Klassiker: “Peking” wird zum Hamburger Veermaster – 120 Millionen Investition

Hamburg statt Hochofen

Der Bund bewilligt 120 Millionen Euro für ein Hafenmuseum inklusive Überführung und Sanierung der Viermastbark “Peking” aus New York.

Auf ihrem Liegeplatz in New York.  © Seaport South Museum

Auf ihrem Liegeplatz in New York.
© Seaport South Museum

Die Deadline endete am 3o. Juni. Wenn der Flying-P-Liner “Peking” bis dahin keinen neuen Besitzer finden würde, wäre das ihre Ende. Der Abwracker wartete schon. Das South Street Seaport Museum in New York konnte sich das Schiff nicht mehr leisten. Das Einschmelzen im Hochofen drohte.

Dabei ist die „Peking“ ein legendäres Stück Zeitgeschichte. Sie fuhr von 1923 bis 1931 für die Hamburger Laeisz Reederei auf der Route Hamburg -Chile und war damals das größte Segelschiff der Welt. Die Viermast-Bark fasste 5.300 Tonnen Fracht und konnte 32 Segel setzen, von denen manche über eine Tonne wogen. Das Schiff kam ohne jegliche maschinelle Unterstützung aus, es gab keine Winschen, nur Flaschenzug-Übersetzungen, alles wurde von Menschenhand in Bewegung gesetzt.

Das Video zeigt, was es hieß, auf dem Viermaster seine Arbeit zu verrichten:

Aber der Retter kommt aus Deutschland. Die ursprünglichen Besitzer von der Reederei Laeisz sprangen ein und sorgten für einen Aufschub des Abwrackens. Und es hat sich gelohnt. Denn der Bund stellt nun  im Rahmen eines umfassenden Projektes, das auch die Errichtung eines großen Hafenmuseums beinhaltet, gleich 120 Millionen Euro bereit.

Peking

Im Dienst der Hamburger Laeisz Reederei über den Atlantik. © Seaport South Museum

26 Millionen fließen dabei der “Peking” zu. Das seeuntüchtige Schiff muss auf einem Frachter nach Hamburg gebracht werden und umfassend saniert und restauriert werden. Die stählerne Außenhaut soll an einigen Stellen nach den vielen Jahren im Wasser nur noch papierdünn sein.

Segeln wird der Klassiker allerdings nicht. Dafür wären rund 40 Personen notwendig, die das Rigg bedienen. Deshalb muss das Schiff seinen Unterhalt unbeweglich am Kai im Hansahafen gegenüber der Elbphilharmonie am südlichen Elbufer erwirtschaften.

"Peking" auf einem alten Gemälde mit verändertem Rigg. © Seaport South Museum

“Peking” auf einem alten Gemälde mit verändertem Rigg. © Seaport South Museum

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Ein Kommentar „Klassiker: “Peking” wird zum Hamburger Veermaster – 120 Millionen Investition“

  1. Danke für diese maritimen Infos besonders für den Film über die PEKING. Auch ich habe meine Liebe zur See schon in den 50. Jahren in Bremerhaven bei der Besichtigung der großen Ozeanliner entdeckt über die ich viele Fotos gemacht habe. Die ich auf Anfrage gerne zusende. Dann kam der Schiffsmodellbau , die Ölmalerei und die Schriftstellerein. Soviel von einer ergrauten Landratte mit Seewasser im Blut aus Aachen, Burkhard,

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