Bilderstrecke zur 25. Jubiläums-Atlantic Rally for Cruisers

In Feierstimmung über den Atlantik

Von Carsten Kemmling/Marina Könitzer

Lila Schweinchen bei der alljährlichen ARC Verkleidungsparty im vergangenen Jahr. Das Jubiläums-Pendent startet Mittwoch. © Marina Könitzer

Am Wochenende segeln wieder Heerscharen über den Atlantik. Im Rahmen der 25. Atlantic Rally for Cruisers begibt sich zum Jubiläum die Rekordzahl von 239 Yachten aus 28 Nationen über den Teich. Dabei wird das Event alljährlich wie eine Funregatta gefeiert.

So marschierten die Crews zur Eröffnung durch Las Palmas auf Gran Canaria in die Marina ein. Am Mittwoch erfährt die Veranstaltung einen ihrer Höhepunkte mit der Fancy-Dress-Party. Hier geht es um den vielleicht wichtigsten Wettkampf. Die besten Kostüme werden prämiert.

Dann bleibt den Seglern noch paar Tage Zeit zum Ausnüchtern bis am Sonntag zum 25. Mal der Startschuss zur 2700 Meilen Etappe Richtung Rodney Bay auf der Karibik-Insel St.Lucia fällt.

Das Erfolgsgeheimnis dieser Veranstaltung ist die Mischung zwischen Party und ernstem Segeln. Denn die Stimmung ist zwar ausgelassen, aber allen ist bewusst, dass der Sprung über den Atlantik eine große Herausforderung ist. Die meisten Schiffe benötigen 14 bis 21 Tage.

Der 74-Jährige Berliner Manfred Kerstan ist mit seiner Swan 62 zum 17. Mal dabei. © Marina Könitzer

Viele Segler sind zum ersten Mal dabei. Sie erfüllen sich einen Traum. „Atlantik“ steht bei vielen auf der Liste der „Dinge, die man im Leben einmal gemacht haben muss“. Die ARC Organisatoren des World Cruising Club bieten mit der ARC ein Sicherheitsnetz für das lange Seestück.

In der Woche vor der ARC finden zahlreiche Seminare statt zu technischen, meteorologischen oder navigatorischen Fragen, die aus den Teilnehmern bessere Segler machen.

Viele nutzen die ARC als Einstieg für die geplante Weltumsegelung. Sie ist ein logischer Schritt. Erst einmal in der Gruppe über den Teich, quasi mit Stützrädern, danach dann alleine weiter. Die grenzenlose Freiheit in Raten erleben.

Um Geschwindigkeit geht es nicht. Deshalb steht das R in ARC nicht für Regatta sondern für Rally. Natürlich gibt es eine Wertung. Wenn mehrere Yachten zusammen eine Strecke bewältigen ist der Wettkampfgedanke dabei. Er steht aber im Hintergrund. Zu unterschiedlich sind die Yachten. Die Flotte reicht von der 11 Meter Bavaria über 80 Fuß Schwäne bis zum Whitbread Maxi „Steinlager2“ und dem 35 Fuß Schoner „Texel“.

Aus Deutschland sind 16 Yachten am Start. Darunter ist zum 17. Mal das ARC-Urgestein Manfred Kerstan. Der Berliner KFZ-Meister und Weltumsegler startet mit seiner Swan 62 „Albatros“. Kein anderer hat so oft teilgenommen wie er. Seine Meinung ist geschätzt, sein Rat wird befolgt.

Er segelt seine knapp 20 Meter lange Yacht mit Fahrtenseglern, die ihn „chartern“ nach Saint Lucia in die Karibik. Dreimal hat ihm sein schnelles Schiff die Prime Minister Trophy eingebracht. Auch dieses Mal will er vorne mit dabei sein.

Dabei wird er mehr Lebensmittel, als bisher in die Backskisten stauen. Denn alle teilnehmenden Yachten und Besucher sind aufgerufen, Trocken-Lebensmittel und Drogerie-Artikel mit nach St. Lucia zu nehmen. Die Region um St. Lucia wurde vor kurzem von dem Hurricane Tomas heimgesucht.

Eventseite

Die Bilder stammen von der Profi-Fotografin Marina Könitzer, die auf zahlreichen nationalen und internationalen Regatten präsent ist. Sie bietet unter anderem individuell gestaltete Segel-Kalender an für Eigner und Crews, die ihr bei den besuchten Veranstaltungen vor die Linse gekommen sind. Kontakt: marina.koenitzer@web.de

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Carsten Kemmling

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