Konstruktion: Norweger wollen Tunnel für Schiffe bauen – Eine Option für die Törnplanung?

Prestige Projekt

Die norwegische Tourismus Branche macht Druck, dass ein Prestige-Projekt realisiert wird: Ein fast 40 Meter hoher Tunnel für Schiffe soll das gefährliche Umfahren einer Landspitze überflüssig machen.

In den vergangenen 70 Jahren haben vor der westnorwegischen Halbinsel Stadlandet bei 46 Havarien 33 Menschen den Tod gefunden.  Das Umfahren der Spitze ist besonders in der dunklen Jahreszeit gefährlich. Am Kråkenes-Leuchtturm werden schon mal über 100 Sturmtage pro Jahr gezählt. Deshalb wäre alles wünschenswert, mit dem sich diese Passage bei oft schweren Kreuzseen vermeiden ließe.

Der geplante Tunnel in Norwegen.

Ein Durchstich der 1,7 Kilometer schmalen Landenge am südlichen Ende der Halbinsel ist Planern ins Auge gefallen. Ein Kanal wäre hilfreich, kommt nicht in Frage, da es sich um höheres, felsiges Terrain handelt. Deshalb kam schon 2013 der Plan auf, einen Tunnel für die Schiffe zu graben. Seitdem beflügelt der Stad Skipstunnel die Phantasie der Norweger.

Er ist ein Prestige-Projekt geworden, denn die Kosten sollen sich auf nahezu 300 Millionen Dollar belaufen. Denn es müssen 7,5 Millionen Tonnen Gestein bewegt werden, damit die Höhe zwischen 33 und 40 Meter (je nach Quelle) erreicht wird. 26,5 Meter Breite und 12 Meter Wassertiefe soll selbst den größeren Kreuzfahrtschiffen auf der Hurtigruten einen sicheren Weg bereiten.

Ausblick beim Einlaufen der Schiffe.

Eigentlich war die Planung schon so weit fortgeschritten, dass über einen Beginn der drei bis vier Jahre andauernden Arbeiten 2018 gesprochen wurde. Aber zuletzt ist es so ruhig geworden um das Projekt, dass nun die Tourismus-Branche darauf dringt, das Feuer der Begeisterung für den Tunnel lebendig zu halten. Denn die Aufmerksamkeit hilft der Region. Die Verbindung könnte möglicherweise auch Seglern helfen, Norwegen besser auf eigenem Kiel zu erschließen.

Der geplante Durchstich.

Spenden
http://www.fastdownwind.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *