Neue Orca-Angriffe: Höchste Gefahr vor Gibraltar – Keine Entspannung in Sicht

Ampel steht auf Rot

Man hört nicht mehr so viel von den Gibraltar-Orcas, aber sie haben den Geschmack an Yacht-Rudern nicht verloren. In den vergangenen Tagen hat es wieder mehrere Attacken gegeben. Neue Videos.

Orca am Heck. © Halcyon

2024 erreichen die Interaktion zwischen der Gladis-Orca-Gruppe vor Gibraltar und Segelyachten immer noch ein bedrohliches Ausmaß. Dabei sollen die jüngsten Zahlen zeigen, dass die vor einem Jahr ausgesprochenen Empfehlungen funktionieren. Die Kontakte mit Orcas seien um 65 Prozent zurückgegangen heißt es von einer Arbeitsgruppe zu dem Thema. Insbesondere das Beachten der 20 Meter Tiefenlinie soll helfen.

Aktuelle Zahlen der britischen Cruising Association zeigen aber, dass 2024 im Mai 24 statt 21 Fälle im Vorjahr aufgezeichnet wurden. Der Juni scheint ein ähnliches Bild zu liefern. 2023 gab es 34 Interaktionen und auf diese Zahl dürfte nun der Monat auch im aktuellen Jahr wieder zusteuern.

Die Interaktionen in 2024

Dabei sind insbesondere Yachten gefährdet, die sich nicht entlang der Küste an der Gefahrenstelle vorbeihangeln können. Etwa wenn man von England kommt. Ein Skipper der britischen Firma Halcyon Yachts, die professionelle Überführungen von und zum Mittelmeer abwickelt, hat einen neuerlichen Angriff dokumentiert.

Eine Solaris 40 wurde beschädigt. Der Skipper erklärt den Vorfall:

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7 Kommentare zu „Neue Orca-Angriffe: Höchste Gefahr vor Gibraltar – Keine Entspannung in Sicht“

  1. Stefan sagt:

    Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Wenn mich ein Eisbär angreift, habe auch nur die eine Chance das zu überleben, wenn ich mein Gewehr benutze. Wenn also die Biester endlich mal Gegenwind bekommen, werden sie mit ihrer hohen Intelligenz das wohl sehr schnell begreifen.

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    • Jürgen Ernst sagt:

      Sie haben meine volle Zustimmung.
      Diejenigen, die für die Sicherheit dieser Gewässer zuständig sind, weigern sich bekanntlich, diese Maßnahme zu ergreifen. Dafür bekommen sie auch noch Zuspruch von sogenannten Wissenschaftlern, die zwar nicht wissen, warum wir angegriffen werden, die aber eine Sprachregelung vorgeben wollen („Interaktionen“). Selten trifft die Bezeichnung „grüne Spinner“ besser zu als auf diejenigen, die sich aus Tierliebe vom Menschen abwenden.

      Den meisten von uns wird ein Gewehr nicht erlaubt. Wer nicht lebensmüde ist, sollte das Seengebiet trotzdem nicht unbewaffnet befahren.
      Ich rege an, diejenigen per crowdfunding zu unterstützen, die wegen unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt werden. Ich bin dazu bereit.

      Jürgen Ernst

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  2. Franzl sagt:

    Evtl. sollte dort mal 2-3 Orcas abgeschossen werden wenn sie eine Yacht angreifen. Wenn die so schlau sind wie vermutet, werden sie merken das es nicht gut ist in der Nähe der Yachten. In der Landwirtschaft nennt man das vergrämen.

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    • PL_hoffy sagt:

      Grossartiger Vorschlag. Um ein bisschen in Deiner Denke zu schwelgen: Ein bisschen Jagd- und Vergrämungsdruck auf die edlen Spielzeuge des ranghöchsten Predators auf diesem Planeten kann auch als Strukturhilfe für Yachtbranche verstanden werden. In jeder Krise wohnt auch Wertschöpfung. Ob wohl ein Fangverbot für Thunfisch mit in die Verhandlungsmasse kommt ?

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  3. PL_berthneutze sagt:

    Ich finde es höchste bedenklich wenn der Killerwal jetzt nicht nur die See unsicher macht, sondern auch tief im Hinterland von Faro und Huelva, Cadiz und Gibraltar sein Unwesen treibt und dort wohl den Platz des Wolf hierzulande einnimmt.

    Ein besorgter Wandersmann

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  4. PL_klaus.schink sagt:

    Ich kenne mich vor Ort nicht aus und mir stellt sich die Frage, kann man die gefährdeten Bereiche (vielleicht auch mit großem Umweg) umfahren?

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    • Volker König sagt:

      Soviel Geographie sollte man in der Schule mitbekommen haben, dass die Strasse von Gibraltar eine Meerenge ist, die man durchfahren MUSS, wenn man ins Mittelmeer rein- oder rausfahren( sprich segeln) will.

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