Heyman 42PPH: Schwedische Blauwasseryacht mit klassischen Linien

Etwas retro und doch modern

Die neue Langfahrtyacht aus Schweden überzeugt durch klassische Linien, ein luftiges Einrichtungskonzept und wertige Ausstattung. 

© Werft

Das Wichtigste zuerst: PPH steht für Pocket Pilot House, womit klar wird, um welche Art Schiffstyp es sich bei der Neuen aus der Heyman-Kollektion handelt: Eine Blauwasseryacht für Segler mit Liebe zu klassischem Deckshaus-Design und hohen Komfort- und Sicherheitsansprüchen. Gezeichnet wurde sie von Gabriel Heyman, der die maßgeblichen Charakteristika seines neuesten Entwurfs folgendermaßen zusammenfasst: „Die wichtigste Idee hinter der PPH war es, freie Sichtlinien zu schaffen, verbunden mit einem guten Rundum– bzw. Ausblick aus allen Räumen. Ich wollte ein Schiff entwerfen, bei dem Außen und Innen miteinander verschmelzen. Auf den meisten Yachten geht man nach unten, setzt sich aufs Sofa und starrt das Sofa gegenüber an. Nicht so auf der Heyman 42. Auf ihr kann man sich lange aufhalten, ohne sich eingeengt zu fühlen.“ 

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Trotz der ausgetüftelten Plicht- und Deckshausaufteilung, die einen stufenlosen Übergang vom Salon ins Cockpit vorsieht und eine Raumausstattung ermöglicht, die beide Räume derart miteinander verschmelzen lässt, dass man sich wie auf einem großzügig dimensionierten Katamaran vorkommt, dürfen die Segeleigenschaften nicht zu kurz kommen, fährt der Konstrukteur fort: „Ich halte es für unerlässlich, niemals die Segeleigenschaften einer Yacht zu opfern. Auf einem gut designten Schiff sollte es sich gut leben lassen, trotzdem muss es schnell, einfach zu handeln und gut ausbalanciert sein.“ 

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Für gute Performance sorgt die lange Wasserlinie von fast 12 Metern, die u. a. durch den steilen Steven zustande kommt. Interessant für Blauwassersegler ist das Kielkonzept. In einem langen Kielstummel versteckt sich ein schmales Schwert. Während des Segelns kann es bis auf eine Wassertiefe von 3,01 Metern herabgelassen werden. Hochgezogen verringert sich der Tiefgang auf 1,44 Meter, was ideal ist, um auch seichte Buchten zu erkunden. 

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Weiteren Langfahrtkomfort bringt das Rigg ins Boot. Für Baunummer eins, die derzeit in Estland auf der Ridas-Werft entsteht und im Juni 2022 ihre Jungfernfahrt absolvieren soll, ist ein doppeltes Vorstag mit unter Deck montierten Rollanlagen vorgesehen. Das erleichtert den Segelwechsel und ermöglicht Schmetterlingssegeln, ohne dass jemand aufs Vorschiff mussAuch das Großsegel lässt sich vom Cockpit aus setzen und wegstauen, dafür sorgt eine In-den Mast-Rollvorrichtung. Erleichterung für Hafenmanöver bringt das Bugstrahlruder, das zur Serienausstattung zählt. 

Die Zeit vor Anker lässt sich versüßen, indem man sich einen Platz zum Sonnenbaden sucht und ihn mit passenden Polstern auskleidet. Neben den Cockpitbänken bieten sich dafür das Vordeck und die herunterklappbare Badeplattform an.  

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Sonnenbäder lassen sich aber auch im Deckshaus genießen, denn das breite Schiebeluk kann so weit geöffnet werden, dass Cabrio-Feeling entsteht. Privatsphäre bieten die Schlafräume, von denen der vordere in die Eigner-Suite integriert istSeine Einrichtung besteht aus Inselbett, Kleiderschränken, einem kleinen Bürotisch und diversen Ablagen. Zur Suite gehört ein Badezimmer mit separater Duschkabine. Eine zweite Doppelkabine ist backbord achtern unter dem Cockpitboden untergebracht. Sie verfügt ebenfalls über eine eigene Nasszelle. Gekocht wird an einer als U-geformten Pantry-Zeile 

Alternative Interieur-Versionen stehen zur Auswahl. 

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Technische Daten:

Konstruktion: Gabriel Heyman 
LüA inkl. Bugspriet: 13,52 m 
Länge über Deck: 12,66 m 
LW: 11,83 m 
Breite: 4,30 m 
Tiefgang (Schwert): 1,44 – 3,01 m 
Verdrängung: 11,4 t 
Treibstofftank: 1100 l 
Motor: Volvo Penta D2-75 
Segelfläche am Wind: 89 m2 
Preis: inkl. umfangreicher, hochwertiger Ausstattung wie B&G Instrumente, Rollanlagen, Bugstrahlruder etc. 574.700 Euro (Stand 19. April 21) 
Infos: www.heymanyachts.com 

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