Kroatien: Ärger für Segler beim Überfahren der Seegrenzen

Harte Bandagen

In Kroatien geraten Segler in den Fokus der Behörden. SR-Leser Edmund E. Lindau vom Österreichischer Hochsee Yachtclub macht auf einen Vorfall in Šibenik aufmerksam.

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10 Kommentare zu „Kroatien: Ärger für Segler beim Überfahren der Seegrenzen“

  1. avatar Wilfried sagt:

    Wer das abstrus findet sein an Vorkomnisse in der Flensburger Förde von Seiten der Deutschen erinnert.

  2. avatar blue sagt:

    Kroatien ist EUmitglied aber (noch)nicht Teil des Schengenabkommens, daher Grenzkontrollen auch am Wasser.

    Die Segelyacht xxxxxxx*) Name bekannt) ist Teil eines Ausbildungsunternehmens mit kroatischen Firmensitz?
    Wenn nicht, dann ist alles klar, “Schwarzarbeit” und die wird in ganz Europa geahndet.

    • avatar Wilfried sagt:

      Alle Seegrenzen zwischen EU-Staaten sind Außengrenzen , also auch Dänemark / Deutschland. Wer von einem nicht Grenzübertrittshafen an der Flensburger Förde direkt nach Dänemark segelt verstößt gegen die Vorschriften. Man muss zumindestens vorher einen Grenzübergangshafen anlaufen, eine Ehrenrunde im Becken drehen und kann dann legal nach Dänemark segeln. Ein Mitarbeiter der Wasserwirtschaftspolizei erklärte mir die Sinnhaftigkeit dieser vorschrift damit, dass damit dem Menschenschmuggel auf Sportbooten vorgebeugt werden soll. Aha,- so finanzieren wir nämlich unser aller Hobby.

    • Ist eine Ausbildungsyacht unter kroatischer Flagge im Eigentum einer kroatischen GmbH mit allen Lizenzen und Berechtigungen.
      Die Yacht ist auch nicht in die Hoheitsgewässer eines anderen Landes gefahren sondern von einer kroatischen Hafenstadt durch “internationale Gewässer” in eine andere kroatische Hafenstadt.
      Anders wäre es gewesen, wenn die Yacht von Kroatien nach Italien (von Nicht-Schengen in Schengen-Land gesegelt wäre. Da ist Ausklarieren/Einklarieren selbstverständlich.

      • avatar Wilfried sagt:

        wie gesagt das Verlassen der Hoheitsgewässer stellt auch hier bei uns in der Nord- und Ostsee ein überqueren einer Schengen-Außengrenze dar. Ob es einem gefällt oder nicht.

  3. avatar Franz Berghold sagt:

    Zum Verhalten der kroatischen Behörden: So unangenehm, bedauerlich und zu guter letzt auch kostspielig diese Angelegenheit für die Betroffenen zweifellos war, ist die ganze Aufregung unnötig: Die Kroaten waren schon immer relativ stur und manchmal auch rüde, aber in der Regel korrekt und immer(!) im Recht (letzteres hört man als betroffener Skipper natürlich nicht gern).

    Ein Kontakt mit italienischen oder gar mit den oft zutiefst korrupten griechischen Beamten ist wesentlich unangenehmer. Ich könnte ein Buch darüber schreiben.

    Jedenfalls: ob sie uns passen oder nicht, auch die kroatischen Gesetze sind von uns einzuhalten. Punktum. Im übrigen würde mir als vernehmendem Polizeibeamten die Galle hochsteigen, wenn mir zur Rechtfertigung solche durchsichtigen Gschichterln wie ich musste einer Wetterfront ausgewichen” usw,. aufgetischt würden. Die sind ja nicht blöd. bitte.

    Franz Berghjold, “Manha de Carnaval”, Kaprun

    • avatar Willem sagt:

      >> Im übrigen würde mir als vernehmendem Polizeibeamten die Galle hochsteigen,
      >> wenn mir zur Rechtfertigung solche durchsichtigen Gschichterln wie ich musste
      >> einer Wetterfront ausgewichen” usw,. aufgetischt würden

      Ach ja? Warst Du dabei und hast genauere Infos über die Wettersituation als wir normalsterblichen?

      Schon mal von der Bora überfallen worden? Da kann es sehr wohl Sinn machen, auf die offene See zu flüchten und dann kann es doch wohl nicht sein, dass ich mir als Skipper Gedanken über die 12 Meilen machen muss – da geht die Sicherheit meiner Mitsegler vor!

      Und wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen: Hier geht es nicht um die illegale Einreise aus einem anderen Land, sondern um kurzzeitiges überschreiten der Seegrenze, ohne dabei einen Hafen in einem anderen Land anzulaufen..

      Und wenn wir schon Korinthen kacken wollen: Die Einreise und damit das unterlassene Einklarieren war noch gar nicht vollzogen, als die Yacht auf See aufgebracht wurde. Somit wäre der 2. Teil der Buße ohnehin nicht fällig gewesen.

      M.E. soll hier die Staatskasse (sofern denn die kassierten Bußgelder überhaupt dort landen) aufgebessert werden, indem man vermeintlich zahlungskräftige Touristen abkassiert. Nun, die hier geschädigten dürften das Land künftig meiden wie die Pest und auch all ihren Freunden von Reisen dorthin abraten – ein Pyrrhussieg also

  4. avatar Lothar sagt:

    Ich kann nur sagen: Einmal Kroatien, NIE WIEDER ! So ein umständliches, herrisches Beamtengedöns und diese unsägliche Geldmacherei an allen Fronten. Wenn man in Buchten nicht mehr ankern darf sondern die Gemeindebojen mieten muss, Wenn der Hafenmeister samt Fremdenpolizei Dienst macht wie es ihnen gerade passt, Ausklarien damit auch schon mal drei Tage dauern kann, dann frage ich mich wem gehört diese Welt eigentlich. Den Bürgern der EU oder diesen Platthintern in ihren Uniformen und ihren 5000 Vorschriften.
    Wir liegen in Muggia/Triest und meiden Kroatien zu Land und zu Wasser wie die Pest.. Was für Sch….Europäer .. Schade um das schöne Land. Slowenien, Italien alles molto bene … seit Jahren..es gibt ja noch andere Urlaubsorte und Charterbasen .. und vor allem: Nette Menschen.

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