf dem Sponsoren-Markt Türen öffnen, die bisher verschlossen geblieben sind.”

    Es wäre ihm ja zu wünschen, aber man fragt sich, wofür die Marke “Boris Herrmann” steht:

    – für die Steuerfluchtburg Monaco seines Freundes Casiraghi
    – für Motorbootrennen Casiraghis
    – für Formel I – Autorennen
    – für Jet-Set

    Der Marke Boris Herrmann mangelt es an einem klaren und eindeutigen Profil. Man bringt ihn eher mit Monaco als mit Deutschland in Verbindung.
    Die von Herrmann gesegelte Karbonkiste widerspricht dem Umwelt- und Klimaschutzgedanken.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich ein deutscher Sponsor für den “Halb-Monegassen” interessieren könnte.

    Das OTG verfolgt mit “Einstein” und “Made in Germany” das bessere Konzept, um eine Marke aufzubauen.

    • avatar Hannes-980 sagt:

      Wobei ja noch zu klären ist für was beim OTG ,,Made in Germany” steht.
      Nicht falsch verstehen, ich mag die Jungs und das Projekt aber Made in Germany erschließt sich mir noch nicht ganz.

      • avatar Roar sagt:

        Wofür “Made in Germany” beim OTG steht kann man leicht ergoogeln:

        OTG …. hat den “Anspruch, wieder eine deutsche Weltklasse-Kampagne im Offshore-Segeln zu etablieren – sowohl sportlich als auch als

        Botschafter für Technologie, Engineering und Innovation „Made in Germany“.

        Segeln „Made in Germany“ soll wieder zu einem internationalen Qualitätsmerkmal werden und Deutschland als Segeltechnologie-Standort stärken.”

        https://offshoreteamgermany.com/vision/

    • avatar Manfred sagt:

      Tut mir leid, ich sehe da bisher überhaupt kein Konzept. Und “Made in Germany” schon garnicht. Das ist doch auch wieder ein Fake. Bevor man nicht ehrlich auftritt und sich nicht dauernd mit fremden Federn schmückt* wird das nix. Tut mir leid.
      * u.a. Boot & Crew – Herkunftsland

  9. avatar eku sagt:

    Wisst ihr, ich schreibe das erst mal ins „unreine“ …
    Ich laß letztens die PR-Mitteilung vom Team Malizia zum Start der Atlantiküberquerung – absolut ok! Keine dummen Sprüche, keine Übertreibungen, etc.
    Was mich umtreibt (seit ca 74-78): Gibt es wirklich einen Konflikt zwischen technischem Fortschritt und ökologischen Anforderungen?

    Die Antworten sind in der Regel nicht ganz einfach … eine Auswahl:
    1. Mein Vater war leitender Ing eines recht großen dt Maschinenbauers. Seine „ewig“ gleiche These: Leichtbau! Moderne Materialien, gleiche und bessere Festigkeit, geringeres Gewicht. Das ging bis ins private: der Audi 100 mit FG Nr 80x war seiner.
    2. Aus gleicher Quelle weiß ich, dass schon in der Zeit mit Materialien in der Massenproduktion experimentiert wurde, die biologisch abbaubar gewesen wären. Ich bin teils mit den später verantwortlichen gemeinsam in die Schule gegangen (und …)
    3. Dann gab es da den 1. Bericht des sog „Club of Rom“ – lief mir irgendwann über den Weg.
    4. In Folge: Da wo ich noch immer ansässig bin, wurden die ersten WK-Anlagen entwickelt, wir haben zusammen an den ersten WKK Anlagen geschraubt (ok, war noch ein alter ausgemusterter MB Diesel) – wir haben aber allen möglichen Mist probiert um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen.
    5. Das „Verbund-Werkstoff-Labor…“ hier in Bremen kannte ich auch – den Namen weiß ich gerade nicht mehr genau. Volker hat mich echt viel über modernen Bootsbau gelehrt … Für „ewig“ ist der Satz hängen geblieben: Früher gab es Boote, die haben funktioniert wie eine abgesoffene Flaschenpost – heute bauen wir Boote, die funktionieren wie ein Korken. Das passte wieder zu meinem Vater: der hätte das gleiche gesagt!
    6. Und so ging es weiter …

    Das entscheidende für mich ist:
    Ökologisch-Technologischer Fortschritt bedeutet nicht, dass wir alle nur noch bei Kerzenlicht in verräucherten Räumen sitzen. Das ist kein Fortschritt!
    Fortschritt bedeutet, dass wir in der Lage sind – bzw irgendwann in der Lage sein werden – nur mit Windkraft bzw unter Ausnutzung der bestehenden Umstände die Welt in Zeiten umrunden zu können, die mit konventionellen Treibstoffen nicht möglich sind.

    Ups .. da sind wir ja schon! Es gibt kein konventionelles Schiff/Boot welches in der Lage wäre die Welt in ca 40 Tagen zu umrunden ..

    Es ist letztlich wie mit der Formel1 bei den KFZs – Nur die Entwicklung an der Spitze bringt irgendwann eine Änderung in der Masse. 
Dass wir über unseren Individualverkehr nachdenken müssen: Wer einigermaßen intelligent ist wird das wissen!

    All das zuvor gesagte macht mich zuversichtlich, dass diese Aktion gut war: Wer nicht gerade völlig ignorant ist, wird mitbekommen haben, dass in der Spitze der technologischen Entwicklung mittlerweile Sachen möglich sind, die in den 70er Jahren völlig undenkbar waren.

    Und auch das: Segelsport auf diesem Niveau (auch wenn es hier nur Promo war) repräsentiert technologischen Fortschritt und nicht rückwärts gewandte Ökoblabla. Wenn die Menschheit die nächsten Jahrhunderte überleben will, dann brauchen wir genau das!

    Oh man, ich steh echt auf moderne Technik (sobald ich sie mir leisten kann …)

    Grüße eku

  10. avatar Roar sagt:

    Die FAZ schreibt:

    “Am Freitag demonstrierte die 16-Jährige zusammen mit gut hundert Jugendlichen vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen.”
    Obwohl an den öffentlichen Schulen New Yorks noch bis zum 5. September Sommerferien sind, war die Gruppe damit deutlich kleiner als bei vielen europäischen Protesten.

    P.S. Die Dislikes bitte hier https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/greta-thunberg-bei-erstem-klimaprotest-in-new-york-16360844.html abgeben

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