Ein Vermisstenfall vor Cuxhaven, der eine der größten DGzRS-Suchaktionen der letzten Zeit auslöste, hat überraschend ein glückliches Ende gefunden. Zuvor war ein blinkender Rettungskragen im eisigen Wasser gefunden worden. Nach sieben Stunden mussten die Retter die Suche jedoch abbrechen.

Wenn die Suche nach einem „Mann über Bord“ bei Wassertemperaturen um 1 Grad Celsius abgebrochen wird, besteht normalerweise keine Hoffnung mehr, ihn lebend zu finden. Deshalb konnte man davon ausgehen, dass die Geschichte des 29-jährigen Seemanns, der offenbar vom Tanker „Songa Pearl“ gefallen war, schlecht ausgehen würde.
Am Sonntag, den 25.01.2026, waren sechs Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Behörden- und weitere Schiffe sowie ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger an der Elbmündung im Einsatz. Gegen 6 Uhr hatten die Seenotretter erfahren, dass der 144 Meter lange, unter der Flagge von Malta fahrende Tanker „Songa Pearl“, unterwegs von Antwerpen nach Danzig, ein Besatzungsmitglied vermisst.

Der 29-jährige Seemann, der aus Indien stammen soll, war einige Stunden zuvor zuletzt an Bord gesehen worden. Zum Zeitpunkt der Alarmierung befand sich die „Songa Pearl“ auf der Unterelbe vor Cuxhaven. Deshalb leitete die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein.
Aufgrund der langen Zeit, die seit der letzten Sichtung des Seemanns an Bord vergangen war, erstreckte sich das Suchgebiet zunächst über ein weites Areal zwischen der Weser- und der Elbmündung. Während sich der Seenotrettungskreuzer Anneliese Kramer der Station Cuxhaven, das Seenotrettungsboot Gillis Gullbransson der Freiwilligen-Station Brunsbüttel und die Behördenschiffe auf die Unterelbe konzentrierten, suchten die Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede der Station Deutsche Bucht/Helgoland, Hermann Rudolf Meyer der Station Bremerhaven, Bernhard Gruben der Station Hooksiel und Theodor Storm der Station Büsum zunächst Teile der Außenweser und der Außenelbe ab.
Gegen 7 Uhr fand die Besatzung des Seenotrettungskreuzers Anneliese Kramer dann auf der Unterelbe einen Rettungskragen mit Blinklicht, der eindeutig der „Songa Pearl“ zuzuordnen war. Alle beteiligten Einheiten konzentrierten die Suche anschließend auf einen Bereich vor der Küste zwischen Groden und Otterndorf auf der Unterelbe.

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