“Viking Star” Seenot: Wie knapp sich der Kreuzfahrer vor dem Legerwall retten konnte

Das hätte böse ausgehen können

Die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes “Viking Star” erlebten am Wochenende einen Alptraum, als sie bei Windstärke acht und bis zu 15 Meter hohen Wellen abgeborgen werden mussten. Es fehlte nicht viel zur absoluten Katastrophe im berüchtigten Seegebiet.

Der 228 Meter lange Kreuzfahrer mit 1373 Passagieren an Bord war auf dem Weg von Tromsø nach Stavanger bei Windstärke 8 und bis zu 10 Meter hohem Seegang in Seenot geraten. Die Antriebsanlage bestehend aus zwei Elektro- und vier Dieselmotoren funktionierte nicht mehr.

Das Schiff driftete am berüchtigten 10 Meilen langen norwegischen Küstenabschnitt Hustadvika bis auf zwei Meilen auf die Felsküste zu, wo sich in der Vergangenheit schon zahlreiche Schiffsunglücke abgespielt haben. Die Evakuierung wurde eingeleitet und Seenotretter bargen 467 Menschen per Helikopter ab.

So nahe kam die “Viking Sky” der Legerwall-Küste

Aber nach einer halben Stunde gelang es den Mechanikern, eine Maschine wieder in Gang zu bekommen und die Anker zu werfen. Damit konnte die Drift Richtung Legerwall-Küste gestoppt werden. Der erste Felsen soll nur 100 Meter entfernt gewesen sein. Schlepper zogen die “Viking Sky” wieder nach Luv aus dem gefährlichen Seegebiet. 

Dramatisch wurde es auch für den Frachter “Hagland Captain”, der im selben Seegebiet in Not geriet. Er wollte dem Kreuzfahrtschiff zur Hilfe eilen, aber im starken Seegang verrutschte die Holzladung, die Maschine fiel aus, und das Schiff trieb mit schwerer Schlagseite ab. SAR-Hubschrauber bargen die neunköpfige Crew ab. Die Drift konnte aber schließlich mit den Ankern verhindert werden.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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5 Kommentare zu „“Viking Star” Seenot: Wie knapp sich der Kreuzfahrer vor dem Legerwall retten konnte“

  1. avatar nik sagt:

    … wat ma wieder beweißt: lebende Ladung ist scheiße!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 1 Daumen runter 8

  2. avatar herr zettpunkt sagt:

    Ein wenig Demut gegenüber den Gefahren der See täte der Kreuzfahrtindustrie ganz gut. Mit der Norwegischen Küste hat man sich ein zwar gefährliches aber doch durch die Ölindustrie gut versorgtes Gebiet ausgesucht. Und trotzdem hat es viele Stunden gedauert auch nur 1/3 der Menschen einzeln von Bord zu winschen. Das Schiff ist ja nun auch noch vergleichsweise klein. Was passiert mit einem Schiff für 5000 Passagiere? Hätten die Schlepper überhaupt ausgereicht so einen Koloss gegen den Wind zu halten? Hubschrauber mit 20 Personen Kapazität sind ja da auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

    Ich denke, dass wir in nächster Zeit ein Unglück erleben werden, welches dass der Titanic schier unbedeutend aussehen werden lässt.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 1

  3. avatar Sven 14Footer sagt:

    Beängstigend, dass das Schiff einen der Motoren braucht, um den Anker zu werfen. (wenn es denn so richtig ist)
    Ein Blackout an Bord ist nicht so ungewöhnlich. Diesmal war es noch nicht einmal Einer.

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  4. avatar herr zettpunkt sagt:

    BTW: Das havarierte Schiff heisst Viking Sky. Die Viking Star liegt momentan in Venedig

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  5. avatar Rick sagt:

    Na da stimmt ja so einiges nicht in diesem Artkel, nicht nur der Schiffsname…

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