Havarie bei Scheveningen: Leine im Propeller sorgte für Totalschaden

Geblendet

Die vor einer Woche am Strand von Scheveningen gestrandete deutsche Yacht gibt es nicht mehr. Bereits kurz nach der Havarie nahm eine holländische Bergungsfirma die Yacht auf einen Transporter und lud sie in der Nähe auf einem Parkplatz ab, auf dem das Schiff auseinandergenommen und anschließend in zwei großen, roten Containern entsorgt worden ist. Laut der Aussage des Bergungsunternehmens kostet die Aktion circa 10.000 Euro.  

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von 𝗗𝗘 𝗦𝗖𝗛𝗘𝗩𝗘𝗡𝗜𝗡𝗚𝗘𝗥 (@descheveninger_insta)

 

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, bleibt weiterhin unklar. Die KNRM sprach unmittelbar nach der Rettung von einem „Navigationsfehler“. In den letzten Tagen kam heraus, dass es wohl eine Verkettung von Ursachen war, von denen der „Navigationsfehler“ nur ein Teil des Ganzen war.

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Nicol Taal (@nikkilauda2)

 

Bei den Bergungsarbeiten entdeckten die anwesenden Personen eine Leine, die sich um den Propeller gewickelt. Ob die Leine vor dem Unglück oder bei dem Versuch sich zu befreien, in den Propeller geriet, bleibt Spekulation. In der holländischen Zeitung „AD“ (ehemals Algemeen Dagblad) äußerte sich der Skipper jedoch erstmals, als er beim Ausräumen des Wracks angetroffen wurde.

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von arnaud wyers (@awyers)

 

Laut der Aussage des Skippers war der Bildschirm des Plotters in der Kabine so hell, dass er ins Cockpit ging, um auf Sicht zu navigieren. Auf den Fotos der gestrandeten Yacht, ist nicht klar zu erkennen, ob sich auch im Cockpit ein Plotter befand. Als der Skipper bemerkte, dass er nicht auf den Hafen zuhielt, sondern auf die Pier, versuchte er, freies Wasser zu erreichen. Aber laut seiner Aussage verhinderten Strömung, Wind und die Leine im Propeller, dass er sich aus der misslichen Lage befreien konnte. Er trieb darauf auf das Pier, der Mast brach, räumte auf der Pier noch das Geländer ab, während die Yacht zwischen den bunten Pfeilern einparkte.

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Zeilen (@zeilen_magazine)

 

Der Skipper übernahm das Boot (Baujahr 2008) im Jahr 2018 und rüstete es für die große Fahrt aus. Generatoren, Watermaker und sogar eine ganze Taucherausrüstung befanden sich an Bord. Zum Zeitpunkt des Unglücks segelte der Skipper gerade von Kiel in Richtung Nieuwpoort in Belgien. In Scheveningen wollte er kurz Halt machen, um sich auszuruhen und die Tanks zu füllen.

Einige Gegenstände konnte er aus dem Wrack noch retten. Die Weltumsegelung möchte er mit seiner Frau dennoch fortsetzen, wenn die Versicherung zahlt. Dann möchte er sich wieder ein Schiff kaufen und einen neuen Anlauf unternehmen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 + 3 =