Im Rennen um den Rekord der Jules-Verne-Trophäe kämpft Sodebo Ultim 3 weniger als 300 Meilen vor dem Ziel mit Orkan Ingrid. Es geht nur noch darum, nicht zu kentern. Der Vorsprung ist geschmolzen. Die 40-Tage-Marke wird nicht geknackt. Ein Video zeigt den Kampf. Wie diese Weltumrundung einzuschätzen ist.
Die Crew der Sodebo Ultim 3 kämpft unter dem Einfluss von Ingrid mit Windgeschwindigkeiten von 40 bis 50 Knoten und zehn Meter hohen Wellen. Es ist die größte Herausforderung seit dem Start vor gut 40 Tagen. Der Trimaran muss vor Sonntagabend um 20:30 Uhr eintreffen, um den seit 2017 bestehenden Rekord von IDEC Sport zu brechen.

Am Samstagabend behauptet Sodebo Ultim 3 300 Meilen vor dem Ziel noch einen Vorsprung von 460 Seemeilen auf den Rekord. Er schmilzt jedoch von Stunde zu Stunde, da sich das Team im Sicherheitsmodus befindet. Der starke Seegang sorgt für große Kentergefahr. Die angestrebte Marke von 40 Tagen wird nicht fallen, aber der Rekord dürfte dennoch gebrochen werden, sofern kein größeres Unglück passiert. Am Sonntagmorgen zwischen 6 und 8 Uhr wird der Zieleinlauf erwartet. Thomas Coville und die Crew von Sodebo werden dann in Brest zurückerwartet.

Noch nie war der Maxi-Trimaran solchen Bedingungen ausgesetzt. Ingrid hat die See aufgewühlt. Dabei sorgte am Freitag die Beschädigung der Steuerbord-Ruderhülse für Stress an Bord. Das Technik-Team von Sodebo bekam das Problem jedoch in den Griff, bevor die Auswirkungen das Steuerverhalten ernsthaft beeinträchtigen konnten.

Was bedeutet diese Rekordfahrt bis hierhin? Franck Cammas, der 2010 mit der Groupama 3 mit Thomas Coville an Bord den Jules-Verne-Rekord erreichte und zusammen mit Tom Laperche die Transat Café L’Or 2025 mit dem Ultim SVR-Lazartigue 4:40 Stunden vor Sodebo gewann, gibt seine Einschätzung.
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