Nordsee: Suche nach möglicherweise verloren gegangenen Containern

Treibende Gefahr?

Gab es ein neues Containerunglück auf der Nordsee? Oder stieß ein niederländischer Fischer auf ein anderes Hindernis? In den letzten Tagen wurde unter anderem westlich von Sylt intensiv nach möglicherweise über Bord gegangenen Containern gesucht – bisher allerdings ohne Ergebnis.

Hat ein Containerschiff auf der Nordsee Ladung verloren? (Symbolbild) © Ian Taylor, Unsplash

Gerade erst sorgte ein großer Containerunfall im mittleren Pazifik für Aufsehen, kurz darauf machte sich auch die deutsche Küstenwache auf die Suche nach Containern im Meer. Grund dafür war der Hinweis eines niederländischen Fischers. Dieser hatte berichtet, dass sich sein Netz in der Deutschen Bucht an versunkenen Containern verfangen habe.

Suche per Sonar und Flugzeug

Um Schlimmeres zu verhindern, wurde die Schifffahrt vor gesunkenen Containern im entsprechenden Seegebiet etwa 100 Seemeilen westlich von Sylt gewarnt. Zudem machte sich das Mehrzweckschiff Neuwerk auf, um mehrere Stellen am Meeresgrund per Sonar abzusuchen. Die niederländische Küstenwache unterstützte die Suche aus der Luft. Gefunden wurden bisher allerdings weder Container am Meeresgrund noch treibende Ladung.

Warnung bleibt

Während zunächst gerätselt wurde, ob die in der Nordsee vermuteten Container erst jüngst über Bord gegangen waren oder doch von einem weiter zurückliegenden Unglück stammen, mehrten sich zuletzt Vermutungen, dass der Fischer womöglich gar nicht auf Container, sondern auf ein “natürliches Hindernis” wie einen großen Stein gestoßen sein könnte. Das letzte große Containerunglück im betroffenen Seegebiet liegt allerdings noch nicht allzu weit zurück. Anfang 2019 verlor der Frachter MSC Zoe auf dem Weg nach Bremerhaven im Sturm mehr als 300 Container.

Heute am frühen Morgen wurde die entsprechende Nautische Warnnachricht zudem nochmals aktualisiert.

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