Hermann Noack (1930–2026): Unternehmer, Segler, Pionier des deutschen Hochseesports

„Abschied von einem der Großen“

Mit Hermann Noack ist im Alter von 95 Jahren eine Persönlichkeit gestorben, die für eine prägende Epoche des deutschen Hochseesegelns steht. Der Berliner Unternehmer und Eigner der Yacht Sabina gehörte zu jenem Kreis von Seglern, die Deutschland in den frühen 1980er-Jahren an die Weltspitze führten.

Sabina in Aktion unter Spinnaker. © Admiral’s Cup

„Heute nehmen in Berlin auch die Segelfreunde von Hermann Noack Abschied von einem ihrer Großen!“, schreibt Mike Iwand, der 1983 auf Outsider neben Noack zum siegreichen deutschen Admiral’s-Cup-Team gehörte. „Mit seiner Crew lieferte er uns so manche Schlacht. Er war ein großartiger Mensch und beruflich ein Künstler von Weltrang. Wir werden uns immer an Hermann erinnern.“

Am 10. April ist Hermann Noack in Nikolassee zu Grabe getragen worden, und zahlreiche Segler sind gekommen, um an ihn und die Zeit zu erinnern, als sein Name untrennbar mit dem historischen zweiten deutschen Erfolg 1983 beim Admiral’s Cup verbunden war – zehn Jahre nach dem ersten Sieg. Damals gewann die deutsche Mannschaft die prestigeträchtigste Hochseeregatta der Welt im Wettbewerb mit 15 Nationalteams.

Hermann Noack © Huisman

Diese Regatta vor Cowes hatte eine solche Bedeutung, dass Der Spiegel einen Mehrseiter druckte. Unter dem Titel „Der dritte Mann“ wurde die spannende Vorgeschichte inklusive der entscheidenden Qualifikationsregatta beschrieben, bei der sich sieben Eigner mit ihren Yachten bewarben. Der Vorspann: „Zwei deutsche Millionäre programmierten sich selbst auf Sieg im Admiral’s Cup, der Weltmeisterschaft im Hochseesegeln. Ein Außenseiter durchkreuzte ihre Pläne.“

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