Mastbruch vor Mallorca: Mini-Segler Melwin Fink vom Helikopter abgeborgen

Unglück in der Nacht

Melwin Fink (19) und sein Mitsegler Marc Menzebach sind 30 Seemeilen nördlich von einem Hubschrauber gerettet worden. In der Nacht zum Samstag ist der Mast des neuen Minis gebrochen.

(Direkter FB-Link)

Melwin Fink befand sich mit seinem neuen Mini auf einem Überführungstörn von Barcelona nach Palma de Mallorca als kurz vor dem Ziel der Mast brach. Bei Wind zwischen 25 und 30 Knoten benachrichtigten der 20-Jährige und sein Mitsegler Marc Menzebach per Mobiltelefon die Seenotretter in Bremen, die den Fall an das Maritime Rescue Coordination Center in Palma weitergaben.

Ein Hubschrauber machte sich auf den Weg und die Retter lokalisierten die Havaristen schnell in der Dunkelheit. Der in Kiel studierende Mini-Skipper aus Bad Salzuflen und der Kieferchirurg aus Soest mussten für die Bergung den im Wellengang tanzenden Mini verlassen und ins Wasser springen. Beide Segler wurden sicher nach Palma gebracht.

Fink offizielle Stellungnahme: “In der Nacht zu Samstag haben wir bei der Überführung von Barcelona nach Mallorca leider unseren Mast verloren. Aufgrund der See konnten wir nicht an Bord bleiben und mussten uns vom Helikopter abbergen lassen. Jetzt hoffen wir darauf, dass der neue Mini bald gefunden und in den Hafen gebracht werden kann. Unser Yachtversicherer Pantaenius koordiniert die Suche und die Bergung. Wir halten euch weiter hier auf dem Laufenden.”

Melwin Fink. © melwin fink

Fink hatte für die Fortsetzung seiner Mini-Karriere seinen ursprünglich von Hendrik Witzmann übernommenen Pogo 3 verkauft, um mit einem neuen Plattbug-Design seine Chancen im Feld zu verbessern. Die Wahl fiel auf ein rund 80.000 Euro teures Boot (inkl. Segel) vom Typ Vector – gebaut bei Yacht Service Poland – das in der Klasse schon gute Ergebnisse gezeigt hat. Er wollte an der Rück-Etappe der Regatta Solo Med von Mallorca nach Barcelona teilnehmen und einen ersten Test des neuen Schiffes im Feld der 36 Einhand-Skipper absolvieren.

Warum der Mast in zwei Teile brach, ist nicht klar. Das Schiff treibt noch im Mittelmeer. Es kann über einem Sender lokalisiert werden. Die Bergung wird nun vom Versicherer organisiert.

2 Kommentare zu „Mastbruch vor Mallorca: Mini-Segler Melwin Fink vom Helikopter abgeborgen“

  1. avatar PL_c.wolf sagt:

    Warum von Bord?

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    • avatar Zwergenexpress sagt:

      Ja, warum nur, C.Wolf. Ein paar Tage in der Waschtrommel sind doch die reinste Erholung.
      Das Boot konnte bis gestern nicht geborgen werden. Gefahr einer Legerwallsituation, Felsenküste. Manövrierunfähig. 2-3 Meter Welle bei 6,50 Bootslänge.
      Und Fink beschreibt auch, das die spanische Küstenwache die letzte Entscheidung getroffen hat.

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