Laser Streit: ISAF geht in die Offensive, Kirby reagiert scharf

"Gestohlenes Design"

Im Ringen um Lizenzzahlungen an Laser-Erfinder Bruce Kirby hat die ISAF klar gegen Kirby und die geplante Umbenennung der Jollenklasse in “Torch” Stellung bezogen.

"Torch", das neue Laser Logo

“Torch”, das neue Laser Logo?

In einer Mitteilung bestätigt der Weltseglerverband ISAF die Klage von Kirbys Anwälten vor dem US District Court, weist aber die Anschuldigungen zurück. Nach wie vor sei die Klassenvereinigung ILCA verantwortlich für die Organisation der weltweiten Laser Aktivitäten. Und der Laser sei von der ISAF als Olympiaklasse für 2016 gewählt worden.

Dabei bestehen vertragliche Vereinbarungen, die durch die Kirby Torch Initiative gebrochen würden. Deshalb könne man bestehende Vereinbarungen mit Kirby kündigen und neue Maßnahmen direkt mit der ILCA verhandeln.

So habe die ISAF am 23.4. eine Änderung der Laser Klassenregeln genehmigt, der die ILCA Mitgliedern schon 2012 zugestimmt hätten. Diese erlaube ISAF und ILCA, Werften für den Laser-Bau zu bestimmen, die das Recht haben, das Laser Markenzeichen zu benutzen.

Die Kirby Anwälte haben scharf auf die Stellungnahme reagiert. Sie bestätige alle Befürchtungen. ISAF sei tatsächlich mitschuldig bei den Bemühungen von LaserPerformance und ILCA, das Kirby Design zu stehlen indem sie sich weigern, Lizenzgebühren zu zahlen.

Nun ändern sie mit einem fadenscheinigen Vorwand die Klassenregeln, um Werften zu erlauben, das Kirby Design ohne Kribys Autorisierung herzustellen. “Der einzige Weg, um einen Gerichtsbeschluss zu vermeiden ist die Anerkennung des Torch Dinghies. Wir bleiben allerdings verhandlungsbereit, wenn ISAF oder ILCA ein Treffen wünschen.”

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *