No-Budget-Segeln: “Bruder Leichtfuß” per Anhalter zu den Kanaren

Einfach den Daumen raushalten

Trampen – früher Volkssport, heute Abenteuer pur! © Bruder Leichtfuß

Trampen – früher Volkssport, heute Abenteuer pur! © Bruder Leichtfuß

Früher standen sie/wir an jeder Straßenecke. Zu Zeiten, als es noch nicht selbstverständlich war, dass jede Familie mit mindestens zwei Automobilen durch die Landschaften brauste, gehörten Tramper zum gewohnten Bild an allen Ausfallstraßen, Autobahnauffahrten und Raststätten. Es gab Abenteuerlustige, die sogar um die Welt trampten, und es wurden erfolgreiche Bücher geschrieben (Sissy, Tom Robbins). In „den Urlaub zu trampen“ war völlig normal und ließ höchstens den Eltern noch die Haare zu Berge stehen.

Heute wird uns sowas – bestimmt nicht ohne Grund – als großes Abenteuer vermittelt. Wie etwa bei „Bruder Leichtfuß“ alias Timo Peters, ein notorisch von Fernweh und Reisefieber geplagter Abenteurer und Entdecker der unter Pseudonym unterwegs ist, sich vornehmlich per Anhalter über die Straßen Europas bewegt und dabei (nicht danach) ausgesprochen Unterhaltsames auf seinem Blog zu erzählen weiß. Ganz der Vertreter einer Generation, die ihre Abenteuer und Erlebnisse nahezu „live“ der interessierten Welt mitteilt, immer und überall…

Symbolisch: Trampers Rucksack am Achterstag. Auf dem Weg zu den Kanaren… © Bruder Leichtfuß

Symbolisch: Trampers Rucksack am Achterstag. Auf dem Weg zu den Kanaren… © Bruder Leichtfuß

Was das nun mit Segeln zu tun hat? „Bruder Leichtfuß“ ist derzeit dabei, seinen Horizont im buchstäblichen Sinne zu erweitern: Was auf dem Asphalt europäischer Straßen in West und Osteuropa bestens klappt, müsste doch vielleicht auch auf den Meeren dieser Welt funktionieren?

Also begibt er sich nach Gibraltar, um von dort aus über den Atlantik zu trampen. No-Budget-Segeln in reinster Form: In den Häfen, in den Kneipen, am Schwarzen Brett, vor allem aber in den einschlägigen Internet-Blogs nachfragen, was so geht und ganz nebenbei erwähnen, dass man eigentlich auch rüber möchte… Hand gegen Koje und Futter.

Daumen raus auf der Mole

Natürlich ist das im Prinzip nichts Neues. „Bruder Leichtfuß“ erledigt genau das, was einige, die (aus welchen Gründen auch immer) in den einschlägigen Atlantik-Überquerungs-Ausgangshäfen wie eben Gibraltar, auf den Kanaren oder den Azoren gestrandet sind, auch machen: Nachfragen, ob da nicht noch ein Plätzchen frei wäre und, ja, segeln könne man auch und Nachtwachen würde man sich durchaus zutrauen…

Daumen raus und nix wie weg © Bruder Leichtfuß

Daumen raus und nix wie weg © Bruder Leichtfuß

Doch Bruder Leichtfuß sorgt für den gewissen Unterschied, indem er seine Erlebnisse unterhaltsam aufschreibt, die Texte bebildert und reichlich schnell ist mit seinen Updates.

Entsprechend kann der geneigte Leser auf dem BL-Blog und /oder seiner Facebook-Seite bisher miterleben, wie er ohne jegliche Wartezeit ein Angebot von einem chilenischen Luxus-Motorsegler bekam, dann aber doch lieber bei einem echten Salzbuckel auf dessen 20m-Cruiser „Mystique“ anheuerte. Kaum war das Land außer Sicht, ertrug er erste Seekrankheits-Beklemmungen. Delphine und Bratkartoffeln bescherten wieder Lebensfreude und dann läuft erstmal alles ganz entspannt ab während der erste Etappe zu den Kanaren.

Danach? Mal sehen, zur Not stellt er sich auf die Mole und hält den Daumen raus…

Prädikat: höchst interessant für alle, die sich für die etwas andere Art des Langfahrt-Segelns interessieren!

 

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2 Kommentare zu „No-Budget-Segeln: “Bruder Leichtfuß” per Anhalter zu den Kanaren“

  1. avatar NAMBAWAN sagt:

    ja dieses projekt finde ich echt auch ganz interessant und spannend – habe ich auch schon seit beginn verfolgt!

    der “bruder leichtfuss” vermarktet sich auch ganz gut und postet so ziemlich in allen kanälen 😉

    wie ihr aber auf den namen “Carsten Pflüger” kommt, verstehe ich nicht ganz – ich kenne ihn nur unter “Timo Peters”. ist aber eh egal – die idee zum projekt zählt!

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    • Ich stimme Nambawan in allen Belangen zu: Die Idee zählt, aber der Name ist falsch. Zum Posten auf allen Kanälen: Die ganze Schreiberei macht einfach viel mehr Spaß, wenns auch außer Mutti Leichtfuss jemand liest 😉

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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